Shareacamper im Test

„SHAREaCAMPER“ im Test: Erfahrungen & Testbericht 2022

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Plattform mit Schwierigkeiten
Camper Sharing fĂŒr Australien und Neuseeland. Shareacamper ist eine Plattform fĂŒr die private Wohnmobilmiete. Nach dem Teilverkauf an Yescapa betreibt Shareacamper nur noch die englischsprachige Seite fĂŒr die beiden Eilande. Dort hat man Startschwierigkeiten: Die Seite rankers.co.nz verzeichnet 31 Reviews – die HĂ€lfte davon gibt gerade 1 von 10 Punkten.
Website
9
Fahrzeuge
8
Preisniveau
8
Versicherung
5.5
Service
4.5
Vermieterzufriedenheit
7.5
Mieterzufriedenheit
4

Titelfoto: Yescapa
Website: https://www.shareacamper.de/
Telefon: 0049 221 98 258 260
E-Mail: info@shareacamper.de

UPDATE (07/2021)

SHAREaCAMPER wird teilweise von Yescapa ĂŒbernommen

Europas grĂ¶ĂŸte Camper-Plattform Yescapa verfolgt mit dem Teilkauf von SHAREaCAMPER seine Strategie der Internationalisierung weiter und vergrĂ¶ĂŸert die Fahrzeugflotte in Deutschland deutlich – auf nun etwa 8500 Fahrzeuge. Share a Camper betreibt den Kernmarkt in Neuseeland und Australien weiter. Alle deutschen Buchungen aber werden ab sofort von Yescapa abgewickelt.

→ Zum Artikel ĂŒber Yescapa

Vorabinformationen

Was ist SHAREaCAMPER?

ShareaCamper ist eine Plattform fĂŒr die private Wohnmobilmiete. Die Idee ist, dass Wohnmobilbesitzer ihre SchĂ€tzen die meiste Zeit des Jahres im Carport unterstellen. Stattdessen könnten sie die Wohnmobile, Camper und Wohnwagen doch auch vermieten – und so auch die Fixkosten (teilweise) wieder reinholen.

In der Praxis funktioniert das auch ganz gut, allerdings ist der Anteil von gewerblichen Wohnmobilvermietern auf ShareaCamper deutlich höher als der von privaten Vermietern. Eine Entwicklung, die man so auch beim Vorbild Airbnb sehen konnte. ShareaCamper operiert in Deutschland, Australien und Neuseeland. Das deutsche GeschĂ€ft hat allerdings mittlerweile Yescapa (hier im Test) ĂŒbernommen.

Auf einen Blick: Die Vor- und Nachteile

Pro
  • Viele individuelle Fahrzeuge
  • Gute Website
  • Viele gĂŒnstige Camper
  • Liebevolle Camper
  • Umfangreiche Ausstattung
  • Gut fĂŒr Australien/Neuseeland
Contra
  • Hohe Provision
  • Restrisiko bei Pannen und UnfĂ€llen
  • Sehr hohe Kaution
  • Viele unzufriedene Mieter

Alternativen zu SHAREaCAMPER

Shareacamper ist nicht mehr. Zumindest das deutsche GeschĂ€ft wurde an den Mitbewerber Yescapa verkauft. Über den Preise schweigen sich die beiden Firmen aus, gut möglich aber, dass dieser Deal unter Win-Win verbucht werden kann.

Eine Folge dĂŒrfte sein, dass der Anteil an gewerblichen Campern auf Yescapa (fĂŒr Deutschland) steigt. Wen das stört, der sollte sich PaulCamper (hier im Test) ansehen. Ansonsten ist auch ein Blick in unseren Camper Vergleich fĂŒr Deutschland sinnvoll, denn es gibt lokal durchaus Vermieter, die auch preislich mit dem Privatsharing mithalten können.

SHAREaCAMPER im Test

Die Versicherung

Share a Camper hat vergleichsweise umfassende Versicherungen. Die genauen Bedingungen sind von Land zu Land unterschiedlich. Immer aber gibt es eine Basis und eine Premium Versicherung. Der Unterschied liegt hauptsÀchlich im Selbstbehalt. Der liegt in der Basis-Variante zwischen 1500 und 3000 Euro. Bei der Premium-Versicherung liegt der SB noch bei etwa 300 Euro.

Shareacamper im Test: Die Versicherungsbedingungen
Die Versicherungspakete fĂŒr Neuseeland. Share a Camper empfiehlt dringend, nicht versicherte Risiken ĂŒber einen Drittanbieter abzudecken. / Screenshot von shareacamper.com, 20.01.2021
  • Gute Versicherungspakete
  • Trotzdem hohe Risiken
  • Hoher Selbstbehalt bei Basisvariante

→ Eine Option können Zusatzversicherungen wie das Camper-Sorglos-Paket (WĂŒrzburger Versicherungen), das Camper-Reiseschutz-Paket (Allianz Reiseversicherung) oder der Camper-Reiseschutz (ESV/Hanse Merkur) sein. In diesen Paketen werden sogenannte CWDs (Collision Damage Waiver, eine (teilweise) Übernahme des Selbstbehaltes bei UnfĂ€llen) und weitere Reiseschutzversicherungen kombiniert.

Erfahrungsberichte zu Share a Camper

Die Erfahrungen mit ShareaCamper sind ĂŒberwiegend positiv. Deutsche Vermieter sind mitunter nicht glĂŒcklich ĂŒber die schlechten Vermittlungsquoten. Das HauptgeschĂ€ft spielt sich aber einfach in Neuseeland und Australien ab.

“Absolut empfehlenswert! Haben fĂŒr unseren Neuseelandurlaub ein Wohnmobil bei Share a Camper gebucht und sind von dem professionellen Kundenservice begeistert, immer gerne wieder. Top Preis-LeistungsverhĂ€ltnis!”

Marc Ihl bei Google

“Ich bin dort als Vermieter gelistet und warte nun schon mehrere Monate auf mein Geld aus einer Vermietung. Erst lag angeblich ein „Systemfehler“ vor, jetzt erhalte ich gar keine RĂŒckmeldung mehr. Vorsicht! Nicht zu empfehlen.”

Andreas Teuber ĂŒber Google

Da das Konzept in Australien und Neuseeland weniger bekannt ist als in Europa gilt dort im Besonderen: Camper sind WertgegenstÀnde und Risiken nur schwer komplett umfassend abzusichern. Man sollte also vorsichtig sein, beim Mieten wie beim Vermieten.

“I used ShareaCamper recently on a trip to Tasmania. When you book you are required to purchase insurance. The basic cover is $5 a day. There is no option not to buy insurance. You are also required to provide $2500 as a deposit on the vehicle. After we finished using the service we went through the company to organise to repair a small crack in the windscreen.

They said the cost would be deducted from the deposit. I asked to be provided a copy of the insurance policy and referred to the relevant sections. After ignoring multiple emails, I was eventually sent an email that said any damage under $2500 would come our of our bond and threatened to take more money out of our bond because we didn’t call roadside assistance when the crack occured. This is despite the fact that the car had not broken down. They refused to provide us with a copy of the insurance policy and a month later we still havent had out bond refunded.”

Steph R. auf Tripadviser

Eine sehr lange Bewertung, die allerdings einiges widerspiegelt, was so bei der Campermiete passieren kann. Offenbar wollte Steph eigentlich auch die 5 Dollar fĂŒr die Versicherung sparen. Und er ist ĂŒberrascht, dass ein Steinschlag in der Scheibe auf die Selbstbeteiligung geht. Dabei wĂ€ren die Scheiben bei den meisten Anbietern ĂŒberhaupt nicht versichert.

→ Lest die Versicherungsbedingungen genau und seid vorsichtig bei der Miete. Es gibt Vermieter, die kleine SchĂ€den nutzen, um den Camper auf Kosten der Mieter zu reparieren. Das ist aber die Ausnahme. Trotzdem können schnell auch unverschuldet hohe Kosten entstehen. Daher ist es wichtig, sich alle Informationen zu Camper, Vermieter und den Mietbedingungen genau anzuschauen.

HĂ€ufig gestellte Fragen

Wurde Shareacamper verkauft?

Die GrĂŒnder von ShareaCamper haben einen Teil-Exit hingelegt: Verkauft wurde das deutsche GeschĂ€ft (an Yescapa). Obschon aus Köln stammend, startete das Unternehmen in Neuseeland und konzentriert sich nun wieder auf den Markt in Ozeanien.

Was kostet ein Camper bei SHAREaCAMPER

ShareaCamper ist ein provisions basiertes GeschÀftsmodell: Das Inserieren oder Suchen von Campern kostet nichts. Wenn ein Camper gebucht wird, bekommt das Unternehmen zwischen 7,5% und 25% Provision. Diese hohe Provision ist einer der Hauptkritikpunkte an Shareacamper.

Wer kann einen Camper mieten?

FĂŒr Deutschland musst du deinen FĂŒhrerschein schon min. 3 Jahre haben. FĂŒr Australien und Neuseeland brauchst du einen Internationalen FĂŒhrerschein und musst mindestens 21 Jahre alt sein.

Was kostet die Versicherung bei ShareaCamper?

Die Versicherungen sind von Land zu Land unterschiedlich. Die Basisversicherung in Australien und Neuseeland kostet etwa 5 Euro pro Tag, die Premium Versicherung das dreifache.

Muss das Wohnmobil als Selbstfahrer-Vermietfahrzeug angemeldet werden?

Nein, man kann ĂŒber ShareaCamper auch ohne eine Eintragung und die entsprechende Versicherung vermieten. Trotzdem kann es sich lohnen und ist verpflichtend, sobald die Vermietung nicht mehr privat sondern gewerblich ist (das gilt fĂŒr Deutschland).

Fazit

ShareaCamper ist vor allem fĂŒr Australien und Neuseeland eine gute Option. Viele gĂŒnstige Camper und ein gutes Versicherungspaket macht die Miete ĂŒber die Plattform attraktiv fĂŒr alle, die sich keinen eigenen Camper kaufen wollen und keinen teuren Camper mieten können. Diese StĂ€rke “Down Under” ist in der Corona Krise natĂŒrlich bitter – fehlen dadurch doch etliche Provisionseinnahmen durch deutsche CamperInnen.

Das Rennen um Europa und speziell Deutschland (Gartenzwerg KlichĂ© Ahoi, wir sind die fĂŒhrende Campernation der Welt) musste SHAREaCAMPER dann aufgeben und verkaufte das deutsche GeschĂ€ft an Yescapa. Eine Kampfansage an den anderen Vermittler fĂŒr private Camper-Vans: PaulCamper.

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Luca BrĂŒck

Luca ist ein Tee trinkender Surfrabauke aus dem Schwarzwald. Seine Brötchen, den Tee und die Surfboards verdient er als Journalist und Blogger. Aktuell lebt und schreibt Luca in Oldenburg.

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