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Surfen in Agadir

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Surfen in Agadir: Titelbild 3
Surfen in Agadir: Titelbild 4
Luca Brück

Agadir – unglamourös, fast zweidimensional. Doch war es nicht diese Erdung, die wir suchten? Schon richtig; und es waren diese unglaublichen Wellen, die uns suchten.

Agadir ist keine Perle am Atlantik, das würde niemand behaupten. Die 600000 Einwohnerstadt wurde 1960 von einem Erdbeben komplett zerstört. Und der Wiederaufbau sieht etwas so aus, als hätte man weiße Schuhkartons auf einem Feld ausgelegt. Dennoch liegt die Bedeutung der Stadt nicht nur in ihrem Hafen, sondern auch im Tourismus. Mit günstigen Pauschalurlauben, 300 Sonnentagen und einem zehn Kilometer langen Sandstrand lockt Agadir jedes Jahr Touris aus aller Welt. Für die Wellen hier muss dagegen schon lange niemand mehr werben: Die Region gehört zu den absoluten Top-Destinationen für den europäischen Winter. Endlos lange rechte Pointbreaks, an denen sich auch Intermediates wohl fühlen, sind das Aushängeschild der Region. Dazu kommt das wohlgesonnene Wetter, die günstigen Flüge und Unterkünfte und die reiche Kultur der Berber.

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Die besten Surfspots in und um Agadir

Agadir ist der Hub des marokkanischen Surfens. Die beste Region im Land der rechten Points liegt nur 20 Kilometer nördlich. Aber auch der Fischerort Tamraght direkt nördlich von Agadir, das etwas südlich gelegene Tifnite und die ungesurften Wellen im Süden erreicht man am besten von Agadir aus. Der Beachbreak in Agadir ist leider nichts besonderes, aber das wiegen die Spots in der nahen Umgebung mehr als auf.

Surfspot Karte mit Spots für

  • #Anfänger
  • #Fortgeschrittene
  • #Experten

Top 10: Eine Auswahl meiner Lieblingsstrände mit Spot-Karte und detaillierten Beschreibungen

1.

Imsouane

Rechter Pointbreak

Alle NW – W Swells, NO Wind, Lowtide

#Fortgeschrittene#Anfänger

Ein ewig langer rechter Pointbreak, der nie zu groß wird
Das kleine Fischerdorf Imsouane knapp zwei Stunden nördlich von Agadir hat in den vergangenen Jahren stark an Aufmerksamkeit dazugewonnen. Am Nordstrand gibt es einen zuverlässigen Beach/Reefbreak (La Catedral). Aber der Grund, warum die Taghazout Camps einmal die Woche kommen und längst auch hier Surfcamps angesiedelt sind, ist der ewige Pointbreak (The Bay) am Hafen. Rund um Lowtide laufen die Wellen aufs Riff, bauen sich nochmal auf und brechen dann über Sand weit, weit die Bucht hinunter. Etwas mehr Volumen ist zu empfehlen, doch gegen Ende hat die Welle auch schnellere Abschnitte. Am Ende gleitet man an den Strand und läuft zurück.

2.

Boilers

Rechter Pointbreak

N – SW Swells, NO Wind, Midtide

#Experten#Fortgeschrittene

Rechter Pointbreak mit kniffligem Ein- und Ausstieg
Boilers ist ein Taghazout Klassiker. Der Point ist etwas exponierter als die Spots am Dorf und saugt mehr Swell an. Außerdem kommt sehr oft der Wind genau bei Boilers aus den Bergen und bläst offshore. Die Welle selbst ist schnell, saftig und mittellang. Der Ausstieg aus dem Wasser, vor allem bei ansteigender Flut, ist etwas knifflig und Reefbooties sind eine gute Idee. Rein geht es ganz Ok, etwas den Strand hinauf. Low- und Midtide.

3.

Killers

Rechter Pointbreak

Alle NW Swells, Ostwind, Alle Tiden

#Experten#Fortgeschrittene

Langer rechter Pointbreak und Swellmagnet
Killers ist einer der Brot-und-Butter Spots von Taghazout. Bei einem ordentlichen Swell und Hightide verlinken sich die Wellenabschnitte zu mehreren hundert Metern. Killers ist der konsistenteste Point der Region und die Wellen sind immer größer, als sie von der Küste aussehen. Die Strömung trägt einen konstant weg vom Peak und man muss ordentlich paddeln, um in Position zu bleiben. Der Name kommt übrigens nicht von den Wellen, die durchaus Intermediates tauglich sind, sondern von den Orcas, die hier manchmal gesichtet werden.

4.

La Source

A-Frame Reefbreak

Normale N – SW Swells, NO Wind, Alle Tiden, am liebsten High

#Fortgeschrittene

A-Frame High-Tide Riff für kleinere Swells
Benannt nach einer kleinen Quelle, die lange schon kein Wasser mehr gesehen hat, ist das kleine feine A-Frame Riff la Source eine schöne Abwechslung zu all den perfekten rechten Points. Die Welle ist am besten von Mid – Hightide bei ansteigendem Wasser (bei Low ist gefährlich wenig Wasser über dem Riff) und in kleineren Swells bis 1,5 Meter. Die rechtsbrechenden Wellen sind meist etwas besser als die linksbrechenden. Direkt am Spot ist ein teurer Hotelkomplex.

5.

Anchor Point

Rechter Pointbreak

Großer NW Swell, NO Wind, Low – Midtide

#Fortgeschrittene#Experten

Inbegriff des Marokkanischen Pointbreaks
Als die Aussies Ankas entdeckten, dürften sie fast aus den Flip Flops gekippt sein: Bei einem ordentlichen Nordwest Swell schieben sich lange Wasserwände erhaben und schnell in die Bucht von Taghazout und laden zu endlosen Kombinationen von Cutbacks und Gaspedal ein. Der Einstieg erfordert Timing beim Sprung von den Felsen und Paddelpower um sich in Position zu halten. Am besten ist Ankas bei Lowide, in größeren Swells funktionieren auch höhere Wasserstände. Anchor Point kann ziemlich groß werden, dann dünnen sich auch die manchmal heftigen Crowds etwas aus.

6.

Hash Point

Rechter Pointbreak

Großer NW Swell, NO Wind, Mid – Hightide

#Anfänger#Fortgeschrittene

Guter Point für Einsteiger
Der Hash Point ist eine etwas ruhigere Option zu den messerscharfen Points der Region. Die Wellen brechen hier eher ruhig, wiederum nach rechts. Der Spot ist recht abgewandt vom Swell und immer kleiner als Anchor Point. Bricht über Sand, der auch für eine wechselhafte Wellenqualität sorgt. Guter Spot für Einsteiger und alle, die noch eine entspannte Sundowner Session einschieben wollen. Die Wasserqualität ist hier oft schlecht.

7.

Devil’s Rock

Rechter Reefbreak, Beachbreak

Alle NW – SW Swells, NO Wind, alle Tiden

#Anfänger#Fortgeschrittene

Righthand Pointbreak und gute A-Frame Beachbreak Peaks
In Tamraght am Devil’s Rock findet sich mitunter ein schöner rechter Pointbreak. Je nachdem, wie der Sand liegt. Das normale Setup sind aber kurze, gute, beachbreakartige Peaks über Sand und Steine mit rechten und linken Wellen nah an der Küste. Devil’s Rock ist am besten bei Mid bis Hightide; wie überhaupt die meisten Beachbreaks hier mehr Wasser bevorzugen. Ostwinde sind offshore. Ordentlicher Anfänger Spot.

8.

Banana Point

Rechter Pointbreak, Beachbreak

NW – W Swell, NO Wind, Mid – Hightide

#Anfänger#Fortgeschrittene

Rechter Pointbreak und Beginner Beachbreak
Der Banana Point ist ein relativ langer und gemächlich brechender rechter Pointbreak. Wenn er ist. Denn oft liegt der Sand falsch oder der Swellwinkel passt nicht. Der Untergrund ist Sand, was gut ist für Anfänger und alle Anderen mit Reefbreakängsten, allerdings für die Zuverlässigkeit der Welle nur mittel. Ein weiterer Lowtide Point. Ostwinde sind offshore. Idealer Swell kommt aus Nordwesten und hat knapp 2 Meter. Wenn der Point sich bitten lässt, gibt es auch noch einen Beachbreak mit durchschnitlichen Wellen.

9.

Anza

Beachbreak mit Riff

Kleine NW – W Swells, Ostwind, Mid – Hightide

#Anfänger#Fortgeschrittene

Beachbreak mit linken und rechten Peaks
Einige Rifffinger helfen dabei, ordentliche Sandbänke in Form zu halten und üblicherweise sieht Anza dann auch aus wie ein A-Frame Reefbreak. Läuft von Mid-Hightide. Ostwinde blasen offshore. Ein guter Spot für Intermediates.

10.

Tifnit

Rechter Pointbreak, Beachbreak

Alle NW – SW Swells, Ostwind, Alle Tiden

#Anfänger#Fortgeschrittene

Locals Liebling
Der Beachbreak von Tifnite ist ein verlässlicher Partner bei kleineren Swells und leichtem Nordostwind. Die Wasserqualität ist relativ gut hier. Nördlich des Dorfes sind mehrere interessante Reefbreaks zu finden.

Wetter und Conditions in Agadir

Die beste Reisezeit zum Surfen in Agadir

In Agadir geht die Surfsaison normalerweise von November bis März. Dann erblühen die Pointbreaks der Region, die in der Regel umso besser brechen, je mehr Swell sie bekommen. Aber die etwas exponierteren Spots von Tifnite und Imsouane sind auch in den Übergangsmonaten April und Mai eine gute Idee, denn dann ist wesentlich weniger im Wasser los, als zur Winter-Primetime.

Jan Feb März Apr Mai Jun Jul Aug Sept Okt Nov Dez
#Anfänger
#Fortgeschrittene #Fortgeschrittene
#Experten #Experten

Der Winter ist für die bekanntesten Surfspots nördlich von Agadir die einzige verlässliche Zeit. Natürlich verzichten die Locals aber nicht allein deshalb neun Monate lang auf das Surfen. Verschiedene Optionen wie Tifnit, Imsouane und auch Killers brechen durchaus auch in den Übergangs Monaten April, Mai, September und Oktober. Allerdings prägen dann oft recht unordentliche Line-Ups das Bild, weil auch der Wind nicht ideal bläst. Der Sommer ist für Agadir nicht zu empfehlen, es ist dann auch einfach unangenehm heiß in der Stadt.

Die Wassertemperaturen schwanken von Jahr zu Jahr. Wer vor hat, auch die nördlich von Agadir liegenden Spots auszuchecken, ist gut beraten einen warmen 4/3er Neo oder sogar einen 5/3er einzupacken, auch wenn oft der 3/2 reicht.

Das Hauptproblem für die Surfregion rund um Agadir sind die beständigen Nordwinde, die hier so stark blasen, dass regelmäßig das Wlan ausfällt. Nein, das ist nur eine gern benutzte Ausrede vieler Cafébetreiber, um Daten zu sparen. Der Wind ist aber wirklich ein Knackpunkt, also zum Surfen. Von November bis Februar tendiert er dazu, leicht nach Nordost zu kippen, im restlichen Jahr eher nach Nordwest. Dieser feine Unterschied ist für die relativ senkrechte Küste fundamental und bedeutet Barrels im einen und Onshore Durcheinander im nächsten Moment.

Übersicht über die Klimadaten und die Surfconditions

Wie kalt ist das Wasser in Agadir? Wie oft regnet es? Die folgende Tabelle liefert dir die grundlegenden Klimadaten für Agadir. Die Temperaturen sind Tagestemperaturen, nachts kann es im Winter manchmal empfindlich kalt werden.

Frühling: März – Mai; Sommer: Juni – August; Herbst: Sept. – Nov.; Winter: Dez. – Feb. / Luft: mittleres Temperaturmaximum / Wasser: langjähriges Mittel / Regentage: Tage mit mehr als 100 ml Regen pro Quadratmeter und Monat / Dünung: Durchschnittliche Größe der reisenden Setwellen

Frühling Sommer Herbst Winter
Luft 23 °C 26 °C 25 °C 21
Wasser 18 °C 21 °C 21 °C 17
Regentage 3 1 2 4
Dünung 1,3 Meter 0,5 Meter 1,2 Meter 1,8 Meter+
Surfbare Tage 60 % 20 % 65 % 85 %
Neo 3/2 2/1 2/1 4/3
Bewertung Mittel Schlecht Mittel Top
Surfen in Agadir: Blick auf die Hauptsurfbucht

Die marokkanische Küste rund um Agadir hat die perfekte Entfernung von den winterlichen Tiefdruckgebieten über dem Nordatlantik. Langperiodische Swells laufen sauber um das Cap Ghir nördlich von Taghazout und dann über die vielen sandbedeckten weltklasse Riffs der Region. Zusammen mit den warmen Temperaturen und den verlässlichen Sonnenstunden ist das Agadir ein ziemlich unwiderstehlicher Zufluchtsort für die kalten europäischen Winter.

Ein wichtiges Zubehör um gut ins Wasser und wieder rauszukommen, sind Reefbooties. Genau wie Surfwachs und Ersatzleashs bekommt man die natürlich vor Ort, günstiger ist aber Reservematerial gleich mitzunehmen.

Die Wassertemperaturen schwanken von Saison zu Saison und manchmal auch Swell zu Swell und ein Blick auf die aktuellen Daten einer Messboje oder ein Anruf beim Surfcamps  des Vertrauens sind eine gute Idee, um den richtigen Neo einzupacken.

Der richtige Neo und warum du Reefbooties einpacken solltest

Wegen der Kälte und nicht vor Erschöpfung aus dem Wasser zu gehen, ist super ärgerlich. Dank der modernen Wetsuits ist das nämlich ziemlich vermeidbar. Die folgende Tabelle ist eine Empfehlung. Die Erfahrung zeigt aber, dass die Wohlfühltemperatur und damit auch der richtige Neo Typsache sind.

Das Wasser in Agadir ist spürbar wärmer als im nahe gelegenen Imsouane. Pack den Neo lieber etwas dicker ein, als du denkst, denn auch der Windchill trägt zur gefühlten Temperatur bei. Wenn du von Agadir eher nach Süden orientierst, wird das Wasser tendenziell wärmer.

Monate(e) Wassertemp. Wetsuit
Jan. – März 17  °C 4/3
April 19 °C 3/2
Mai 19 °C 3/2
Juni – August 23 °C Boardshort
Sept. + Okt. 22 °C Boardshort
Nov. 19 °C 3/2
Dez. 17 °C 3/2

Ganz wichtig ist beim Neoprenanzug (wichtiger als die Dicke), dass er richtig passt! 4/3 bezeichnet die Dicke des Wetsuits in Millimetern. Arme und Beine sind dabei meist etwas dünner als der Torso, deshalb werden zwei Zahlen (manchmal drei) genannt. In die Pack- oder Kaufüberlegung sollte man auch die Lufttemperaturen und vor allem den Wind mit einbeziehen. Im Winter sollte man außerdem an Ohrstöpsel denken, um nicht das “Surfers Ear” als Andenken mit nach Hause zu nehmen – dabei wächst der Knorpel in der Ohrmuschel als Reaktion auf das permanent eindringende kalte Wasser.

Zusätzlich gehören ins Gepäck für Agadir Reefboties. Einige der Einstiege sind etwas hackelig und das Wasser ist teilweise leider immer noch recht schmutzig. In der Kombination bedeutet das, dass man lieber auf Nummer sicher geht, um Schnitte im Fuß zu vermeiden.

Die aktuellen Surf-Conditions in Agadir

Tips & Tricks
Wie lese ich einen Surf-Forecast?

Die wichtigen Informationen aus einem Forecast zu ziehen, ist eigentlich ganz einfach.

Schon früh zeichnen sich auf den Swellmaps der Vorhersagedienste vielversprechende Bedingungen ab, wenn sich ein größeres Tief über dem Nordatlantik dreht. Die lange Reisedauer der Wellen bis Agadir macht es möglich, auch kurzfristig für einen größeren Swell anzureisen. Etwas, was sich sonst nur Profisurfer erlauben können. Vor Ort ist es dann gar nicht so einfach abzuschätzen, welcher Spot an diesem Tag die besten Wellen und den richtigen Wind hat.

Die aktuellen Vorhersagen bekommt ihr auf https://de.magicseaweed.com/ oder https://www.surf-forecast.com/. Auch bei https://www.windguru.cz/ gibt es den Waveforcast und die genaueste Aufschlüsselung der Windvorhersage. Während jeder in kurzer Zeit lernen kann, einen Surf-Forecast zu lesen, ist es oft die Ortskenntnis der Locals und die Erfahrung mit vielen ähnlichen Surftagen, die die besten Entscheidungen trifft. Daher bieten auch beinahe alle Camps neben Kursen Guidings mit Spottransfers je nach Bedingungen an.

Anreise nach Agadir

Mit dem Flugzeug

Die einfachste und für die allermeisten auch einzige Art der Anreise ist das Flugzeug.

Wer Spaß und Geschick in Feilschen hat, kann sich für alle Strecken in Marokko ein bezahlbares Taxi organisieren, sei es von Agadir nach Marrakesh oder nur nach Imsouane. Für alle anderen dürfte der Service von Souk to Surf interessant sein. Hier wird man zu fairen Preisen in die verschiedenen Surferdörfer geshuttelt und kann (mit Anmeldung) auch problemlos eigenes Material transportieren.

Flugdauer: ca. 4 h 30 min
Preis: Etwa 100 Euro hin und zurück
Taxi Agadir – Taghazout: 1h, 25 Euro

Auf Vergleichsseiten wie Skyscanner, Swoodoo oder Kayak kann man auch sehr gut die verschiedenen Flugoptionen mit der Preisentwicklung abrufen.

Tips & Tricks
Mit Surfbrett fliegen

Dieser Artikel erklärt gut, worauf es ankommt, wenn man mit Surfbrett fliegen möchte!

Agadir
Düsseldorf Weeze Ryanair
Frankfurt Ryanair
München Condor
Wien Ryanair
Berlin Easyjet
Basel Easyjet

Mit dem eigenen Bulli nach Agadir fahren

Danach hast du vielleicht nicht gesucht, es soll hier aber trotzdem kurz Erwähnung finden. Schließlich ist die Bulli Tour entlang der europäischen Küsten bis nach Afrika der Klassiker schlechthin. Die Überfahrt über die Straße von Gibraltar dauert nur eine Stunde. Die Einreise ist wegen des Zolls manchmal etwas aufwendig und Fahrzeuge brauchen fast immer eine extra Versicherung, wenn man Europa verlässt. Allerdings: Wie viele Wellen, wie viel Küste, wie viel Kultur gibt es unterwegs zu entdecken? Und mit jedem Breitengrad lässt sich der Effekt des nahenden Winters umkehren und der beständige Regen der iberischen Nordküsten wird weniger. In Agadir angekommen, zeigt sich auch: Irgendwas mit Rädern und Motor ist schlicht die einzige echte Möglichkeit, um das ganze riesige Surf-Potential der Region zu heben.

3.300 km Entfernung Köln – Agadir
7-15 Reisetage
250 € Mautkosten
400 € Dieselkosten bei direkter Anfahrt

Eine ADAC Plus Mitgliedschaft ist bei einer so weiten Reise absolut essentiell und natürlich sollte man auch noch weitere Vorkehrungen treffen.

Tips & Tricks
Mautkosten sparen
Über die Route National Straßen fast mautkostenfrei an den Atlantik.

Deine Mobilität vor Ort

Auto mieten in Agadir

Agadir ist ein tolles Surfreiseziel. Ohne Auto kann es aber etwas beschwerlich sein, Wege zurückzulegen, speziell, wenn man mit eigenen Surfbrettern reißt. Die Optionen sind also, sich entweder auf einen Surfort festzulegen und den Urlaub dort zu verbringen, beziehungsweise die Shuttles der Surfcamps zu nutzen. Oder sich direkt ein Auto zu mieten. Wer in Marokko mit einem Camper unterwegs sein möchte, sollte sich schon vorher informieren, wo gute Standplätze zu finden sind. Ein hilfreiches Tool dafür ist etwa die App von Park4Night. Darüber teilen Nutzer ihre Stehplätze mit Fotos und Erfahrungsbericht.

Wer einen Mietwagen oder Campingbus fährt, ist leider besonders gefährdet, Opfer von Einbrüchen zu werden. Achtet deshalb unbedingt darauf, nichts Stehlbares im Auto zu lassen.

Günstige Mietwagen findet man einfach über Portale wie Check 24*. Die günstigsten Autos kosten nur rund 10 Euro am Tag! Unbedingt sollte man aber ein paar Dinge beachten, wenn man in Marokko ein Auto mieten möchte:

  • sind die Kilometer unbegrenzt oder können zusätzliche Kosten entstehen?
  • ist das marokkanische Pendant zur Mehrwertsteuer (20%) schon enthalten? 
  • Was deckt die Versicherung genau ab, wie hoch ist die Selbstbeteiligung, welche Optionen gibt es?
  • Ist die Flughafensteuer schon bezahlt?
  • Muss das Auto vollgetankt zurückgegeben werden?
  • Wie viele Fahrer sind inkludiert?
  • Unbedingt Schäden bei der Übergabe genau protokollieren
Surfen in Agadir: Mietwagen mieten

Gute Bewertungen und viel Auswahl: Auto mieten mit Europcar

  • Meist unbegrenzte Freikilometer
  • Mietschalter im Flughafenterminal
  • Günstige Vollkaskoversicherung
  • Hohe Kundenzufriedenheit

Europcar ist die führende Autovermietung in Europa. In Taghazout ist der Anbieter direkt im Terminal. Außerdem hat Europcar günstige Komplett-Pakete mit Vollkasko Versicherung und Diebstahlschutz. 

Campervan Vermieter im Detailvergleich

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min. Alter 19 18 21 21 21
Gesamtnote 1,4 1,9 2,0 2,0 2,4

Camper-Vermietungsplattformen: Die günstige Alternative

Wer in und um Agadir mit dem Wohnmobil reisen möchte, wird kaum darum herum kommen, entweder die lange Strecke selbst zu fahren, oder ein sehr teures Wohnmobil vor Ort zu mieten. Plattformen wie Paulcamper, Yescapa oder Campanda sind allerdings eine gute Alternative. Hier kann man Busse privat anmieten. Die Plattformen sind dabei Vermittler und stellen die Versicherung der Fahrzeuge. Auf diesen Seiten lassen sich sehr schöne Busse entdecken – und auch das ein oder andere Schnäppchen. 

Leider sind in Agadir selten Busse gelistet. Es kommt aber vor, dass zum Beispiel Surfcamp Mitarbeiter während der Saison ihren Bus vermieten und einstellen. Ein Blick auf die Seiten schadet jedenfalls nicht.

Surfcamps & Übernachtung

Agadir, Knotenpunkt der marrokanischen Surfcamps

Agadir selbst ist nicht ideal als Ausgangspunkt für einen Surftrip. Doch nur wenige Kilometer nördlich finden sich in Tamraght ideale Bedingungen für Einsteiger und Fortgeschrittene und eine weitere halbe Stunde nördlich mit Taghazout das absolute Dorado für Regular Surferinnen. Zwischen Tifnit und Imsouane operieren zahlreiche gute und weniger gute Surfcamps. Bei den meisten sind Surfkurse und Yogastunden ein essentieller Teil des Deals. Außerdem organisieren viele Camps auch direkt die Transfers zum Flughafen. Es ist auch sehr einfach vor Ort eine gute Unterkunft zu finden, aber wer schon weiß, dass er zum Surfen lernen nach Agadir kommt, und auf jeden Fall einen Surfkurs machen möchte, bucht am besten direkt ein Komplettpaket von einem der empfohlenen Camps.

Unser Tipp: Das Yalah Surf Camp

Surfen in Agadir: Yoga im Yalah Surfcamp
Surfen in Agadir: ein Mehrbettzimmer im Yalah Surfcamp
Surfen in Agadir: Blick von der Terrasse des Yalah Surfcamps
Surfen in Agadir: Der Anchor Point vom Yalah Surf Camp aus
Surfen in Agadir: Ziegen sitzen in einem Baum
Surfen in Agadir: Ein Doppelbettzimmer im Yalah Surfcamp
Das Camp

Das Yalah Surfcamp im Zentrum von Taghazout hat einfache, aber saubere Zimmer und überzeugt vor allem mit günstigen Paketpreisen und einem sehr hochwertigen Surf-Guiding.

Pro
  • beliebtes Surfcamp
  • Taghazout Zentrum
  • Surfguiding & Coaching
  • gute Paketangebote
  • Meerblick vom Esstisch auf der Terrasse
  • ab 399 Euro / Woche all inclusive
Contra
  • Nicht so luxuriös
  • Eher junge Gäste

Weitere Surfcamp Empfehlungen für Agadir

Surfen in Agadir: Die Terrasse des Oceana Surfcamps

Oceana Surfcamp & School

  • In Taghazout nahe dem Anchor Point
  • Appartements und Surfhostel mit Surfschule
  • Beeindruckende Aussicht über die Taghazout Spots von der Terrasse
  • Pakete zum Surfen lernen
  • Gutes Surfguiding
  • Unterkunft im Mehrbettzimmer, Frühstücksbuffet, 5 * Lunchpaket & Abendessen, Surfkurs inkl. Material und Flughafentransfers ab 350 Euro / Woche
Surfen in Agadir: Tajinems auf der Terasse des Surf Berber

Surf Berbere

  • Surfcamp im Zentrum von Thagazout
  • Café, Restaurant und Surfcamp direkt am Wasser
  • Kurse für alle Level
  • Ausbildung zum Surflehrer
  • Atemberaubende Lage & eines der beliebtesten Taghazout Camps
  • Unterkunft im Camp, Frühstück, Lunchpaket und Abendessen auf der Dachterrasse, Surfkurs inkl. Material für 440 Euro / Woche
Surfen in Agadir: Surfboards des Salt Surfcamps

Salt Surf Taghazout

  • Surfcamp im Oberdorf
  • Junges Surfcamp mit Charme und freundlichem Team
  • Unterkunft in Doppel- und Mehrbettzimmern
  • super freundliche Atmosphäre
  • Hochwertiger Yogaunterricht & gute Surfkurse
  • Unterkunft, großer Surfkurs inkl. Material, Frühstück und Abendessen, Flughafentransfers ab 315 Euro / Woche
Surfen in Agadir: Der Pool des Solid Surf House

Solid Surf House Morocco

  • Surfvilla in Tamraght
  • Beliebtes Surfcamp, gute Alternative zu Taghazout
  • Tipp für Tamraght
  • Tolles Essen, tägliche Surftrips & gute Zimmer
  • Terrasse und Pool
  • Sehr komfortable Unterkunft, großer Surfkurs inkl. Material, Frühstück, Lunchpaket & Abendessen, Yoga, Flughafentransfers ab 329 Euro / Woche
Surfen in Agadir: Die Nicebase in Tamraght

Nice Base Surfhostel

  • Surfhostel in Tamraght
  • Veganes Hostel
  • vielfältiges Sport- und Workshopangebot
  • Großer grüner Garten mit beeindruckender Kletterwand
  • Pool und Skatebowl inkl. Sauna und Yoga Stunden gegen Aufpreis
  • Unterkunft im achter Zimmer mit Frühstück für 25 Euro / Nacht. Paketpreise auf Anfrage – Gute Option für alle SurferInnen mit Auto
Surfen in Agadir: Eines der schönen Zimmer des Olo Surf and Nature

Olo Surf & Nature

  • Surfvilla im Imesouane
  • Großer Pool & Tolles Essen
  • Am Einsteiger Point The Bay, ideal um Surfen zu lernen
  • Luxuriöse Unterkunft
  • Imsouane Surf und Chill Vibe, ruhige Atmospähre
  • Vollverpflegung, Transfers, Yoga, großer Surfkurs, Material auch außerhalb der Kurszeiten & Unterkunft im Mehrbettzimmer für 549 Euro / Woche
Surfen in Agadir: Das günstige Boilers Surf House

Boilers Surfhouse

  • Günstiges Hostel direkt am Surfspot Boilers
  • Keine Shops oder Restaurants in der Nähe
  • Sehr familiär, nettes einfaches Hostel
  • Budget Tipp
  • Authentische Unterkunft
  • Unterkunft mit Frühstück, Mittag- und Abendessen für 12 Euro / Tag oder 70 (!) Euro / Woche. Halber Tag Surfkurs in Kleinstgruppe für 25 Euro.
Surfen in Agadir: Ein Bulli über Mysteries.

Surf Camp Moknari

  • Family Stay Surfcamp
  • Am Intermediate Surfspot Desert Point
  • Keine Shops oder Restaurants in der Nähe
  • Sehr familiär & authentische Unterkunft
  • Verschiedene Camp-Optionen für alle Surflevel
  • Unterkunft mit Frühstück, Mittag- und Abendessen (Vollverpflegung), großer Surfkurs inkl. Material, Flughafentransfers für 360 Euro / Woche

Campingplätze in Agadir und Umgebung

Rund um Agadir in der Nähe der Surfstrände gibt es einige Campingplätze. Oder so etwas ähnliches. Die meisten Gäste kommen aus Marokko und Frankreich und bringen entweder ihr Wohnmobil mit oder schlafen in gemieteten Bungalows. Das im deutschen namensgebende Zelt (Zeltplatz) sieht man hier nur selten. Zusammen mit dem Mangel an Bäumen verstärkt das den Eindruck, auf einem etwas teureren Wohnmobilstellplatz mit Pool, Restaurant und Sanitären Anlagen zu stehen. Grundsätzlich kann man (vor allem südlich von Agadir) in Marokko auch vielerorts frei stehen, allerdings drohen Repressionen durch die Polizei genauso wie Überfälle, die zwar sehr selten sind, aber vorkommen. Die meisten Reisenden fahren daher von Camping zu Camping. Eine Nacht mit dem Wohnmobil kostet in der Regel um die Zehn Euro.

Übersichtskarte Camping mit Markern für

  • #Campingplätze
  • #Wohnmobilstellplätze

Die wichtigsten Camping- bzw Wohnmobilstellplätze rund um Agadir

1.

Camping Imsouane

#Campingplatz

Schöner Camping mit kleinen Fischerboothütten
Ein sehr schöner Camping am nord-östlichen Dorfende, nahe dem Strand la Catedral. Der Camping bietet neben Stellplätzen schöne kleine Schlafhütten aus Holz. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob sie Booten nachempfunden sind, oder tatsächlich aus alten Fischerbooten sind. So oder so eine Empfehlung.

GPS-Koordinaten: 30.846200, -9.821748
http://www.campingimsouane.com/

2.

Atlantica Park

#Campingplatz

Campingplatz mit Bungalows und Wasserpark
Wer einen günstigen Bunglaow und einen Pool mit Wasserrutschen sucht, wird hier fündig. Für Surfer eher nicht die erste Adresse.

GPS-Koordinaten: 30.589256, -9.748088

3.

Camping Terre d’Ocean

#Wohnmobilstellplatz

Großer Wohnmobilstellplatz oberhalb der Steilküste
Nichts besonderes, aber ein guter Ausgangspunkt für die Wellen von Taghazout. Hier finden sich fast nur große teure Wohnmobile. Die Nacht kostet zu zweit 10 Euro.

GPS-Koordinaten: 30.563227, -9.742751
http://terredocean.com/

4.

Camping Aourir

#Campingplatz

Günstiger Camping etwas versteckt im Hinterland
Der Camping Aourir ist ein ordentlich gepflegter Platz etwas im Landesinneren und ein guter Ausgangspunkt für die vielen Wellen zwischen Agadir und Taghazout. Auch dieser Platz erinnert an einen Wohnmobilstellplatz, man kann aber auch zelten.

GPS-Koordinaten: 30.494670, -9.623160
https://camping-aourir.com/

5.

Camping Takat

#Campingplatz

Sehr schöner Camping in der Nähe von Tifnite
Der Camping Takat gilt als einer der schönsten Plätze Marokkos. Das liegt daran, dass er sehr gepflegt ist und das Personal sehr nett. Trotzdem ist auch das nur ein sehr guter Wohnmobilstellplatz mit schönem Pool. Etwas schwer zu erreichen, dafür sind die Wellen von Tifnit recht nahe.

GPS-Koordinaten: 30.25355840273, -9.5846726799011

Weitere Tipps für Agadir

Surfshops

In den kleinen Surferdörfern nördlich und südlich von Agadir gibt es einige eigenständige Surfshops. Außerdem haben die Surfcamps meist etwas Material und machen Reparaturen. Bei der Board- oder Neomiete sollte man auf Schäden achten. Wachs und eine Ersatzleash packt man am besten noch zu Hause ein.

Surfen in Agadir: Der Shaper FAHD

FAHD Handmade Surfboards

Netter Shaper in Tamraght, der auch günstige und vor allem hochwertige Reparaturen anbietet. Was auch ein Vorteil ist: Hier wird in einer professionellen Shaping Bay und mit Mundschutz gearbeitet, Fiberglas und Harz landen nicht einfach in der Gasse und mit dem nächsten Regen im Meer wie mancherorts in Taghazout.

Plus Code (was ist das?): G869+QP Tamraght, Marokko

Surfen in Agadir: Der Surgery Surfshop

Surgery Taghazout

Anfängerboards und guter Shortboardquiver, Verleih und Verkauf von Material, Reparaturen und Zubehör.

Plus Code: G7VR+QH Taghazout, Marokko

Surfen in Agadir: Ein Tank-Top aus dem Habo Surfshop

Habo Surfshop Taghazout

Kleiner feiner Surfshop, gut sortiert, mit kompetenter Beratung und sympathisch. Gute Option für Surfboard und Neo Rentals, außerdem günstige Surfkurse in Kleingruppen.

Plus Code: G7VR+GH Taghazout, Marokko

Surfen in Agadir: Der Reef Point Surfshop

Reef Point Surfshop Imsouane

Einer der professionellsten Shops in der Region. Viel Auswahl und mit etwas Verhandlungsgeschick auch gute Preise. Außerdem ist der Inhaber Ahmed super sympathisch.

Plus Code: R5RH+7P Imsouane, Marokko

Sehenswürdigkeiten und Ausflugstipps

Tipps für Tage ohne Swell

Surfen in Agadir: Ausflug mach Imsouane

Imsouane

Wem die Geschäftigkeit in Agadir zu anstrengend ist, der fühlt sich vielleicht in Imsouane wohler. Die Welle war eine Zeitlang ein wirklicher Geheimtipp. Dann baute man einen richtigen Hafen und die Welle verschwand für mehrere Jahre. Seit 2011 ist die Welle zurück und bot eine Zeitreise zu den Secret Spots der 70er. Wenn ich nochmal anfangen würde mit dem Surfen, ich würde direkt nach Imsouane gehen. So viel Zeit auf der Welle sammelt man in drei Sommern Nordspanien nicht.

Surfen in Agadir: Ausflug ins Paradise Valley

Paradise Valley

Eine Oase inmitten der kargen Mondlandschaft mit ihrem spärlichen Bewuchs. Der Fluss Tamrhakht fließt in diesem surrealen Tal durch verschiedene Becken und Fälle hinab. Im Winter, also zur Surfsaison ist der Wasserstand am höchsten und der Sprung von den Klippen am Sichersten. Auch das paradiesische Tal leidet und ächzt unter der schieren Zahl der Besucher. Komm am besten frühmorgens und sammel vielleicht noch ein bisschen Müll zusätzlich, um deinem Karma etwas gutes zu tun. Beinahe überall kann man Touren ins Valley buchen, es empfiehlt sich aber, sich eigenständig auf den Weg zu machen.

Surfen in Agadir: Der Souk

Souk in Agadir

Der Souk el Had von Agadir ist der ideale Ort, um vor der Heimreise Gewürze, eine Tajine und eine Teekanne zu kaufen, um sich den Sommer über immer mal wieder an gute Taghazout Momente zu erinnern. Ehedem der Sonntagsmarkt, daher auch der Name, hat der Markt seine elf Tore heute an allen Tagen außer Montags geöffnet. 2500 Stände gibt es hier und von Elektronik bis zu Mangos alle Wunder des Kapitalismus zu kaufen.

Packliste für Agadir

Das soll keine vollständige Liste sein, sondern vor allem Dinge aufzeigen, die besonders bei einem Surftrip nach Agadir nicht fehlen dürfen.

Surfen in Agadir: Erste Hilfe Set einpacken

Reiseapotheke & erste Hilfe Set

  • Kohletabletten: gg. Durchfall
  • Steri-Stripes: Wunden pflastern statt nähen
  • Iberogast: Gut bei Magen-Darm Problemen
  • Wundschnellverband
  • Vaseline: Dank der ewigen Points läuft man viel im Neo und scheuert dich gerne mal was auf
Surfen in Agadir: Selber kochen

Kochen

  • Wer selber kochen will sollte sich in Agadir oder schon zu Hause eine kleine Gewürzkiste zusammenstellen. In den Hostels ist oft nur Salz und Öl.
  • Ein gutes Taschenmesser findet auch Verwendung!
Surfen in Agadir: Sonnenschutz einpacken

Sonnenschutz

  • Gute Sonnenbrille
  • Kappe, die auch bei Wind sitzt
  • Viel Sonnencreme LSF 50
  • Zinkcreme
Surfen in Agadir: Kreditkarte nicht vergessen

Geldbeutel

  • Kreditkarte mit gratis Abhebungen (DKB, comdirect, N26)
  • Reisepass
  • Kopie der Dokumente
  • Nummern der Bank und der dt. Botschaft

Alkohol, Restaurants und der ganze Rest

Surfen in Agadir: Die Drogen Politik der Regierung

Drogen

Der Islam verbietet Alkohol und auch wenn die touristisch geprägten Surferdörfer vergleichsweise tolerant sind, gibt es nur wenige Restaurants, an denen Bier und Wein ausgeschenkt werden. Kaufen kann man Alkoholika nur in Agadir oder (sehr teuer) bei manchen Hotels. Stattdessen konsumieren viele Marokkaner Kif, aber Achtung: Auch das ist verboten und Touristen werden mit Vorliebe kontrolliert. Genießt am besten einfach einen gesunden Detox Urlaub und gönnt euch das ein oder andere Feierabendbier im Surfcamp eures Vertrauens. Oder bleibt ganz beim fantastischen süßen Minztee, der wirklich allgegenwärtig ist.

Surfen in Agadir: Kneipen und Bars

Restaurants & Bars

In Marokko ist es auch für nicht so wohlhabende Familien nicht ungewöhnlich, auswärts zu essen, oder sich essen zu holen. Das Niveau der einheimischen Küche und die Preise dafür sind daher oft ganz unglaublich. Die größte Chance auf authentische Küche hat man an der Hauptstraße in den hochfrequentierten Läden in Tamraght Tamri und Agadir. Kommt auf keinen Fall auf die Idee, in Agadir in eine Kneipe gehen zu wollen. Die Atmosphäre gleicht der einer Matratzen Concord Eröffnung. Nur, dass keine Frauen erlaubt sind.

Surfen in Agadir: Lange Kleidung ist angesagt

Kleidung

Zwar ist Agadir die knappe Kleidung der Touristen gewohnt, schließlich kommen jedes Jahr genug davon. Verlässt man allerdings den Strand, geziemt es sich, etwas verhüllendere Kleidung zu wählen, speziell auf dem Souk oder in der Medina der Städte.

Surfen in Agadir: Kochuntensilien

Einkaufen & Kochen

Wer kann, sollte auf dem Markt Lebensmittel kaufen. Ansonsten gibt es in Agadir viele Geschäfte, kleine und große. Selber kochen ist in den meisten Hostels ohnehin nicht ganz einfach, weil die Ausstattung mit Küchengeräten wie mit Gewürzen und Öl meist recht sparsam ist. Eine gute Variante ist, sich mit leckerem Obst, Oliven, Avocados und Fladenbrot zu versorgen und Nachmittags, wenn die Garküchen den meisten Durchlauf haben, essen zu gehen. Wer regelmäßig kochen möchte, packt am Besten ein gutes Messer ein.

Surfen in Agadir: Die Wasserqualität ist immer ein Thema

Wasserqualität

Agadir hat ein Problem mit der Wasserqualität. Durchfallerkrankungen gehören zur Tagesordnung. Es landet einfach zu viel Abwasser und Müll im Meer. Besonders die Tage nach stärkeren Regenfällen sind problematisch, weil über die trockenen Flussläufe viel Unrat ins Meer gespült wird. Das ist ein echter Downer und für viele ein Grund, nur ein paar Tage in Agadir oder Thagazout zu verbringen und sich auch noch Imsouane oder Sidi Ifni und Tifnit im Süden anzuschauen.

Surfen in Agadir: Bus und Taxifahren

Bus und Taxi Fahren

Meistens gibt es zwei Arten die Dinge in Marokko anzugehen: Mit einem breiten Lächeln und etwas Fatalismus oder mit Stirnrunzeln und ausdauerndem Diskutieren. Wer am Flughafen in Agadir ankommt, wird sofort von der Souk Realität eingeholt. Auf dem Flughafengelände werben zahlreiche Taxifahrer um die ankommenden Surfer und wedeln mit offiziellen Preislisten. Offiziell sind die Listen, aber niemand hält sich daran. Eine gute Idee ist es, sich für die weiteren Strecken ein paar Tage im Voraus zu informieren und einen Transfer abzusprechen.

Surfen in Agadir: Was es beim Geld zu beachten gibt

Geld

Die lokale Währung sind Marokkanische Dirham. 10 Dirham sind rund ein Euro. ATM gibt es in Agadir viele, in den Surf-Dörfern aber nicht. Wichtig ist, sich auf seine Kreditkarte verlassen zu können und nichts für die Abhebungen bezahlen zu müssen. So kann man immer wieder kleinere Beträge abheben. Es ist illegal, Dirham ein oder auszuführen. Keine gute Idee ist es, Euros zu wechseln, dabei kommt man immer schlechter weg, wenn man nicht sogar klassisch übers Ohr gehauen wird. Beim Abheben ist es immer günstiger, den Betrag in Dirham und nicht in Euros zu verrechnen. → Mehr über Reisekreditkarten

Surfen in Agadir: ein Buchtipp

Buchtipp

Zum Schluss etwas Versöhnliches: Das Buch “Das nackte Brot” von Mohamed Choukri erzählt von der elenden und erbarmungslosen Jugend des Autors auf berührende Weise und in einer Sprache, die sich ihrer Nacktheit nicht schämt. Aufgewachsen im Rif und in Armut findet Choukri, der erst mit Anfang Zwanzig Lesen und Schreiben lernte, einen Weg, liebevoll und voller Verständnis auch für die eigenen Vergehen von diesem marokkanischen Jungen zu erzählen, der er selbst war. Das Buch erschien 1982 in Casablanca und wurde später in Marokko verboten.

FAQ

Wann ist die beste Zeit, um in Agadir zu surfen?

Die beste Zeit sind die Wintermonate. Am besten ist es von November bis Februar. Auch der März ist oft noch gut. Der April mit Abstrichen. Im Winter sind die Swells regelmäßig groß genug, um die etwas versteckten Pointbreaks zum Feuern zu bringen. Auch der Wind ist nicht ganz so stark und kommt eher aus Nordosten.

Wie sind die Wellen in Agadir?

Agadir selbst hat nur einen schlechten Beachbreak, aber die Wellen in der Region sind herausragend. In Taghazout, das gut 20 Kilometer nördlich liegt, dominieren rechts brechende, lange Pointbreaks das Bild. Einige Wellen brechen schnell und hohl, andere eher gemächlich. Insgesamt sind die meisten Pointbreaks durchaus geeignet für Intermediates und einige sogar für Anfänger. Die lange Periode der Swells sorgt für meist nicht gigantische, aber sehr kraftvolle Wellen. An vielen Spots ist die Strömung relativ stark.

Was ist das Besondere an Agadir?

Rund um Agadir sind mehrere hochklassige Spots. Anchor Point zählt mit Sicherheit zu den Top-5 Wellen in Afrika und the Bay in Imsouane ist eine der besten Wellen der Welt, um das Wellen schräg absurfen zu lernen. Zu der gerade für Intermediates herausragenden Wellenqualität kommt, dass Flüge und Unterkünfte günstig sind, das Wetter unschlagbar schön ist und die ganze Kultur eine besondere Erfahrung.

Wie kommt man am Besten nach Agadir?

Der Flug aus Deutschland nach Agadir dauert gut 4 Stunden und kostet nicht viel Geld. Günstige Flüge werden vor allem von Easyjet und Ryanair angeboten.

Was sind die besten Orte zum Surfen in Agadir?

Gute Orte sind etwa Tifnit, das eine lange Bucht mit Einsteigerwellen hat, Tamraght, wo sich einige Pointbreaks befinden und Taghazout, der bekannteste Ort zum Surfen der Region. Rund um Agadir gibt es mehr als 30 gute Surfspots, viele davon hochwertige und konsistente rechtsbrechende Pointbreaks.

Fazit

Die Region um Agadir zählt zu den absoluten Klassikern, will man dem tristen deutschen Winter ein Schnippchen schlagen. Die Qualität der Wellen und des Wetters und das niedrige Preisniveau haben in den vergangen Jahren nochmal für einen rasanten Zuwachs an Surfcamps gesorgt. Die Situation ist teilweise unübersichtlich und es operieren auch Betreiber, die keine Berechtigung haben, Betten oder Surfkurse anzubieten. Das Wachstum hat außerdem zu einer weiteren Verschlechterung der Wasserqualität gesorgt, die vor allem in Taghazout problematisch ist. Nach Regenfällen sollte man mehrere Tage ganz auf das Surfen verzichten, wenn man gesund bleiben möchte. Das Problem mit der Wasserqualität i ist massiv und steht in eklatantem Gegensatz zu dem Yogi & Health Image, das sich viele Surfcamps auf die Fahnen schreiben. Tatsächlich wäre zu wünschen, dass sich hier schnell etwas ändert.

Agadir und Umgebung bietet eine einmalige Wellenqualität für den kleinen Geldbeutel und Top-Bedingungen, um sein Surfen zu verbessern. Eine gute Idee ist es, offenen Herzens nach Agadir zu fliegen und sich selbst ein Bild zu machen.