Surfen in Corralejo

Surfen in Corralejo

Was haben Schottland, Hawaii und Fuerteventura gemeinsam? Genau, die North Shore als ewigen Mythos der Surfpilgerschaft und Initiationsritus der Locals . In Corralejo werden die Wellen geritten, die dich für immer abhängig machen oder dein erstes und einziges Surfbrett wird im Beachbreak von Cotillo halbiert und treibt unbeholfen und unbefohlen wie das Floß der Medusa (Gute Reiselektüre!) über den Atlantik.

Die folgende Tabelle gibt dir eine knappe Übersicht über die Wasser- und Lufttemperaturen und die besten Surfmonate.

SaisonWinter/FrühlingSommer/Herbst
Beste ReisezeitDezember – MärzOktober, November
WellensicherheitSehr hochSehr hoch
Wassertemperatur17 – 19 °C20 °C
Lufttemperatur min – max13 – 24 °C16 – 27 °C
Sonne / Regenetwa 12 % Regentageetwa 8 % Regentage

Die beste Reisezeit für Carralejo hängt von deinen Vorlieben und deinem Surfkönnen ab. Das Wetter ist ganzjährig mild und trocken, das muss man tatsächlich zu schätzen lernen, jedenfalls auf Dauer, wenn der Kontrast fehlt. Konstante Swells treffen die Nordküste ab Oktober, im Oktober und November ist das Wasser noch warm genug, um an den seltenen windarmen Tagen in Boardshorts oder Bikini zu surfen. Allerdings schützt der Neo ja nicht nur vor Kälte, sondern auch vor Blessuren und bietet etwas Auftrieb. Das kann zum Beispiel sehr angenehm sein, wenn die Leash reißt. Der Sommer ist überwiegend klein und verblasen, für absolute Surfanfänger finden sich aber geeignete Bedingungen.

Surfen in Corralejo: Beste Spots

Spotübersicht für Corralejo (mit Karte)

Klicke die Markierungen in der Karte an, um einen Spotsteckbrief mit den besten Bedingungen aufploppen zu lassen!

1 El Cotillo
2 Punta Gorda
3 Derecha de los Alemanes
4 El Hierro
5 The Bubble
6 Majanicho
7 La Caleta
8 Generoso
9 Bristol
10 Bajo del Medio
11 Isla de los Lobos

Mittlerweile sind die allermeisten Surfspots auf die ein oder andere Weise im Internet auffindbar. Es gibt allerdings immer noch so manchen versteckten “Secret Spot”. Das sind aber mehr und mehr Spots, die nur bei ganz bestimmten Bedingungen funktionieren und vor allem deshalb nicht die Massen anziehen. Für manche Locals sind diese Spots die letzten Rückzugsorte. Darum achten wir hier darauf, nur schon einigermaßen bekannte Spots aufzuführen.

Solltest du der Meinung sein, dass ein bestimmter Spot hier nichts zu suchen hat, dann schreib uns bitte. Wir löschen ihn dann. Für die meisten von uns deutschsprachigen Festland-Ferien-Surfreisende ist das gar nicht unbedingt ein Verlust, weil uns andere Dinge wichtig sind, als für den spanischen Local. Außerdem gehört das Wellensuchen immer noch zu den schönsten Beschäftigungen auf einem Surftrip.

Spotbeschreibungen für Corralejo (West bis Ost)

Fuerteventura ist eine Vulkaninsel, daher ist die Unterwasser Geologie ziemlich einzigartig für die “Alltags” Surfziele der europäischen Surfer. An der Nordküste sind derart viele gute Reefbreaks auf kleinem Raum, dass das Finden und Auseinanderhalten schon eine Herausforderung sein kann. Die Insel fällt steil ins Meer, weshalb die ganze Power der Swells in Wellen umgesetzt wird. Gut kann man das am einzigen “echten” Beachbreak der Nordküste bewundern, in El Cotillo.

El Cotillo hat selten gute Wellen, bei Offshore und Swell bricht meist ein großer, suckiger Close-Out auf die parallel zur Küste verlaufende Sandbank. Der Spot eignet sich also eher bei nicht so tollen Bedingungen zum Weißwasser üben. Vorsicht vor der Strömung auf das Meer hinaus!

Surfen in Corralejo - Die Power der Wellen
Die Wellen nahe Corralejo treffen mit viel Power auf die Lavariffs aber eben auch auf den Sandstrand von Cotillo – das Ergebnis sieht man hier.

Hat man sich ausgetobt und durchgewaschen, ist man bereit für die North Shore. Die Spots liegen hinter kleinen und unscheinbaren Küstenbiegungen an einer sandigen, Mietwagen zerstörenden Piste aufgereiht.

Punta Gorda ist der erste öfter gesurfte Spot von Westen kommend. Der vor großem Swell und Wind geschützte Spot hat gute Linke, eignet sich wegen der starken Strömung aber nur für erfahrene Surfer.

Am Strand von Hierro sind gleich (mindestens) drei hochwertige Reefbreaks zu finden. Die Derecha de los Alemanes heißt nicht ohne Grund so, ist aber eine hervorragende Rechte für Intermediates. Bei Westswells und Low bis Mid Tide eine gute Option, auch das einfache Rauspaddeln ist ein Argument, hier Reefbreak Erfahrung zu sammeln.

Surfen in Corralejo - Derecha de los Alemanes
Einstieg zur Derecha de los Alemanes. Für einige der Spots lohnt es sich, Booties einzupacken.

Direkt östlich ist El Hierro, das linksbrechende Pendant zur Derecha. Bei größeren Swells kann man sich aber in unangenehme Situationen surfen, weil hier nicht so ein fetter Channel hilft, sondern direkt die nächste Welle wartet:

The Bubble ist ein A-Frame und wartet mit Linken und Rechten Wellen auf, die schnell und hohl über das flache Riff brechen. Ein Spot für sehr gute Surfer!

Majanicho ist dagegen wieder ein guter Spot für den “Durchschnitts Lollo” – Je nach Swellgröße funktioniert das äußere oder das innere Riff und bietet lange, easy Rechte.

Surfen in Corralejo - La Caleta
Diese war zu schnell, aber alles in allem bietet Fuerte gute Bedingungen für nicht-mehr-ganz-Anfänger.

Schon recht nah an Corralejo ist La Generosa, die Großzügige. Vorwiegend dicke, gemütliche Linke brechen hier bei Low bis Mid Tide und Westwind.

Die absolut beste Welle (hier kann man endlich einmal mit Recht pauschalisieren) findet sich allerdings nicht auf Fuerte selbst, sondern gegenüber an der Isla de los Lobos.

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Klassisches Isla de Los Lobos

Eine bis zu 400 Meter lange Rechte schält sich an der Küste entlang und zaubert Lächeln in die meisten Gesichter. Wer nicht lächelt, ärgert sich womöglich gerade über einen der anderen 50 Surfer – Bei guten Bedingungen sortieren sich mehrere Line-Ups nacheinander. Los Lobos erreicht man am Besten mit einem privaten motorisierten Schlauchboot, dass Surfer für 10 – 15 Euro von Corralejo zur Welle fährt und 2-3 Stunden später wieder einsammelt.

Surfen in Corralejo: Spot-Tipps

LevelAnfängerIntermediatesVanreisende
LieblingsspotFlag BeachLos LobosEl Hierro
SilbermedailleCotilloLa DerechaParede
GeheimtippShooting GallerySalinas

Conditions Checken!

Die Bedingungen an den Stränden könnt ihr bei verschiedenen Anbietern kostenlos checken, etwa auf surf-forecast.com oder magicseaweed.com. Magicseaweed hat die wahrscheinlich übersichtlichste App und bietet zusätzlich die Breakinformationen des Stormrider Surfguides. Übrigens lohnt es sich kaum, für die Pro Version zu bezahlen, weil langfristige Vorhersagen ähnlich unsicher sind, wie langfristige Wettervorhersagen allgemein. Am genauesten aufgeschlüsselt sind die Tabellen von Windguru, der ersten Adresse für Windinformationen (der Name sagt es ja schon).

Surfen in Corralejo: Surfcamps & Surfschulen

Mittlerweile gibt es auch auf Fuerteventura einige Surfcamps und Surfschulen. In Corralejo und der Umgebung sind allerdings nicht so viele, weil die Spots der Nordküste eher erfahrene Surfer ansprechen und die Ostküste nur selten Wellen abbekommt. Die Surfcamps in Corralejo und Umgebung ähneln sich, was ihr Angebot angeht und bieten meist Pakete aus Unterkunft, Surfkurs und Flughafentransfer.

Da es zahlreiche Unterkünfte in Corralejo und Cotillo gibt, die vor Allem in der Surfsaison nicht ausgebucht werden, weil das halt selbst hier der Winter ist, bieten die meisten Surfcamps auch separate Wohnungen an. Eine günstige Alternative ist dann aber, sich bei einem Pauschalreisen Anbieter Flug, Mietwagen und Unterkunft zu buchen. Ein Punkt von Camps ist ja schon das Gemeinschaftsding und wenn das eh nicht gegeben ist, kann man sich ja auch anders organisieren. 

Surfcamps in Corralejo:

Das Sunwave Surfcamp Corralejo bietet Unterkunft und Surkurs Packages ab 265 Euro. 

Planetsurfcamps hat auch eine Surfvilla in Corralejo und öfter sehr günstige Last Minute Aktionen, aktuell 7 Tage für 199 Euro (Oktober bis Dezember).

Auch Wavetours und Blue Juice arbeiten mit lokalen Anbietern zusammen, um in Corralejo Surfcamps anbieten zu können.

Surfcamps in Cotillo:

Während die Camps in Corralejo ein Partyframing präsentieren, tritt Freshsurf in Cotillo eher als Oase der Ruhe auf. Allerdings sind die Preise auch entsprechend höher, als bei den Partycamps.

Eine gute Alternative scheint das Pure Surfcamp zu sein, im Surfhouse selbst finden nur 9 Reisende Platz, aber Pure hat günstige Pakete geschnürt und bietet im Gegensatz zu den anderen Anbietern auch dreimal Abendessen pro Woche – in Kooperation mit Restaurants vor Ort.

Deutlich teurer, dafür aber tatsächlich “All Inclusive” ist das Blue Juice Camp in Cotillo – Für 600 Euro wird man im Doppelzimmer untergebracht, bekommt Frühstück und Abendessen, 5 Tage Surfkurs und Leihmaterial für die ganze Woche.

Surfen in Corralejo: Bulli / Mietwagen mieten

Mobil zu sein hat auch auf Fuerteventura einiges für sich. Ein fahrbarer Untersatz ist sogar die Grundvoraussetzung, um einige der Spots zu erreichen. Allerdings gibt es auch Cons: Diebstahlsdelikte in Fuerte beziehen sich beinahe immer auf Autos oder Wohnmobile. Der namensgebende starke Wind kann einem schlaflose Nächte bescheren und tagsüber Sand in die frisch gewaschenen Teller wehen.

Surfen in Corralejo - Mietwagen ausleihen
Der Mietwagen muss einiges aushalten auf Fuerteventura – zum Glück gibt es eine Selbstwaschstation in Corralejo.

Im Gegensatz zu Festlandspanien sind auf Fuerte noch recht wenige Wohnmobilisten unterwegs. Die Frage ist auch, ob sich die teure Miete im Vergleich zu einem Mietwagen lohnt. Es soll auch Sparfüchse geben, die das milde Klima ausnutzen und den Mietwagen einfach für eine Woche zum Bulli umdeklarieren.

Der andere große Gehirnfresser für die Mietwagen Miete auf Fuerte ist der Zustand der Straßen. Um zu den Surfspots zu gelangen ist man gezwungen, Sandpisten und Geröllwege zu nehmen. Inwiefern man sich gegen Schäden (die trotzdem überraschend selten sind) versichert, muss sich jede/r selbst überlegen. Der Straßenzustand ist auch der Grund, warum man deutlich mehr Zeit für die Anfahrt zum Spot einplanen sollte, als man das gewohnt ist. Dazu kommt noch, dass es durch die Nähe des jeweils nächsten Spots immer verlockend erscheint, den auch noch zu checken.

In Corralejo wird der offensichtlichste Vorteil von Mietwagen besonders offenbar: man muss sie nicht zum Ziel der Reise fahren, beziehungsweise segeln. Vor Ort einen Camper zu mieten ist schneller und günstiger, darüber hinaus bekommt von vielen Vermietern sehr gute Informationen zu Stehplätzen und Stränden an die Hand. Außerdem kann man einiges an Material aus einer Hand dazu buchen, wenn man das möchte. Im Vergleich zum Urlaub in einer gemieteten Unterkunft, fällt so viel organisatorischer Aufwand weg.

In Corralejo beziehungsweise Puerto del Rosario, dem Flughafen Fuertes, gibt es sowohl professionelle Surfvanvermietungen, als auch private Angebote.

Ein großer Pluspunkt für den Geldbeutel ist der steuerliche Sonderstatus der Kanaren, der Sprit für Bus und Fahrerin durchaus überraschend erschwinglich macht.

Die Profis: Ventura Van

Ventura Van hat neben klassischen Wohnmobilen auch Surfer Busse im Angebot, und das zu überraschend günstigen Preisen. Das Modell Venturer überzeugt durch sein Unscheinbares Äußeres bei gleichzeitig pragmatischem und vielseitigen Ausbau. Die Versicherung ist bei dem Wochenpreis von 490 Euro inklusive. Der VW California kostet 530 Euro, hat aber auch Schlafplätze für bis zu 4 Personen. Durchaus eine Überlegung wert, oder nicht?

Die Originale 1: Hanggtime

Hanggtime vermietet VW Busse des Typs T3 (Bullis), was an sich schon mal fantastisch ist. Der Gedanke, einen schnellen Bus zu mieten, weil man nur wenig Zeit hat, kann ja paradoxer Weise auch das Gegenteil bewirken, weil man aus dem Gehetze des Alltags dann gar nicht recht entfliehen kann. Das kann euch mit einem Bulli eher nicht passieren. Hanggtime vermietet nicht per se Bullis, das sind aber ihre Standardbusse. Mit Vollkaskoversicherung und einigen Extras wie Tisch mit Stühlen landet man bei grob 550 Euro pro Woche. Vorausgesetzt, die 1500 Freikilometer / Woche reichen. Aber wo sollte man die auch verfahren?

Die Originale 2: Vans and Sands

Vans&Sands hat sich komplett dem VW T3 verschrieben. Das führt zu einer übersichtlichen Preisgestaltung und auch hier kostet die Woche 550 Euro. Dabei sind allerdings diverse praktische Gadgets und auch versteckte Kostenfänger wie Bettwäsche oder die Solardusche inklusive. Da der Anbieter von den Kanaren ist und Whattsapp Support anbietet, hat er vermutlich die besten Tipps für Stellplätze und Surfspots.

Alternativen zu den großen Anbietern

Die individuellste Variante ist, über eine Plattform wie paulcamper  oder auch airbnb einen Van “privat” anzumieten. Paulcamper tritt dabei nur als Vermittler auf und stellt die Versicherung der Fahrzeuge. Hier ist es noch am Wahrscheinlichsten, ein Schnäppchen zu machen. Außerdem gibt es häufig viel gutes und campererprobtes Zubehör. Die Vermieter sind schließlich selbst Reisende. Das erhöht allerdings im Schadensfall oder bei Missverständnissen über die Mietmodalitäten auch das Konfliktpotential. Die private Anmietung oder die Miete über eine vermittelnde Plattform benötigt also am meisten Organisation, dafür kann man sich seine Vermieter und den Van aber auch selbst aussuchen.

Wegen der Versicherung und weil viele, die ihren Bus auf Fuerteventura vermieten, in dieser Zeit dann selbst in einem Hotel unterkommen oder sich einen Mietwagen nehmen, ist aber auch bei dieser Variante wenig unter 60 Euro die Nacht zu machen.Einen größeren Überblick über das Thema “Bulli mieten” habe ich hier zusammengestellt.

Surfen in Corralejo: Sonstige Reisetipps

Corralejo ist ein ehemaliges Piratennest. Heute versprüht es diesen Charme allerdings nicht mehr, leider oder zum Glück. Der schönere Ort ist wahrscheinlich Cotillo, etwaige Partys müsste man aber doch in Corralejo suchen. Die Beliebtheit der Ferieninsel Fuerteventura liegt in der günstigen und schnellen Anreise von Deutschland aus begründet, udn darin, dass Reiseanbieter hier früh durch Pauschalangebote günstige Konditionen herausgehandelt haben. In der Folge dieses Touri Booms, der heute vornhemlich noch an der Südostüste zu bestaunen ist, haben viele gemerkt, wie gut sich das Eiland zum Windsurfen eignet. Und erst dann kamen so langsam die Wellenreiter auf den Trichter. Da die Infrastruktur (also abgesehen von den Straßen) steht, kann man beinahe nirgends einen so günstigen Surftrip ins warme um Weihnachten herum machen, wie hier. Aber auch die anderen Sportarten sind einen Versuch wert, etwa Kiten, Windsurfen, Tauchen …

Ansonsten gibt es nichts viel zu erleben auf Fuerteventura und das ist vielleicht einer der Hauptvorteile der Insel. Welches Buch wolltest du schon das ganze jahr lesen und kamst nicht dazu?

Top 3 Corralejo Tipps

3: Pauschalangebote checken: Für so individuelle Individuen wie SurferInnen mag es abwegig erscheinen, aber ein richtig guter Fuerte-Reisetipp ist, Flug, Mietwagen und Unterkunft aus einer Hand zu buchen. Da die Surfmonate November, januar und Februar Nebensaison sind, kann man echte Schnäppchen erwischen.

2: Reperaturzeug einpacken: Dank der Herrschaft der Reefbreaks auf Fuerte, ist es recht wahrscheinlich, dass ihr früher oder später etwas an den Surfboards reparieren (lassen) müsst. Aber nichts ist so lästig, wie bei guten Bedingungen durch die Gegend zu fahren Reperaturzeug zu kaufen oder die Boards  abzugeben und dann wieder abholen zu müssen, in der Hoffnung, dass sie auch schon repariert sind. Sich selbst ein gutes Repairkit zusammenzustellen ist nicht schwer und spart Nerven und Geld!

1: Bücher und Spiele einpacken: Irgendwann ist jeder platt gesurft und auf Fuerte ist abgesehen von der Nahrungsaufnahme sonst nicht mehr so viel zu abzuurlauben – die Gelegenheit um runterzukommen, zu lesen oder zu spielen.

Surfen in Corralejo: Fazit

Nicht ohne Grund ist Corralejo so etwas wie die Surfhauptstadt Fuerteveturas. An der Nordküste, die direkt hinter der Stadt beginnt, liegen die Reefbreaks so nah beieinander, wie in Europa sonst nur in Ericeira. Gut, Fuerte gehört streng genommen zu Afrika, aber das ist ja nur noch ein Vorteil, der angenehme Temperaturen zu Land wie zu Wasser mit sich bringt.

Allerdings sollte man sich darüber im Klaren sein, dass es natürlich nicht nur Vorteile gibt. Sonst wären ja zwischenzeitlich nicht nur gefühlt sondern tatsächlich alle Surfer jeden Winter da unten. Der größte Upturner ist der Wind. Er steckt ja schon im Namen der Insel, und zwar als starker. Es kann schon vorkommen, dass man aus Corralejo an die Nordküste fährt, das Surfboard aus dem Kofferraum des Mietwagens zieht und es dann erstmal davon fliegt. Aber auch das aride Klima kann nerven. Ich zumindest hab den ein oder anderen Regenschauer zwischendurch ganz gern. 

Die Surfbedingungen und die einfache Anreise sind allerdings gute Argumente für mich, darüber hinwegzusehen, dass ich einen ganzen Surftrip lang in keinen Wolkenbruch gerate.

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