Soft Board im Test: Kaufratgeber & Tipps 2020

Softboards im Test: Kaufratgeber & Tipps 2020

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Softboards sind in erster Linie Surfbretter zum Surfen lernen. Mittlerweile sind sie in Surfschulen sogar Pflicht und gegenüber ihren Hartplastik Vorfahren haben die Schaumstoff-Bretter (auch liebevoll Foamies genannt) tatsächlich nur Vorteile: Sie haben mehr Volumen bei gleicher Größe, sind flexibel, haben eine griffige Oberfläche und vor allen Dingen haut man weder sich selbst noch anderen den Kopf damit ein.

“Foam is your friend. Don’t be scared of it. A little bit of extra foam here and there is good for the soul, and your surfing.”

Rob Machado

Mit cleveren Manövern im Wasser und im Internet haben ein paar Marken aber einen regelrechten Softboard-Hype begründet. Als Brett für die ganze Familie oder eine Quatsch-Session im JOB Style funktionieren Softboards auch tatsächlich – an die Performance der anderen Bauweisen kommen sie aber nicht ran und wer genau hinsieht merkt, dass auch die weltbesten Surfern auf Softboards anfangen zu schwimmen.

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Auf einen Blick

Die Vorteile von Softboards

  • unkaputtbar (abgesehen vom Snappen s.u.)
  • guter Grip
  • minimiertes Verletzungsrisiko
  • super Auftrieb (gute Wavecatcher)
  • gutes Familiensurfboard
  • günstiges Einstiegsboard

Die Nachteile von Softboards

  • schlecht zu transportieren
  • schwieriger zu manövrieren
  • aus fossilen Rohstoffen
  • schlecht recyclebar

Softboard-Typen

Softboards als Anfänger- und Schulungsbretter

Maßgeblich geprägt hat die Entwicklung der Surfbretter für Anfänger und Surfschulen der französische Mischkonzern BiC, der ansonsten hauptsächlich für Einwegrasierer, Feuerzeuge und Kugelschreiber bekannt ist. Viele Surfschulen setzen nach wie vor auf die klassischen Lernbretter der Firma, die G-Boards. Im Vergleich mit anderen Softboards sind die Bretter aber eher teuer. Die allermeisten guten Angängerbretter sind diesen BiC Boards nachempfunden und haben die gleichen oder ähnliche Features:

  • Weiche Schaumstoffbauweise
  • Extrabreit & dick für Stabilität und Volumen
  • bewährter Mini-Malibu Shape
  • Kern aus Polyurethan (PE)
  • Zwei Stringer für Flex und Stabilität
  • Slick Skin auf der Unterseite
  • Weiche Finnen für Sicherheit & Performance
  • EVA Rails
  • Mittlerer Rocker gegen das Einstechen

Die richtige Größe für dein Anfänger-Softboard

Die folgende Tabelle ist ein guter Richtwert für die Bretter von BiC und die meisten anderen Anfänger Softboards. Generell gilt, dass einige auch mit kleineren Brettern gut zurecht kommen und andere lieber eine Nummer größer wählen. Anders als bei Shortboards muss man die Größe nicht ganz dogmatisch sehen, denn auch die kleinsten der Softboards für Erwachsene haben schon richtig viel Volumen.

Länge in Fuß Körpergewicht
6’0 bis 50 kg
7’0 bis 65 kg
8’0 bis 75 kg
9’0 mehr als 75 kg

Viele Surfschulen machen die Erfahrung, dass die meisten Anfänger auch mit dem 8’0 BiC (Größe m) zurechtkommen, egal, ob sie 80 kg oder 60 kg wiegen. Wer sich also ein Brett teilen möchte, sollte sich wahrscheinlich für diese Länge entscheiden. Aber auch ein 244 cm Brett ist gar nicht so leicht im Auto unterzubringen.

Das richtige Volumen anzugeben ist nicht ganz so einfach. Anfänger sollten sich mindestens 50 Liter unter die Brust packen. Für fortgeschrittene SurferInnen sind 40 Liter eine gute Orientierungsmarke. ExpertInnen, die sich noch ein Foamie in den Quiver packen, können auch Boards ab 30 Litern surfen. Diese Richtwerte sind auch hilfreich, wenn man mit mehreren Personen ein Softboard nutzen möchte, was fast immer sinnvoll ist.

Anfänger Softboards im Vergleich

Surfboard Norden Malibu
Softboard
Decathlon
Olaian 500
BiC
G-Board Evo
Softech
Roller
*
Größen 5’1 bis 10’8 6’0 bis 8’6 6’0 bis 9’0 6’0 bis 8’4
Material EPS, geglast EPS, laminiert PE Kern EPS
Stabilität ++++ ++ +++++ +++
Features +++++ ++++ ++++ ++++
Preis (8’0) 449 Euro 189 Euro 469 Euro 339 Euro
Bewertung Top Gut Top Gut

Oft bekommt man nur wenige Informationen zu dem genauen Aufbau der Produkte. Dabei kann man sogar mit dem noch günstigeren Modell von Decathlon anfangen und einigen Spaß haben. Natürlich merkt man beim Flex und der Steuerbarkeit Unterschiede, aber keine, die den Preisunterschied von mehreren hundert Euro rechtfertigen würden. Der wirkliche Unterschied ist die Haltbarkeit.

Die Hauptgefahr für ein Soft Board liegt darin, gesnapt zu werden. So heißt es, wenn Surfboardkerne und Herzen brechen. Decathlon* selbst gibt daher einen Gewichtsbereich von 40 bis 65 Kilo für das 8’0 an. Der bei Decathlon verbaute EPS Kern bricht relativ leicht. Auch Norden und andere Hersteller verbauen EPS, also geschäumtes Polystyrol, bei Norden wird es aber noch geglast. Das ist dann quasi ein normales Brett, das nochmal einen weichen Überzug erhält. Einen anderen Weg geht BiC mit einem Polyethylen Kern. Der bricht nicht, hat aber tendenziell eine kürzere Haltbarkeit als EPS. Klingt paradox, daher nochmal. EPS bricht recht leicht, wenn es aber nicht bricht, hält es länger Flex und Form als PE. Für den normalen Einsatz spielt das aber keine große Rolle. Man sieht diese Einschränkung etwa auch daran, dass Decathlon zwei Jahre Garantie auf die meisten Softboards gibt  – Bruchschäden davon aber ausnimmt.

Soft Board im Test: Das Schulungsbrett von Ocean and Earth

Man kann also mit einem günstigen Brett Glück haben und es lange (in softeren Wellen) surfen. Es kann aber auch schnell vorbei sein mit dem Spaß. Außerdem ziehen einfache Softboards oft Wasser mit der Zeit, auch, wenn sie anderes versprechen. Ein weiterer Unterschied betrifft das Deck, das man bei dem Decathlon und dem Softech Board ziemlich vollwachsen muss, um Grip zu haben. Wenn ein häufiger Einsatz also ziemlich wahrscheinlich ist, sollte man mehr Geld in die Hand nehmen. Die führenden Surfschulmodelle unterscheiden sich dann nicht wirklich und sind alle top zum Surfen lernen und quasi unkaputtbar.

Es gibt allerdings auch Unterschiede im Shape, so sind die BiC Boards dünner als viele anderen. Das ist zum Paddeln und angleiten etwas schwerer, hat aber eine bessere Stabilität zur Folge. Idealerweise testet man verschiedene Varianten.

Performance Softboards

Einer der Hauptvorteile der segensreichen Softboarderfindung ist – wir erinnern uns – deren Unkaputtbarkeit. Nun, das ist nur die halbe Wahrheit. Während ordentliche Softboards so gebaut sind, dass ihnen (außer mit scharfen Gegenständen) kaum eine Macke beizubringen ist und sie kein Wasser ziehen, kann es durchaus passieren, dass das Board im Shorebreak bricht. Der zweite Nachteil von Softboards für ambitionierte Surfer ist, dass die Boards meist deutlich voluminöser ausfallen und daher kaum ins Auto passen. Schließlich surft es sich auf einem Softboard, da kann es sich noch so technisch geben, einfach nicht so radikal wie auf einem geglasten Board. 

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Dafür hat man ein Brett, dass sehr gut angleitet und einen Haufen Wellen erwischt. Gerne werden die Dinger für Spaß Sessions benutzt: Man kann zu zweit surfen und anderen Bullshit im JOB Style machen, ohne große Verletzungsgefahr. Zur Performance: Einerseits stimmt es irgendwie, die Dinger sind wendig und agil und bis zu einem gewissen Punkt auch fehlerverzeihend, andererseits lassen sie keine zu harten Turns zu und viele Shortboard Manöver führen zum Abwurf. Aerials habe ich auch noch keine gesehen. 

Das klingt jetzt alles nicht so erbaulich, doch es gibt einen Twist: Obschon das mit der Performance Quark ist, sind die Softboards von Catch Surf und anderen hippen Marken ziemlich gut zum Surfen. Ihr Hauptvorteil liegt tiefer in der Psychologie des Surfens: 

“The best Surfer out there is the one having the most fun”

Phil Edwards

In diesem Sinne performen Softboards für fortgeschrittene Surfer tatsächlich, allerdings vor allem an Tagen mit verblasenen und fragwürdigen Bedingungen. Das Softboard hilft dir, an einem mittelmäßigen Tag viele Wellen zu surfen, Dinge auszuprobieren und den unverkrampften Spaß der Anfänge wiederzuerleben. 

In dieser Rolle ist das Softboard aber natürlich nur eine Quiver-Ergänzung und unter anderem deshalb haben die meisten Softboards dieser Kategorie einen kurzen, breiten Shape: Ein Kompromiss aus der Spielzeug-Zuschreibung, kleinem Packmaß und Performance.

Performance Softboards im Vergleich

Surfboard Catch Surf
Odysea JOB Quad
*
Decathlon
Olaian 900
Softech
Brainchild
*
Ocean & Earth
Fester Softboard
*
Größe 5’6 5’4 5’8 5’2
Volumen 42 Liter 44 Liter 42 Liter 40 Liter
Material Dual Composite EPS, laminiert EPS Kern EPS
Stabilität +++++ +++ +++ +++++
Features ++++ ++++ ++++ ++++
Preis 389,95 Euro 189 Euro 375 Euro 340 Euro
Bewertung Top Sehr gut Gut Top

Bei den etwas kürzeren Softboards, die sich gleichermaßen für Anfänger eignen und von Könnern in die Barrel gesteckt werden, sieht man ein ähnliches Bild wie bei den Anfängerboards. Die Qualität unterscheidet sich graduell, die Preise auch. Einzig Decathlon* sticht hier heraus und bietet ein ordentliches Board weit günstiger an. Den Preisunterschied merkt man am ehesten an der Verarbeitung, die Boards delaminieren wenn sie Hitze ausgesetzt sind an einzelnen Stellen recht schnell. Bei den teureren Brettern schneidet das Ocean & Earth Board am besten ab, es kann mit drei Stringern aufwarten und ist generell steifer und stabiler als die Kollegen gebaut. Der Blog Landratten hat einen schönen Test zum Catch Beater in der Nordsee geschrieben.

Softboards für Kinder

Für Kinder kann man bei der Softboard Wahl kaum komplett daneben liegen. Da die meist nicht so viel wiegen, ist auch die Sache mit der Bruchgefahr zu vernachlässigen. Es gibt – grob gesagt – zwei Arten von Softboards für Kinder. Zum einen Bodyboard-ähnliche Bretter meist niedriger Qualität, zum anderen die kleinsten Ausführungen der “Performance Softboards”. Für die allermeisten lohnt sich der Kauf der teureren und qualitativ hochwertigeren Bretter, weil diese “mitwachsen” und auch Papa und Mama mal eine Runde darauf drehen können.

Softboards für Kinder / die ganze Familie im Vergleich

Surfboard Catch Surf
Odysea 54
*
Decathlon
Olaian 500
VidaXL
Surfboard 170
*
Softech
Rocket Fish
*
Größe 4’6 6’0 162 cm 4’8
Volumen 32 Liter 40 Liter na 29 Liter
Material Dual Composite EPS, laminiert EPS + XPE EPS
Stabilität +++++ +++ + +++++
Features ++++ ++++ +++ ++++
Preis 340 Euro 130 Euro 75 Euro 260 Euro
Bewertung Top Sehr gut mittel Sehr gut

Bei den Kinderboards findet sich ein ähnliches Bild wie bei den größeren Brettern: Je mehr Geld man in die Hand nimmt, desto besser wird die Qualität. Ausnahmen bestätigen die Regel. Wenn das Board nur im Sommerurlaub zum Einsatz kommt, reicht ein Decathlon Brett auf alle Fälle. Soll die ganze Familie darauf zugreifen können, sollte man eher nach einem etwas robusteren Brett (etwa von Ocean & Earth oder Catch Surf) schauen und sich in Richtung der 40 Liter Volumen orientieren. Nicht zu empfehlen ist das Board von VidaXL. Natürlich kann man sagen, ich möchte ja nur ein paar Mal darauf im Weißwasser rutschen, da reicht ein billiges Brett. Dann ist es aber besser, sich ein Brett zu leihen. Sonst hat man im Zweifelsfall einen Haufen nicht abbaubaren Müll rumliegen.

Die Softboards von Decathlon*

Ja, die Foamies von Decathlon bekommen einen eigenen Abschnitt. Der Sportartikel Discounter schafft es einfach, die Konkurrenz um mindestens 100 Euro zu unterbieten. Es lohnt sich aber, genau hinzuschauen. Etwa auf den Umstand, dass man Garantie bekommt, nur nicht auf Bruchschäden. Außerdem hat sich in der Softboard Szene das Wachsen des Decks großflächig durchgesetzt. Bei den Decathlon Decks war das aber immer schon äußerst notwendig. Die Schulungsbretter von BiC brauchen dagegen nicht unbedingt Wachs. An solchen Details merkt man den Unterschied. Oder auch daran, dass Decathlon zu den günstigeren Brettern eine absolute Schrott Leash mitgibt. Zum Surfen in Nordspanien kann die nicht gedacht sein. 

Alles in allem sind die Bretter aber zu empfehlen und das Preis/Leistungs Verhältnis ist kaum zu schlagen.

Das Decathlon Surfboard Olaian 100 aus Schaumstoff

Für unter 80 Euro gibt es das Einsteigerboard von Decathlon. Es wiegt gerade einmal 3 Kilogramm, hat einen EPS Kern, zwei Stringer und ein PE Deck. Das Modell richtet sich an Kinder und Einsteiger und eignet sich laut Decathlon aber “auch für fortgeschrittene Surfer (bis 70 kg), die gelegentlich in kleinen Wellen surfen (außer Shorebreak Wellen).” Zwischen den Zeilen liest man mit: Die Dinger brechen Schnell, wenn sie eine Lip abbekommen.

Soft Board im Test: Das Modell Softboard 100 von Olaian / Decathlon
Quelle: Screenshot von www.decathlon.de

Wie es sich surft, hat der Blog Landratten getestet. Nicht so schlecht, wie es scheint. Das Manko ist aber die Haltbarkeit. “Für häufigeren Gebrauch empfehlen wir das Modell 500” heißt es dazu von Decathlon.

Facts:

  • Günstiges Softbaord für 79,99 Euro
  • Konstruktion aus EPS mit PE Überzug
  • Bis 70 KG
  • Extrem schlechte Leash dabei
  • Geschraubte Finnen
  • Zieht Wasser
  • Klassischer Mini Malibu Shape 
  • Größen von 7’0 bis 8’2

Das Decathlon Surfboard Olaian 500 aus Schaumstoff

Die mittlere Preiskategorie der Decathlon Boards dürfte der Bestseller sein. Es gibt die Boards in verschiedenen Größen von 6’0 bis 8’6. Die Preise orientieren sich stark an den unterschiedlichen Boardlängen und gehen von 130 bis 230 Euro. Die Boars sind deutlich stabiler als die 100 Reihe. Das längste Brett gibt es außerdem noch mit Anti-Rutsch Pads. Außerdem gehört ein Haltegriff zu den Features. Bei knapp 7 Kilo Gewicht ist das auf jeden Fall sinnvoll.

Soft Board im Test: Das Modell Softboard 500 von Olaian / Decathlon
Man sieht: Es funktioniert auch in größeren Wellen. / Quelle: Screenshot von www.decathlon.de

Für die meisten Urlaubs-Surfer reicht die 500 Reihe. Der Kern ist aus HDPE und mit drei Holzstringern verstärkt. Finnen und Leash sind besser als bei den ganz billigen Boards und können tatsächlich benutzt werden. Allerdings haben auch diese Boards Nachteile: Das Volumen ist gigantisch und kleine, leichte Surfer tun sich mit dem Steuern schwer. Ohne die Anti-Rutsch Matten sind die Boards sehr glitschig. Und außerdem dringt durch die Finnenkästen und eventuelle Beschädigungen des PE – Decks mit der Zeit gerne Wasser ein. Trotzdem ein solides Einsteigerbrett zum unschlagbaren Preis.

Facts:

  • Günstiges Softbaord ab 130 Euro
  • Konstruktion aus EPS mit PE Überzug
  • Bis 115 KG
  • Ordentliche Leash
  • Geschraubte Finnen
  • Zieht mit der Zeit Wasser
  • Klassischer Mini Malibu Shape 
  • Größen von 6’0 bis 8’6

Das Decathlon Surfboard Olaian 900 aus Schaumstoff

Das High End Modell, wenn man so will. Der Kern ist wiederum aus EPS, allerdings mit einem hochwertigen PE-HD Rahmen umschlossen. Dadurch sind die 900er wesentlich weniger anfällig dafür, Wasser zu ziehen. Außerdem haben die Boards richtige Finnenkästen, auch das hilft. Und abgesehen von dem Longboard ist auf allen Brettern ein Trackpad verklebt. Das kürzeste Brett dieser Baureihe imitiert sogar den etwas extravaganten Shape der Catch Surf Boards. Die Bandbreite der Größen ist 5’4 bis 9’0. 

Soft Board im Test: Das Modell Softboard 900 von Olaian / Decathlon
Das ist doch recht gelungen, so optisch?! / Quelle: Screenshot von www.decathlon.de

Je nach Länge kosten die Boards 170 bis 270 Euro. Decathlon sieht die Zielgruppe bei diesen Boards bei Intermediates, die sich und andere an vollen Spots schützen möchten. Ob Surfer wirklich so denken? Ich würde mir eher einen leereren Spot suchen. Trotzdem sind die Bretter zu empfehlen, die Bauweise ist noch mal deutlich besser als bei den 500er Boards und bei den verschiedenen Längen und Shapes sollten fast jeder etwas finden. Während man bei den 500er etwas den Eindruck gewinnt, hier sollte das Volumen um jeden Preis erhöht werden, sind die 900er etwas dünner. Das ist für die Stabilität im Wasser sehr hilfreich.

Facts:

  • Günstiges Softbaord ab 170 Euro
  • Konstruktion aus EPS mit PE Überzug
  • Bis 115
  • Leashplug, ohne Leash
  • Finnenkästen
  • Zieht kaum Wasser
  • Verschiedene Shapes
  • Größen von 4’6 bis 9’0

Decathlon-Tipp:

Wer sich nicht sicher ist, welches der Softboards das richtige ist, kann mit der Kundenkarte von Decathlon ein Board bis zu drei Tage testen. Allerdings lohnt es sich, kurz anzurufen, welche Modelle gerade verfügbar sind. Oft sind es eher die Kinderboards.

Softboard Kaufen: Darauf muss man achten

Die Bauweise

Es ist nicht ganz leicht, den Wald aus technischen marketing Begriffen zielstrebig zu durchwandern. Im Wesentlichen setzen die Hersteller auf EPS. Das ist geschäumtes Polystyrol. Je nach dem wie aufwendig man das macht, ist es wasserdicht. Auf jeden Fall ist es sehr leicht. Dafür bricht es auch schnell. Um das zu verhindern wird der Kern durch Holzstringer gestärkt. Je mehr, desto besser. Außerdem wird der Kern bei den teureren Brettern von einer Schutzschicht ummantelt. Bei den günstigen Brettern ist das schon das Deck. Weil man nicht reinschauen kann und die Begriffe so verwirrend sind, kann man sich an anderen Merkmalen orientieren:

Die Leash

Wenn eine Leash dabei ist, schau ob sie an beiden Enden einen Wirbel hat, der sich frei verdrehen lässt. Wie gut lässt sich die Leash dehnen? Je fester, desto besser. Wirken die Klettverschlüsse hochwertig? Und, ganz wichtig: Wie wird die Leash am Board befestigt? Im Idealfall ist ein Leashplug fest und unabhängig von den Finnen verbaut.

Die Finnen

Oft ist ein Satz Finnen dabei, die entweder eine softe Kante haben oder insgesamt recht weich sind. interessanter ist, wie sie befestigt werden. Einige Finnen werden durch die Boards geschraubt, mit großen Plastikschrauben. Oft tritt hier Wasser ein, wenn man die Schrauben nicht regelmäßig nachzieht. Bei den BiC Boards ist das allerdings unproblematisch, weil der PE Kern kein Wasser zieht. Mittlerweile setzen viele teurere Marken auf Finnenkästen, bei denen die Finnen gewechselt werden können. Einige sind auch mit FCS Finnen kompatibel. Wenn du nach einem Performance Foamie suchst, ist das zu empfehlen.

Die Größe

Die richtige Größe hängt von verschiedenen Faktoren ab. Am Wichtigsten: Deine Surferfahrung. Anfänger sollten kein zu kleines Board kaufen, weil man damit die Wellen nicht so gut erwischt. Zu groß sollte es aber auch nicht sein, denn dann lässt es sich schwer manövrieren. 8 Fuß sind eine gute Länge zum Anfangen. Persönlich finde ich die flachen Bretter mit weniger Volumen – so wie das BiC Evo etwa – besser als die Tanker unter den Softbaords. Da gibt es aber individuelle Vorlieben.

Softboard Pflege

Jetzt heißt es in jedem Satz, die Dinger seien nicht kaputt zubekommen, und dann kommt ein Absatz über die Pflege? Naja, ein paar Dinge sollte man schon beachten. Die Konstruktion aus Schaumstoff bringt mit sich, das die Bretter nicht leck schlagen. Man kann sich auch am Strand draufsetzen. Gleichzeitig ist dieses softe Material aber anfällig für Sonne und Salzwasser. Beherzigst du allerdings ein paar rudimentäre Tipps, hast du lange Freude an deinem Soft Board:

  • Finnen bzw. Finnenkästen regelmäßig festziehen
  • Boards nicht in die Sonne legen
  • Boards nicht im heißen Auto lassen
  • regelmäßig mit Süßwasser abspülen
  • Die Leash abnehmen und sandfrei verstauen

Fazit

Bei den Surfboards für Anfänger hat sich erfreulicherweise richtig was getan und man bekommt mittlerweile günstig gute Softboards. Trotzdem sollte man sich die Frage stellen, ob man das Ding wirklich braucht. Denn einerseits ist es noch ein Brett, dass dir im Weg rumgeht und andererseits sind die verbauten Materialen maximal Ressourcen verbrauchend. 

Richtig gut sind die Bretter zum Surfen lernen und außerdem als Brett für die ganze Familie. Eine gute Idee ist, sich bei einem Verleih oder bei Decathlon ein Brett für den ersten Urlaub zu leihen, um zu sehen, wie viel es wirklich genutzt wird. Wenn man dann zuschlägt, sollte man sich für ein besseres Brett entscheiden. Bei ordentlicher Pflege und Lagerung hält sich das Board dann auch etwa 10 bis 15 Jahre.

Bei den Anfängerboards geben sich die Top Modelle wenig und sind alle zu empfehlen. 

Die besten Familienboards sind wahrscheinlich breitere Modelle mit etwa 40 Litern Volumen.

Kinder können auch noch kleinere Boards wählen. Die allermeisten dürften mit den Decathlon Boards der Linien 500 bzw. 900 göücklich werden. Alle diese Bretter werden in Südostasien produziert und zwar letzlich zu einem großen Teil aus Öl. Etwas in die richtige Richtung geht der Ansatz der Firma Torq, die es immerhin schafft, bei der Produktion nicht zu viel Kunststoff herzustellen. In wie fern das allerdings einen echten Unterschied macht, sei dahingestellt. 

Mein Tipp daher: Überleg dir, ob ein Softboard eine sinnvolle Anschaffung für dich ist und kauf was ordentliches, falls ja.

FAQ

Sind Softboards geeignet zum Surfen lernen?

Ja aber sicher doch. Softboards sind durch den Auftrieb und das weiche Material ideal zum Surfen lernen.

Was kostet ein gutes Soft Board?

Ein ordentliches Softboard gibt es ab etwa 150 Euro vom Sportartikeldiscount. Wenn es ein Markenbrett sein soll, muss man schon eher 300 Euro in die Hand nehmen.

Woran erkennt man ein gutes Softboard?

Nicht ganz einfach. Gute Indizien sind die Qualität und Befestigung der Leash und der Finnen. Wenn beides einen hochwertigen Eindruck macht, ist wahrscheinlich auch das Board ganz gut. Ansonsten schaut man sich die Materialien an und die Verarbeitung.

Wie finde ich die richtige Größe?

Die richtige Größe hängt von deinem Können, Gewicht und dem Einsatzzweck des Boards ab. Willst du es alleine nutzen? Mit der ganzen Familie? Muss es in den Kofferraum passen. Das sind alles Punkte, die man berücksichtigen muss.

Welche Marken machen die besten Softboards?

Das lässt sich nicht so pauschal sagen. Viele Surfschulen nutzen die Boards von BiC. Wer besonders hochwertige Bretter sucht, wird bei Norden fündig. Verspielte Shortboard Foamies hat etwa Catch Surf im Angebot. Außerdem gibt es gute und günstige Bretter von Decathlon.

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