CALA Canga SUP zum Aufblasen im Test

CALA Ganga aufblasbares Yoga SUP im Test (10/2021)

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Material & Verarbeitung       +++++ (4/5)
Features                      +++++ (5/5)
Handling an Land              +++++ (5/5)
Handling im Wasser            +++++ (5/5)
Herstellung & Nachhaltigkeit  +++++ (3/5)
Preis                         +++++ (3/5)
Gesamtbewertung               4,2 / 5
CALA iSup Gutschein für SUP Set

CALA Boards – bis vor zwei Jahren noch weitgehend unbekannt in Europa, steht der SUP-Hersteller aus Mexiko mittlerweile mit einem Schuh aus gehärtetem Inselbasalt, so scheint es, in der Tür zum europäischen Markt der Premium-Modelle. Wir haben uns gefragt: Kann das funktionieren – ist noch genug Platz neben den etablierten Herstellern der qualitativ hochwertigeren Boards? Halten die Boards von CALA, was sie (und einige Influencer*innen) versprechen? Lohnt es sich, die Geldsocke um einen Betrag im oberen dreistelligen Bereich zu erleichtern, wenn mein Lieblingsdiscounter mit einem SUP für 200 Euro wirbt? Und „Yoga auf dem SUP“ – ist das ein guter Plan?

Für den Test hat CALA uns ihr tragfähigstes Modell, das „Ganga“, zu einem rabattierten Preis zur Verfügung gestellt. Wie objektiv kann der Test dann noch sein? Das haben wir uns auch gefragt: lies hier mehr dazu, wie wir testen.

Das CALA Ganga ist mit einer angegebenen Tragekapazität von 140kg das Flaggschiff der Product Range, sozusagen die San Martin der hawaiianischen Armada. Auf den Dauerbeschuss, wie ihn die Engländer der Galeone unter spanischer Flagge in der Seeschlacht von Gravelines angedeihen ließen haben wir verzichtet. Aber wir haben das Board auf Herz und Nieren, auf Siegelnaht und Falz getestet: Für 8 Wochen waren wir auf diversen stehenden und fließenden Gewässern in Berlin, Brandenburg und auf der Ostsee unterwegs. Mit und ohne Hund oder Kind. Erst ohne Yoga-Instructor, später mit. Aus Gründen.

Das CALA Ganga im Test

Unboxing – der erste Eindruck

Das „Ganga“ kommt erwartungsgemäß im großen Paket. Beim Entpacken ist die Freude groß, denn neben dem erwarteten Equipment purzelt auch noch ein gut ausgestattetes Reparatur-Kit in einer wasserdichten und somit schwimmfähigen kleinen Box – für alle Fälle – hervor. Das gibt ein Plus. Alle mitgelieferten Teile (auch das Board im gefalteten Zustand) machen auf den ersten Blick einen soliden Eindruck. Nach dem Auspacken war unsere Plastiktonne allerdings vermutlich so gefüllt, wie der Rumpf der San Martin mit südamerikanischem Gold. Beides nicht schön. Jedes Teil ist extra in Plastik verpackt – unsere Meinung und eine mögliche Erklärung dazu folgt unter „Herstellung und Nachhaltigkeit“.

Lieferumfang

– Board
– Carbon-Paddel
– 3 Finnen
– Pumpe
– Leash
– Reparatur-Kit

Was kann das Zubehör des Cala SUP?

Die Leash

Die Leash macht einen sehr soliden Eindruck. Gerade im Vergleich zu vielen anderen auf dem Markt wirkt sie sehr hochwertig. Sie hält am Fuß und hält am Board und erfüllt damit alle Zwecke, die sie soll. Der Fuß wird durch ein stabiles und auch auf der Haut angenehmes Polster vorm Kratzen des Kletts geschützt und durch die Telefonkabelverzwistung (oder neuerdings Haargummitwist) stört die Leash weder auf dem Board, noch zieht sie im Wasser nach und bremst. Das überzeugt.

Finnen

Drei Hartplastik-Finnen sind dabei –  zwei kleinere Seitenfinnen, eine große Mittelfinne. Die Finnen kommen definitiv nicht aus der Carbon-Schmiede eines süddeutschen Weltmarktführers irgendeiner Mikro-Nische, aber das hat ja auch niemand behauptet. Sie lassen hier und da noch kleine, abstehende Plastikfäden erkennen, die sind mit dem Cuttermesser jedoch auch schnell beseitigt. Insgesamt machen die Finnen einen stabilen Eindruck und lassen sich mit Click-System erstaunlich stabil befestigen.

Die Pumpe

Die “Super Double Action Pump für schnelles Aufpumpen” nennen wir im weiteren Verlauf einfach Pumpe. Denn genau das ist sie. Es ist eine gute und stabile Pumpe, ja, und sie hat auch die Möglichkeit der 2-Weg-Pumpe der bestimmt einen Anteil am beeindruckenden Titel Ihrer Hochwürden hat, aber sie unterscheidet sich nicht maßgeblich von den gängigen Pumpen der anderen Hersteller. Also: sehr gute, wenn auch nicht sehr bescheidene Pumpe. Macht Luft rein. Top. Die Befestigung am Ventil des Boards funktioniert hervorragend und ist vertrauenserweckend und sobald die empfohlenen 15 psi erreicht sind und die Pumpe abgenommen wird, erfüllt das Rückluftsperr-Ventil seinen Zweck und verhindert jeglichen Luftaustritt. Zuschrauben trotzdem nicht vergessen.

Das Paddel

Das ausziehbare Carbon-Paddel macht einen edlen und hochwertigen Eindruck. Der Feststell-Verschluss allerdings ist einer unserer wenigen Kritikpunkte (Konzerndeutsch: Verbesserungsanregung) an den Hersteller: Den Druckverschluss sichert eine für unseren Geschmack etwas weiche Plastikschnalle zum schnellen Verstellen mit kleiner Mutter zum Vorjustieren. Das funktioniert und reicht für den Alltagsgebrauch und auch für lange Wasserwanderungen durchaus aus. Bei einem 500-Meter-Sprint auf Zeit empfiehlt es sich davor und danach die Stabilität zu prüfen. Ein sehr hochwertiges Paddel mit einem durchschnittlichen Verschluss.

Der Trolley für das Cala Sup

Auch der Trolley kommt schick daher. In der Gestalt eines gewöhnlichen Reise-Trolleys mit 2 Rollen verfügt er außerdem über eine harte Verschalung am Rücken und der Unterseite, die das Befüllen und den Transport sehr angenehm gestalten. Der Reißverschluss ist breit, beinahe massiv, und verspricht, lange erhalten zu bleiben, und die Führung funktioniert auch mit nassen oder kalten Fingern. Dank an die großen, griffigen Fingerdinger. Ein schönes Detail.

Das Cala Canga im Test: Der Trolley mit dem SUP wird über einen Strandaufgang gezogen
Nicht mehr ganz Billigflieger-Handgepäck aber doch noch tragbar. / David Brück für milchplus.de

Auf Rollen zum Wasser? Für eine Sightseeing-Tour auf der Spree, bei der man von den polierten Marmorplatten des Bundestages aus in Fluss sticht ist das super (hier ans Fahrradschloss denken, am belebten Ufer könnte sich ein MdB oder andere Interessenten für einen unerwünschten Besitzerwechsel entscheiden). Für die meisten Touren auf anderen Gewässern, wo der Zugang oft über Wiese, Kies oder Sand erfolgt, haben wir aus Rücksicht auf die Rollen spätestens vor dem Sand uns die Rucksack-Tragegurte über die Schultern geworfen. Auch die sehen stabil aus und fühlen sich auch si an. Auch wenn sich für eine Alpenüberquerung oder das obligatorische Australien-Backpacking bestimmt ergonomischere Transporthilfen finden, es trägt sich weitaus komfortabler als erwartet.

Sehr überzeugend ist das Volumen. Man hat nicht das Gefühl, beim Bepacken von einer Kindheitserinnerung eingeholt zu werden – dem Versuch den Holzquader, irgendwie muss der doch in dieses runde Loch passen. Oder ins sternförmige? Im Gegenteil. Selbst mit allen mitgelieferten Utensilien bepackt ist noch ausreichend Platz für ein Handtuch, Proviant und Wasser. Eine ÖPNV-Anreise zur SUP-Tour? Eigentlich lieber nicht. Mit diesem Trolley: Kann man machen.

Das Board:

Technische Daten
Tragekapazität: 140 kg
Maße: Länge 10‘8‘‘, Breite 34‘‘, Höhe 6‘‘ // Länge 3,25m, Breite 0,86m, Höhe 0,15m
Netto-Gewicht: 9,8 Kg
Preis: 929 Euro

Das Cala Canga im Test: Das Board und die Pumpe

Ausgepackt. Das Ventil zur Betankung mit der Super Double Act… äh, mit der Pumpe, genau. Das ist auf jeden Fall hochwertig, funktioniert gut und weckt Vertrauen. Einmal aufgepumpt entblößt sich das Ganga in seiner vollen Pracht – trotz seiner Größe lässt es sich an Land gut manövrieren und erscheint leichter als bei dem Volumen von uns erwartet. Die Nähte und Versiegelungen sehen hochwertig aus. Das Pad schmeichelt den Füßen und ist sehr stabil verklebt. Der mittige Tragegriff ist mit Neopren ummantelt und liegt gut in der Hand, ohne einzuschneiden. Und er balanciert das Board aus, was manch günstigeres Modell nicht von sich behaupten kann. Die Finnen klicken stabil in die vorgesehenen Verbindungen und sind nur mit einiger Überzeugungskraft dazu zu bewegen, sich wieder zu lösen – fest genug um einen unerwünschten Finnenverlust höchst unwahrscheinlich erscheinen zu lassen. Besonders die seitliche Stabilität der Finnen ist überraschend hoch und sehr überzeugend. Vermutlich ist es dieser Stabilität und der Anzahl der Finnen gedankt, dass das Board trotz seines Volumens und seiner Maße eine erstaunliche Laufruhe und Richtungstreue beweist. Ein Wechsel der Paddelseite um die klassische Kreisfahrt zu vermeiden ist auf dem Ganga wesentlich seltener nötig als auf anderen Boards, beispielsweise mit einer Single-Fin. Dieser Punkt hat uns sehr überzeugt und erfreut nach wie vor, besonders auf längeren Touren. Das Board liegt stabil im Wasser und läuft ruhig und kontrolliert. Zwei 30l Seesäcke passen entspannt unter den Gummizug und halten gut. Die Action-Cam-Halterung sichert den nächsten Instagram-Post oder dreht ein beruhigendes ASMR-Video für den gemütlichen Weihnachtsabend mit der Familie zur Freude aller Beteiligten.

Durch das große Volumen und den Shape liegt das Ganga sehr stabil im Wasser. Das ist schön, will man mit einem wasserscheuen Hund, einem wasserbegeisterten Kind oder umgekehrt oder beiden die Weiten der brandenburgischen Seen oder die Engpässe der Kanäle erkunden. Wenn man sich an Yoga auf dem SUP wagt, sind alle Voraussetzungen erfüllt. Es empfiehlt sich nach unserer Erfahrung dennoch, den Sonnengruß oder den einarmigen Handstand erstmal an Land zu üben. Sonst könnte es etwas nass werden. [Bild]

Herstellung und Nachhaltigkeit

Zur Herstellung haben wir nicht viel zu sagen, das Board und sein Zubehör erscheinen sorgfältig gefertigt und das stellt zufrieden. Die Nachhaltigkeit: Machen wir uns nichts vor: Es wird noch eine ganze Weile dauern, bis wir durch und durch nachhaltige, transportable SUPs aufs Wasser führen dürfen. Dennoch finden wir: Der Schritt von CALA, das Pad aus Algen herzustellen und ihre Partnerschaften mit Bloom, mit der Beyond Coral Foundation und mit Ocean Conservancy (und weiteren) findet unsere Anerkennung und ist in unseren Augen ein weiteres Argument, nicht aus Geldsocken-Sorgen dem nächsten Discounter zu frönen, sondern sich für ein hochwertigeres, vielleicht ein bisschen fairer und ein bisschen nachhaltiger produziertes Board zu entscheiden.

Das Cala Ganga SUP kaufen

Hier gibt’s den Link zum Hersteller und den Gutscheincode. Ist das ein Affiliate-Link? Ja, genau. Wie kann ich dann dem Test vertrauen? Hier geht’s zu unseren Test-Kriterien.

CALA iSup Gutschein für SUP Set

Partnerschaften und Kooperationen gehen wir ausschließlich mit Unternehmen ein, deren Produkte uns überzeugen. Wenn du über unseren Link kaufst, freuen wir uns über die kleine Unterstützung, die uns hilft unsere Projekte umzusetzen und unsere Arbeit ermöglicht. Wenn Du magst: wir danken von Herzen und arbeiten mit Hingabe am nächsten Test oder Bericht.

FAQ

Lohnt sich der Kauf des CALA Ganga?

Das CALA Ganga schneidet in unserem Langzeittest sehr gut ab. Das Board ist hochwertig verarbeitet und macht vor allem Spaß beim Paddeln. Auch Anfänger paddeln dank der drei Finnen meist geradeaus. Besonderes Lob gibt es für das Zubehör: Das ist nämlich umfangreich und hochwertig. Nur der Verschluss des Paddels könnte noch besser gelöst sein. Ein im Wortsinne kleiner Kritikpunkt.

Was kostet das CALA Ganga?

Das Board kostet 929 Euro.

Für welches Gewicht ist das Board geeignet?

Die Traglast des Ganga liegt bei 140 Kilogramm. 

Für welches Skill-Level eignet sich das Board?

Das Board eignet sich für beinahe alle Skill-Level. Hilfreich für Einsteiger ist die gute Wasserlage. Das Ganga ist ein extra breites Allroundboard und damit ideal für Touren, für Yoga auf dem Wasser oder für die Tandembenutzung.

Sind Leash/Finnen/Trolley dabei?

Das Board hat ein umfangreiches Zubehörpaket dabei. Inklusive sind drei Finnen, ein Carbonpaddel, ein Rucksack-Trolley mit Rollen, eine gute Pumpe, ein Reparaturset und die Leash.

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