Camper mieten Nordspanien

Camper mieten in Nordspanien

Warum sollte man sich einen Camper zum Surfen mieten?

Eine der großartigsten Möglichkeiten des Reisens ist – wie ich finde – das Vagabundieren entlang der atlantischen Küste von Strand zu Strand. Die große, alles entscheidende aristotelische Frage nach der eudeimonia (dem guten Leben) wird hier mit wenigen Worten beantwortet. Was brauchst du zum Glücklichsein?

In Campingstühlen unter Sternenhimmel und über dem Meer zu sitzen, ein Glas Wein auf der Stoßstange des Bullis abgestellt, kommt der Sache jedenfalls verdammt nah. Wer das nicht genießen kann, muss sich wohl professionellen Rat holen. Aber wie das halt so ist – wir Menschen sind irrlichternde Tölpel – treffen auf dem Weg Entscheidungen, die Sicherheit und Stabilität versprechen, und plötzlich ist ein dreimonatiger Roadtrip von Hossegore nach Peniche und zurück weiter entfernt als eine Reise zum Mars.

Kleinere und größere Bulli und Van Vermietungen versprechen jetzt auch Kurzzeitreisenden ohne eigenes fahrendes Bett dieses Glücksgefühl. Doch eines vorne weg: sie lassen es sich auch vergolden. Für einen günstigen Surftrip muss man es schon geschickt anstellen. Wie es klappen kann erfahrt ihr in diesem Text. Neben dem bloßen Gefühl, hat es aber noch weitere Benefits, sich einen Camper zu mieten: man muss sich nicht um eine Unterkunft und einen Mietwagen (logisch) kümmern, bekommt häufig gute Informationen über Wellen und Stehplätze an die Hand und kann in aller Regel Zubehör wie Surfbretter oder Neoprenanzüge direkt dazubuchen. Der Hauptvorteil bleibt, flexibel auf die Bedingungen reagieren zu können.

Camper mieten: Die Vorteile auf einen Blick

  • Deutlich günstiger als der eigene Bus
  • Man kann sich flexibel nach den Bedingungen richten
  • Man ist generell ortsungebunden
  • Keine Transfers vom Flughafen zur Unterkunft
  • Unterkunft/Mietwagen in einem
  • Surfmaterial kann oft direkt dazu gebucht werden
  • Schlafen am Surfspot
  • Gute Option für Kurztrips
  • Zu dritt oder viert sehr günstiger Trip
  • Schnelle An- und Abreise
  • In der Surfsaison sehr gute Schnäppchen
  • Spot-Tipps von Vermietern

Welche Wohnmobilvermietungen in Nordspanien sind die Besten für Surfer?

Die wichtigste Bedingung ist natürlich, dass die Wohnmobilvermietungen in der Nähe eines Flughafens in der Wunschregion Fahrzeugdepots haben. Es gibt aber noch weitere Kriterien, die für einen gelungenen Surftrip erfüllt sein sollten: Wer nicht zu viel Zeit in Organisation stecken möchte freut sich, wenn online alles übersichtlich wähl- und buchbar ist. Eine flexible Drop-off Regelung macht auch Sinn, günstige Flüge sind ja gern sehr früh oder spät. Freikilometer, falls man doch ein Stück zu den Wellen fahren möchte.

Einige junge Unternehmen haben sich auf Surfreisende spezialisiert und berücksichtigen neben den genannten noch weitere Faktoren (siehe unten). Die Camper haben dann zum Beispiel keine Sat-Anlage, aber viel Stauraum. Indie Campers ist einer dieser Anbieter und hat Fahrzeuge und Material in Bordeaux, Bilbao und Porto für die erweiterte Region Nordspanien.

Überblick über die besten Surfvan Vermietungen in Nordspanien

Anbieter
Website++++++++++++++
Preis++++++++++++
Standorte+++++++++++++
Fahrzeuge++++++++++++++++
Ausstattung++++++++++++++
min. Alter1823 (21 anfragen)2323
Surfmaterialja jaAnfrageAnfrage
Gesamtnote1,21,62,73,1

Am schnellsten und einfachsten bekommt man in Nordspanien bei Indie Campers einen Van. Die Website ist sehr übersichtlich und die Busse sind  optimal auf einen Surftrip ausgerichtet. Surf-Cars hat nur einen Standort in Santander, was allerdings ziemlich genial gelegen ist. Hanggtime und Europe-by-van sind etwas unübersichtlich, weil sie an Partnerfirmen vor Ort vermitteln, dadurch ist z.B. die Verfügbarkeit nicht sofort ersichtlich. Eine detaillierte Übersicht über die genannten Anbieter und ihre Vor- wie Nachteile findet ihr weiter unten im Vergleich.

# 1. Platz Nordspanien: Indie Campers (Gesamtnote 1,2)
# 2. Platz Nordspanien: Surf-Cars (Gesamtnote 1,6)
# 3. Platz Nordspanien: Hanggtime (Gesamtnote 2,7)
# 4. Platz Nordspanien: Europe-by-Van (Gesamtnote 3,1)

Wo kann ich in Nordspanien einen Camper mieten?

Diese Übersichtskarte soll dir die Auswahl erleichtern. Neben der Qualität der Anbieter ist natürlich das Reiseziel entscheidend für die richtige Camperwahl. Einen Überblick über die Surfregionen in Nordspanien findest du hier. Die Markierungen sind die wichtigsten spanischen Flughäfen, in der Liste darunter sehr ihr, über welche Anbieter ihr wo Camper buchen könnt.

1 Bilbao: Indie Campers, Hanggtime, Europe-by-van
2 Santander: Surf-Cars, Hanggtime, Europe-by-van
3 Oviedo: Yescapa
4 A Coruna: Yescapa
5 Santiago de Compostela: Yescapa
6 Porto: Indie Campers, Paul Camper, Hanggtime, Europe-by-Van

Die besten Wohnmobilvermietungen Nordspaniens im Vergleich

# 1. Platz Campervan Nordspanien: Indie Campers (Gesamtnote 1,2) im Detail

Der Erfolg von Indie Campers aus Lissabon ist eine dieser Start-Up Geschichten, die festgefahrene Branchen (haha) komplett umkrempeln. Die Indie Campers sind speziell für Surfer entwickelt und der Buchungsprozess ist auf dem Stand der Zeit, schnell, übersichtlich und einfach. Das alles macht Indie Campers zum besten Wohnmobilvermieter für Surfer in Nordspanien.

Welche Standorte hat Indie Campers?

In Nordspanien ist Indie nur in Bilbao vertreten. Allerdings sind weitere Standorte in Porto und Bordeaux. Indie bietet sich deshalb – die Kilometer sind unbegrenzt – entweder für einen kürzeren Trip in der Region um Bilbao oder für einen langen Surftrip entlang der Küste an, Abhol- und Abgabeort müssen nicht identisch sein.

Wie buche ich einen Van bei Indie Campers?

Der Buchungsprozess ist sehr einfach, nachdem man die gewünschten Reisedaten, den Ort und das gewünschte Modell eingetragen hat, sieht man den Preis für die verfügbaren Modelle und deren Ausstattung:

Camper mieten Nordspanien - Indie Campers Ausstattung

Im nächsten Schritt wählt man die Versicherung und zusätzliche Gadgets. Ein Surfbrett kostet 12,50 Euro/Tag, der Neo 7,50 Euro. Weitere Extras sind WiFi, Camping Tisch und Stühle oder Kindersitze.

Als nächstes müssen die persönlichen Daten eingegeben werden.

Camper mieten Nordspanien - Campervan buchen mit Indie Campers

Im letzten Schritt muss man die Buchung bestätigen und 50% der Preises anzahlen. Der Rest wird bei Übergabe des Fahrzeugs fällig.

Das wars. Der Buchungsprozess ist erfrischend einfach und transparent. Es gibt nur drei Versicherungsmodelle, die einfach zu verstehen sind. Das Zubehör wird klar aufgeführt und Extras können einfach dazugebucht werden.

Welche Versicherungen gibt es bei Indie Campers?

Indie Campers bietet drei Versicherungen an. Der Unterschied liegt in der Kaution (unbedingt prüfen, ob die Kreditkarte entsprechende Deckung hat) und dem Selbstbehalt für Schäden am eigenen Fahrzeug, der der Höhe der Kaution entspricht. Außerdem sind unterschiedliche Schäden von der Versicherung abgedeckt.

FahrerInnen unter 25 Jahren können nur die “Standard” Versicherung wählen. Grundsätzlich kann man aber schon ab 18 Jahren einen Van bei Indie mieten.

Welche Modelle kann man mieten?

In Bilbao habt ihr die Wahl zwischen dem Modell Sporty und dem Modell Active Plus. Außerdem vermietet Indie Campers über die Marke West Coast Campers Modelle aus den Vorjahren zu reduzierten Preisen. Eine gute Alternative! Bei allen Bussen handelt es sich um integrierte Wohnmobile. Das Basisfahrzeug ist ein Fiat Ducato der mittleren Transportergröße H2/L2 (Sporty) bzw. H2/L3 (Active Plus). Wenn das obere Bett nicht ausgeklappt ist, hat man also Stehhöhe.

Der Unterschied zwischen den Modellen liegt in der eingebauten Dusche und Toilette bei Active Plus. Beise Modell bieten sich für 2 – 4 Personen an. Im Vergleich zu einem VW-Bus hat man relativ viel Platz, allerdings sollte sich natürlich aber trotzdem gut verstehen.

Das Modell Sporty

Ich empfehle für Surfer das Modell Sporty, das funktionale Design bietet sehr viel Raum für Material und in dieser Größe ein unschlagbares Preis/Leistungsverhältnis.

Das Modell Active Plus:

Das Modell Activa Plus ist etwas länger und hat eine eingebaute Nasszelle.

Wie sind die Preise bei Indie Campers?

Die Preise bei Indie Campers setzen sich aus dem Tagesgrundpreis, der Versicherung, der Servicegebühr und etwaigen Extras zusammen.

Das Modell Sporty kostet mindestens 44,00 Euro inkl. der Basisversicherung. Weil eine Woche mit 8 Tagen (Samstag bis Samstag etwa) berechnet wird ist man dann bei 8*44 Euro Tagespreis + 54 Euro Servicegebühr bei = 406 Euro.

Die Grundpreise sind dynamisch und steigen bei erhöhter Nachfrage. Es kann dann auch sein, dass einzelne Tage unterschiedlich viel kosten. Deshalb ist etwas Flexibilität hilfreich. In der Nebensaison sind die Camper aber meist zu den genannten Preisen zu bekommen und gerade zu dritt oder viert die Grundlage für einen sehr günstigen Surftrip.

Was ist alles inklusive und welche Extrakosten gibt es?

Alle notwendigen Sachen sind inklusive, außerdem relativ viele wichtige Reisegadgets:

Die wichtigsten und keineswegs selbstverständlichen Punkte sind die unbegrenzten Kilometer, der 24/7 Drop off, der auch späte oder frühe Flüge zulässt und die Bettwäsche, die bei den meisten anderen Anbietern extra berechnet wird. Ihr müsst also keine Schlafsäcke einpacken, sondern könnt andere Sachen in die Boardbags stopfen.

Sinnvolle Extras sind Surfboards und Wetsuits, dann muss man sich darum auch schon nicht mehr kümmern. Versteckte Kosten gibt es nicht, man muss nur bei der Versicherung aufpassen, die automatisch auf “Standard” springt, wenn man nicht min. 25 Jahre alt ist, oder das nicht angibt.

Fazit zu Indie Campers

Indie Campers ist für den Surftrip unbedingt eine Überlegung wert. Der Standardausbau ist in sehr enger Zusammenarbeit mit Surfern entstanden und das merkt man auch. So lassen sich zum Beispiel Boards einfach auf dem oberen Bett verstauen und es gibt nicht zu viele Möbel. Das was drin ist, ist dafür stabil und einfach zu reinigen. Die Grundpreise sind relativ niedrig, vor allem weil keine versteckten Kosten anfallen. In der Hauptsaison sind Vermieter, die auf dynamische Preise verzichten, aber oft die bessere Wahl.

  • Freie Kilometer
  • 24/7 Drop-Off
  • Bettwäsche und Küchenbox inkl.
  • Schon ab 18 Jahren Camper mieten
  • Top Buchungsprozess
  • Große Fahrzeugflotte

# 2. Platz Campervan Nordspanien: Surf-Cars (Gesamtnote 1,6) im Detail

Surf-Cars ist ein Van Vermieter der ersten Stunden und bietet ausschließlich VW T3 an. Der ideale Reiseentschleuniger im Raum Santander.

Welche Standorte hat Surf-Cars?

Surf-Cars hat in Nordspanien nur einen Standort in Santander. Kantabrien zählt aber mit Recht zu den beliebtesten Zielen in Nordspanien und bietet eine Vielfalt an Möglichkeiten, die sich mit dem Bulli ideal auskosten lassen. Außerdem gibt es mit Ryanair aus Deutschland sehr günstige Flüge nach Santander.

Wie buche ich einen Bulli bei Surf-Cars?

Bei Surf-Cars ist alles etwas familiärer, so auch die Buchung. Unter Reservieren füllt man eine unverbindliche Anfrage mit Kontaktdaten, dem Reisezeitraum und der Abholstation aus und schickt es ab. Um einen Bulli mieten zu können, muss man seinen Führerschein schon mindestens drei Jahre haben und über 23 Jahre alt sein. Auf Nachfrage geht`s wohl auch ab 21.

Wie bei Indie kann man zwischen drei Versicherungen wählen und verschiedenes dazubuchen, allerdings erst im Anschluss an diese erste Kontaktaufnahme. Da es nur ein Modell, eben den T3 mit verschiedenen aber ähnlichen Ausbauten, gibt, sind mehr Informationen vorerst auch nicht nötig. Damit die Reservierung verbindlich wird müssen 50% des Mietpreises vorab überwiesen werden.

Welche Versicherungen gibt es bei Surf-Cars?

Surf-Cars bietet drei Versicherungen an. Der Unterschied liegt in der Kaution (unbedingt prüfen, ob die Kreditkarte entsprechende Deckung hat) und dem Selbstbehalt für Schäden am eigenen Fahrzeug, der der Höhe der Kaution entspricht. Außerdem sind unterschiedliche Schäden von der Versicherung abgedeckt.

Es gibt keine Option ohne Selbstbehalt, dafür sind die umfangreichen Versicherungen günstiger als bei Indie Campers.

Welche Modelle gibt es?

Surf-Cars vermietet ausschließlich Volkswagen T3 (Bullis) mit Westfalia, Joker oder eigenem Ausbau und Hoch- oder Aufstelldach. Die Bullis sind der Klassiker unter den Surfvans, bieten aber nur 2 Reisenden bequem Platz.

Camper mieten Nordspanien - Interieur bei Surf-Cars

Was kostet das Ganze?

Die Preise richten sich nicht dynamisch nach der Nachfrage, sondern nur nach der Saison. Günstig ist vor allem der Oktober. Die Preise bestehen aus dem Tagesgrundpreis, der Versicherung und der Reinigungs/Service Pauschale von 50 Euro.

Eine Woche im Oktober kostet so 65*7 + 50 = 505 Euro mit der günstigsten Versicherung. Wichtig ist, dass die Rückgabe zwischen 10 und 11 erfolgt, sonst muss man diesen Tag auch bezahlen. Bei anderen Anbietern muss man das aber sowieso.

Was ist alles inklusive und welche Extrakosten gibt es?

Die Bullis haben eine voll ausgestattete Küche mit zwei-flammigem Gasherd und Kühlschrank. Bettwäsche ist auch inklusive, allerdings nur recht Dünne Decken. Pro Tag sind 100 Kilometer inklusive.

Zusätzlich können Surfboards für Anfänger und Intermediates und Wetsuits ausgeliehen werden, außerdem ein Grill, Handtücher und anderes Zubehör, das man lieber selbst einpackt oder kauft, als dafür 5 Euro Miete zu bezahlen (wie den Zigarettenanzünderstecker).

Camper mieten Nordspanien - Extras bei Surf-Cars

Zusatzkosten entstehen, wenn der Bulli nach 18 Uhr abgeholt wird oder vor 10 zurückgegeben. Außerdem sind nur 100 Kilometer pro Tag frei, danach kostet jeder Kilometer 25 Cents. Unter 23 Jährige bezahlen 5 Euro Extra pro Tag.

Fazit zu Surf-Cars

Viele legen bei der Surfvan Miete Wert auf einen besonders schnellen Bus, damit in der Woche dann auch möglichst viel abgegrast werden kann. Das widerspricht aber dem eigentlichen Surftrip Gedanken weitgehend. Die Philosophie von Surf-Cars, nur Bullis anzubieten, wirkt dem gut entgegen. Nach einer oder zwei Wochen werdet ihr euch nur schwer wieder von eurem Bulli trennen können. Für einen Surftrip in Kantabrien oder Asturien ist Surf-Cars daher unbedingt zu empfehlen.

  • günstige Bullis in der NS
  • echte Entschleunigung
  • sympathischer kleiner Anbieter
  • Tipps zu Steh- und Surfspots
  • Surfmaterial buchbar

# 3. Platz Campervan Nordspanien: Hanggtime (Gesamtnote 2,7) im Detail

Hanggtime ist eine Mischung aus Vermittler und Bulli Anbieter. Die Standorte in Spanien werden zusammen mit professionellen Partnern bedient, dadurch ist aber nicht immer klar, welche Bullis tatsächlich verfügbar sind und wie die Mietmodalitäten genau sind.

Welche Standorte hat Hanggtime?

Hanggtime bedient in Nordspanien die Flughäfen Santander und Bilbao. Während der Öffnungszeiten von 9 bis 17 Uhr findet die Übergabe einfach am Flughafen statt.

Wie buche ich einen Bulli bei Hanggtime?

Dadurch, dass Hanggtime von verschiedenen Firmen an den jeweiligen Standorten betreut wird, ist der Buchungsprozess etwas langwieriger. Zunächst stellt man einfach eine unverbindliche Anfrage, bei der man die Reisedaten sowie Start- und Zielort angibt, optionale Reiseextras auswählt, sich für eine Vanklasse entscheidet und am besten gleich schon mal nachfragt, welches Surfzubehör jeweils verfügbar ist und was es kostet.

Zusätzlich zur normalen Versicherung ist nur Vollkasko für 12 Euro extra pro Tag wählbar. Laut AGB wird diese Versicherung allerdings erst ab 2 Wochen angeboten und beinhaltet auch noch einen Selbstbehalt von 1000 Euro. Wichtig ist also die genaue Inspektion bei der Übergabe und eventuell eine ADACplus Mitgliedschaft.

Welche Versicherungen gibt es bei Hanggtime?

Hanggtime bietet zunächst nur eine Haftpflichtversicherung an. Weil Hanggtime als Vermittler auftritt, werden den Mietern die Versicherungen der Partner vor Ort nach der Anfrage angeboten. Meist sind das die drei Modelle Basistarif, Standard und Plus oder ähnliche. 

Welche Modelle gibt es?

Hanggtime vermietet ausschließlich Volkswagen T3 (Bullis) mit Westfalia, Joker oder eigenem Ausbau und Hoch- oder Aufstelldach. Die Bullis sind der Klassiker unter den Surfvans, bieten aber nur 2 Reisenden bequem Platz. Anders als bei Surf-Cars werden die Bullis in drei Preiskategorien eingeteilt, Surfvan, Standart und VIP.

Surfvans sind individuell ausgebaute, kleinere Kastenwägen, bei denen die Surfbretter in der Regel auf dem Dach transportiert werden müssen.

Standard sind die klassischen T3 Bullis mit Ausbauten von Westfalia, Carthago, Fischer oder Weinsberg.

VIP sind wie Standard, allerdings mit modernerer Elektrik. Die Kühlschränke sind Kompressorkühlschränke und es gibt, allerdings optional, einen Stromkonverter.

Was kostet das Ganze?

Bei Hanggtime ist nicht ganz klar, welcher Preis am Ende tatsächlich rauskommt, weil der Anbieter eigentlich ein Bulli Vermittler und kein Vermieter ist. Zunächst fällt ein Basistarif pro Tag je nach Fahrzeugklasse an, meist 53, 63 und 68 Euro. Dies sind reduzierte Preise, die aber bei mehrmaliger Überprüfung im Abstand von einigen Monaten angegeben werden.

Dazu kommt die Versicherung des jeweiligen Anbieters. Außerdem eine Bereitstellungspauschale von 80 Euro (dafür wird man auch am Flughafen abgeholt) und Gebühren für Bettwäsche und Geschirr und andere Extras auf Nachfrage. An- und Abreise werden als ganzer Tag berechnet.

Beispielrechnung für eine Woche:

  • Sa – Sa Standard = 8*63 = 504 Euro
  • Kasko Versicherung mit Selbstbehalt = 8*20 = 160 Euro
  • Bereitstellungspauschale = 80 Euro
  • Bettwäsche und Geschirr = 8*4,50 = 36 Euro
  • Gesamt: 780 Euro

Was ist alles inklusive und welche Extrakosten gibt es?

Das unterscheidet sich je nach Klasse der Fahrzeuge. Die typische Ausstattung in der Standardklasse sieht so aus.

Wie beschrieben muss man also sogar Geschirr und Bettwäsche mitbringen oder extra bezahlen. Geschirr kostet 1,50 Euro am Tag, Bettwäsche 3. Außerdem darf man nicht vergessen, dass der angezeigte Preis erstmal nur eine Haftpflichtversicherung enthält. Durch das Geschäftsmodell der Vermittlung an Firmen vor Ort ist der Preis eher unübersichtlich und scheint auch recht hoch.

Je nach Standort können Extras wie Surfboards und Sitzgelegenheiten und verschiedenes Anderes zugebucht werden.

Fazit zu Hanggtime

Hanggtime ist eine große Community von Bulli Spezialisten. Das ist schon mal sehr gut. Die Vermittlerrolle macht die Buchung aber etwas kompliziert und man weiß zu Beginn nicht genau, welche Versicherungskosten noch anfallen und ob zusätzliches Material verfügbar ist.

  • echte Entschleunigung
  • Große Fahrzeugflotte durch Partnerprogramm
  • Tipps zu Steh- und Surfspots
  • Surfmaterial meist buchbar
  • 1500 Km/Woche frei

# 4. Platz Campervan Nordspanien: Europe-by-Van (Gesamtnote 3,2) im Detail

Europe-by-van ist das T6 California Beach Programm von Hanggtime. Das Geschäftskonzept ist das gleiche, nur das Basisfahrzeug und die Preise anders.

Welche Standorte hat Europe-by-van?

Europe-by-van bedient in Nordspanien die Flughäfen Santander und Bilbao. Während der Öffnungszeiten von 9 bis 17 Uhr findet die Übergabe einfach am Flughafen statt.

Wie buche ich einen Bulli bei Europe-by-van?

Dadurch, dass Europe-by-van von verschiedenen Firmen an den jeweiligen Standorten betreut wird, ist der Buchungsprozess etwas langwieriger. Zunächst stellt man einfach eine unverbindliche Anfrage, bei der man Start- und Zielort angibt, optionale Reiseextras auswählt, sich für eine Vanklasse entscheidet und am besten gleich schon mal nachfragt, welches Surfzubehör jeweils verfügbar ist und was es kostet. Außerdem muss man natürlich die Reisedaten angeben.

Welche Versicherungen gibt es bei Europe-by-van?

Europe-by-van tritt nur als Vermittler auf und übergibt die Versicherungsfragen an den Anbieter vor Ort. Deshalb sollte man auf den Richtpreis noch einmal rund 150 Euro pro Woche drauf rechnen, wenn man nicht nur mit der Haftpflicht unterwegs sein möchte.

Welche Modelle gibt es?

Europe-by-van vermietet ausschließlich Volkswagen T6 Bullis mit Beach, Coast oder Ocean Ausstattung. Das eher minimalistisch ausgestattete Basisfahrzeug wird durch eine Calibox ergänzt, in der kompakt im Kofferraum Porta Potty, Küche und Stauraum untergebracht sind.

Surfvans sind ein VW T6 California Beach in der Standardausführung mit Calibox.

Standard hat einen stärkeren Motor und ist auch campingtechnisch etwas besser ausgestattet.

VIP ist ein vollausgestatteter California Beach mit stärkerem Motor und Automatikgetriebe.

Was kostet das Ganze?

Bei Europe-by-van ist nicht ganz klar, welcher Preis am Ende tatsächlich rauskommt, weil der Anbieter eigentlich ein Bus Vermittler und kein Vermieter ist. Zunächst fällt ein Basistarif pro Tag je nach Fahrzeugklasse an, meist 100, 110 und 115 Euro.

Dazu kommt noch die Versicherung des jeweiligen Anbieters.

Beispielrechnung für eine Woche:

  • Sa – Sa Standard = 8*110 = 880 Euro
  • Kasko Versicherung mit Selbstbehalt = 8*20 = 160 Euro
  • Gesamt: 1040 Euro

Was ist alles inklusive und welche Extrakosten gibt es?

Das unterscheidet sich je nach Klasse der Fahrzeuge. Inklusive ist die Grundausstattung, dazugebucht werden können Fahrradträger, Markise und Dachgepäckträger. Je nach Standort können Extras wie Surfboards und Sitzgelegenheiten und verschiedenes Anderes zugebucht werden.

Fazit zu Europe-by-van

Die Macher hinter Europe-by-van werden schon wissen, warum sie sich für dieses spezielle T6 Angebot entschieden haben. Die Busse sind stark motorisiert und der Ausbau standardisiert. Dafür ist dies aber auch die teuerste Option. Ich würd’s ja nicht machen.

  • gute Basisfahrzeuge
  • Sehr teuer

Worauf muss ich beim Camper Mieten aufpassen?

Dank des Online Angebots ist es wesentlich einfacher geworden, von Deutschland aus einen Campervan für den Surftrip in Spanien zu buchen. In der Regel können die relevanten Details zu Verfügbarkeit, Ausstattung und Versicherung entweder direkt oder in einer einfachen Nachfrage herausgefunden werden. Diese Automatisierung und die erhöhte Nachfrage hat Anbieter wie Indie-Campers in Westeuropa erst möglich gemacht und die Preise deutlich gedrückt. Trotzdem gilt es noch einiges bei der Buchung und später während der Reise im gemieteten Van zu beachten. Die wichtigsten Fragen habe ich hier als Stichpunkte aufgeführt:

  • Mindestalter: Bei vielen Vermietern muss man min. 23 Jahre alt sein
  • Kreditkarte: ohne geht meist nichts und um Extrakosten zu vermeiden muss die Karte auf den Mieter laufen und in der Höhe des Selbstbehalts gedeckt sein.
  • Ausstattung: Ist alles, was man mindestens braucht inklusive, oder entstehen Extrakosten?
  • Versicherung: Was kostet sie und was ist enthalten
  • Service: Was passiert bei Schäden während der Reise
  • Übergabe: gibt es einen Flughafenshuttle und/oder definierte Zeiten? Welche Kosten entstehen außerhalb dieser Zeiten?
  • Zusatzmaterial: Gibt es welches? Was kostet es?
  • Gabelflug: Ist ein Roadtrip möglich und welche Zusatzkosten entstehen, wenn man den Bulli woanders zurückgibt?
  • Darf man über Landesgrenzen fahren?
  • Wie viele Kilometer sind im Mietpreis inkludiert?

Alternativen zu den großen Wohnmobilvermietern

Neben den Direktvermietern und Plattformen für professionelle Anbieter gibt es auch die Möglichkeit, Campervans und Wohnmobile privat zu mieten, ähnlich wie Ferienwohnungen bei airbnb. Dadurch kann man individuell wirklich tolle Busse finden, die den eigenen Ansprüchen gerecht werden. Außerdem gibt es auch echte Schnäppchen. Viele der Vermieter wohnen am Reiseort und können daher auch gute Tipps zu Stehplätzen und Surfspots geben. Da die Plattformen aber auch eine Provision nehmen und die Busse natürlich entsprechend versichert sein müssen, sind die Durchschnittspreise nicht unbedingt niedriger, als bei den Direktvermietern.

Die Wohnmobilplattform Paul Camper

Paul Camper ist eine der größten deutschen Plattformen und hat bereits fast 6000 Camper auf der Seite, allerdings nicht besonders viele in Nordspanien.

Wie mietet man einen Camper über Paul Camper?

Tja, gute Frage. Eigentlich ist der Prozess ganz einfach. Man gibt die Reisezeit und den Ort an, an den man möchte und sucht sich einen Camper aus. Nun sind aber gerade für Nordspanien nicht allzu viele Camper verfügbar. Es ergibt daher Sinn, sich nicht von vorneherein auf einen bestimmten Flughafen festzulegen und auch mit den Daten etwas zu spielen.

Camper mieten Nordspanien - Versicherungsschutz von Paul Camper

Die Website ist sehr übersichtlich und die Fahrzeuge sind meist liebevoll und detailliert beschrieben. Hat man einen passenden Camper gefunden, fragt man diesen einfach für den Zeitraum an.

Dafür muss man sich ein Profil auf der Seite machen, oder sich mit Google oder Facebook anmelden, und einige Details über die geplante Reise angeben. Das ist nur fair, weil man selbst sehr detaillierte Informationen vom Vermieter bekommt und durch diese Transparenz Sicherheit und Vertrauen für beide Seiten entsteht.

Dann kann man noch das Paul Camper Versicherungspaket dazubuchen, das für die allermeisten Reisenden Sinn ergeben dürfte, weil einerseits der Selbstbehalt auf 250 Euro gedrückt wird und andererseits Gepäck mitversichert ist. Mit etwa 5 Euro pro Tag ist die Versicherung außerdem sehr günstig.

Der Vermieter erstellt dir dann, wenn alle Fragen geklärt sind, ein Angebot, das du nur noch annehmen musst.

Was kostet es einen Campervan über Paul Camper zu mieten?

Die Preise sind sehr unterschiedlich und setzen sich aus dem Preis des Vermieters, der Provision und der Versicherung (das alles muss der Vermieter an Paul Camper abgeben) zusammen. Weil die Leistung damit beinahe dieselbe ist, wie bei einer klassischen Vermietung sind auch die Preise in der Region angesiedelt, im Schnitt bei etwa 70 Euro für einen Surfcamper pro Tag. Angenehm ist, dass die Preise sehr übersichtlich dargestellt sind.

Was ist inklusive?

Auch das ist sehr individuell. In der Regel ist alles, was man für einen Standarttrip benötigt inklusive. Allerdings kann das jeder Vermieter selbst entscheiden, deshalb ist eine pauschale Antwort unmöglich.

Anders als bei Wohnmobilvermietungen gibt es keine Listen an Material, das dazugebucht werden kann. Hierfür muss man sich mit den Verkäufern absprechen, vieles ist auch schon in der Beschreibung angeführt. Meist ist es aber so, dass mehr Sachen inklusive sind, weil die Vermieter ja selbst mit diesen Vans reisen. Auch die Bewertungen der Vermieter geben hier Aufschluss. Einer der Hauptvorteile von Paulcamper ist diese oft liebevoll kuratierte Ausstattung der Vans durch die Vermieter.

Campervan mieten bei Paul Camper – Vor und Nachteile

VorteileNachteile
Diverse FahrzeugeEtwas umständlicher
Persönliche VermieterVerfügbarkeit
Individuelle Vans
Günstige Preise
Zubehör
Versicherungsschutz
Top Internetseite

Fazit

Paul Camper ist eine sehr gute Alternative für alle, die ein bisschen Zeit für die Recherche aufbringen können.

Die Wohnmobilplattform Campanda

Campanda ist eine weitere Plattform mit vielen Mitgliedern. Hier werden aber auch gewerbliche Angebote integriert, was das ganze etwas unübersichtlich macht.

Wie mietet man einen Camper über Campanda?

Tja, gute Frage. Eigentlich ist der Prozess ganz einfach. Man gibt die Reisezeit und den Ort an, an den man möchte und sucht sich einen Camper aus. Nun sind aber gerade für Nordspanien nicht allzu viele Camper verfügbar. es ergibt daher Sinn, sich nicht von vorneherein auf einen bestimmten Flughafen festzulegen und auch mit den Daten etwas zu spielen. Die Website ist sehr übersichtlich und die Fahrzeuge sind meist liebevoll und detailliert beschrieben. Hat man einen passenden Camper gefunden, fragt man diesen einfach für den Zeitraum an. Dafür muss man sich kein Profil auf der Seite machen.

Dann müssen noch die Zahlungsinformationen eingegeben. Der Vermieter kann diese Anfrage direkt bestätigen, damit ist der Van dann gebucht.

Was kostet es einen Campervan über Campanda zu mieten?

Die Preise sind sehr unterschiedlich und setzen sich aus dem Preis des Vermieters, der Provision und der Versicherung (das alles muss der Vermieter an Campanda abgeben) zusammen. Weil die Leistung damit beinahe dieselbe ist, wie bei einer klassischen Vermietung sind auch die Preise in der Region angesiedelt, im Schnitt bei etwa 70 Euro für einen Surfcamper pro Tag. Angenehm ist, dass die Preise sehr übersichtlich dargestellt sind.

Was ist inklusive?

Auch das ist sehr individuell. In der Regel ist alles, was man für einen Standard Trip benötigt inklusive. Allerdings kann das jeder Vermieter selbst entscheiden, deshalb ist eine pauschale Antwort unmöglich.

Anders als bei Wohnmobilvermietungen gibt es keine Listen an Material, das dazugebucht werden kann. Hierfür muss man sich mit den Verkäufern absprechen, vieles ist auch schon in der Beschreibung angeführt. Meist ist es aber so, dass mehr Sachen inklusive sind, weil die Vermieter ja selbst mit diesen Vans reisen. Auch die Bewertungen der Vermieter geben hier Aufschluss. Einer der Hauptvorteile von Campanda ist diese oft liebevoll kuratierte Ausstattung der Vans durch die Vermieter.

Campervan mieten bei Campanda – Vor und Nachteile

VorteileNachteile
Diverse FahrzeugeEtwas umständlicher
Persönliche VermieterVerfügbarkeit
Individuelle Vans
Zubehör

Fazit

Campanda ist eine gute Alternative für alle, die ein bisschen Zeit für die Recherche aufbringen können. Im Vergleich zu Paul Camper fällt auf, dass der Vermieter für mehr Details verantwortlich gemacht wird, etwa bei Versicherungsfragen.

Die Wohnmobilplattform Yescapa

Yescapa ist eine Plattform mit Sitz in Bordeaux. Schon durch diese Nähe zu Meer finden sich hier die meisten Fahrzeuge für die Region Nordspanien.

Wie mietet man einen Camper über Yescapa?

Tja, gute Frage. Eigentlich ist der Prozess ganz einfach. Man gibt die Reisezeit und den Ort an, an den man möchte und sucht sich einen Camper aus. Allerdings sind viele Inserate auf Spanisch, englisch oder spanisch sollte man auf jeden Fall beherrschen, um über Yescapa einen Van zu mieten. Praktisch: Die Ergebnisse kann man sich auch als Karte anzeigen lassen.

Für die Anfrage muss man sich zunächst registrieren oder via Facebook anmelden. Schließlich kann man man noch die Versicherung auswählen und dem Vermieter eine Nachricht schreiben. 

Was kostet es einen Campervan über Yescapa zu mieten?

Die Preise sind sehr unterschiedlich und setzen sich aus dem Preis des Vermieters, der Provision und der Versicherung (das alles muss der Vermieter an Yescapa abgeben) zusammen. Weil die Leistung damit beinahe dieselbe ist, wie bei einer klassischen Vermietung sind auch die Preise in der Region angesiedelt, im Schnitt bei etwa 70 Euro für einen Surfcamper pro Tag. Angenehm ist, dass die Preise sehr übersichtlich dargestellt sind.

Was ist inklusive?

Auch das ist sehr individuell. In der Regel ist alles, was man für einen Standard Trip benötigt inklusive. Allerdings kann das jeder Vermieter selbst entscheiden, deshalb ist eine pauschale Antwort unmöglich.

Anders als bei Wohnmobilvermietungen gibt es keine Listen an Material, das dazu gebucht werden kann. Hierfür muss man sich mit den Verkäufern absprechen, vieles ist auch schon in der Beschreibung angeführt. Meist ist es aber so, dass mehr Sachen inklusive sind, weil die Vermieter ja selbst mit diesen Vans reisen. Auch die Bewertungen der Vermieter geben hier Aufschluss. Einer der Hauptvorteile von Yescapa ist diese oft liebevoll kuratierte Ausstattung der Vans durch die Vermieter.

Campervan mieten bei Yescapa – Vor und Nachteile

VorteileNachteile
Diverse FahrzeugeEtwas umständlicher
Persönliche VermieterSprachbarriere
Individuelle VansServicegebühr extra
Versicherungsschutz
Viele Vans in Nordspanien
Zubehör
günstige Angebote

Fazit

Yescapa ist eine gute Alternative für alle, die ein bisschen Zeit für die Recherche aufbringen können. Hier finden sich tatsächlich viele Vans für Frankreich, Spanien und Portugal. Allerdings sollte man spanisch oder englisch sprechen, um sich mit den Vermietern verständigen zu können.

Die beste Reisezeit mit dem Bulli in Nordspanien

SaisonWinter/FrühlingSommer/Herbst
Beste ReisezeitNov, April und MaiSept – November
WellensicherheitSehr hochSehr hoch
Wassertemperatur12-15 °C16-20 °C
Lufttemp. min – max9 – 20 °C13 – 26 °C
Sonne / Regenetwa 25 % Regentageetwa 20 % Regentage

Der ideale Reisezeitraum ist zwischen Anfang September und Anfang November. Dann sind die Tage noch lang und in der Regel warm und auch das Wasser, dessen Temperatur der Luft hinterherhinkt, ist noch annehmbar. Und das Beste: die Herbststürme auf dem Atlantik setzen ein und bringen regelmäßig gute Wellen an die Küste Nordspaniens. Einer der Hauptvorteile der Region ist dabei der vorherrschende Wind, der oft aus Südwesten weht. An vielen Tagen und speziell an einigen Stränden muss man daher für gute Wellen nicht mal früh aufstehen, sondern kann sich ganz nach den Gezeiten richten.

Welche Fahrzeuge eignen sich für einen Surftrip?

Grundsätzlich kann man mit jedem Fahrzeug einen Surftrip machen, wie schon die beiden Engländer mit Fahrrad und Longboard auf dem (selbstgebauten) Anhänger beweisen, die ich vor zwei jahren in Otur traf. Das Planen ist hier aber der Knackpunkt, denn eine Reise zu viert mit Zelt und Mietwagen benötigt ganz andere Überlegungen, als zu zweit im großen Van.

Typ A: Kleiner Van, pragmatisch ausgebaut

Selten zu finden, aber das Schnäppchen und der Klassiker unter den Surfvans. Man will ja surfen, nicht ausbauen…

Eignet sich für: 1 – 2 Surfhungrige Freunde oder ein Pärchen. Das Wetter sollte nicht zu schlecht sein → Sommeroption

Typ B: Bulli oder Kastenwagen, selbst ausgebaut

Liebevoll ausgebauter Van sucht Gäste. Gibt es natürlich in allen Farben und Formen.

Eignet sich für: 2 – 3 SurferInnen und andere Vanliebhaber. Eher nichts für den Winter, aber für die Übergangszeiten und etwas Material ganz Okay.

Typ C: Professioneller Kastenwagen

Viel Platz und das Nötigste an Ausbau: Indie Campers hat wirklich einen sehr funktionalen Surfvan am Start.

Eignet sich für: 2 – 4 (Teilzeit-) Surfer, die sich gut verstehen. Oder 2 mit sehr vielen Boards. Bei schlechtem Wetter auch eher nur 2.

Typ D: Der Bulli

Das klassische Gefährt für einen entspannten Surftrip mit Stil.

Eignet sich für: 2 – 3 Nostalgiker mit nicht zu viel Material. Ist oft auch mit Heizung ausgestattet und auch im Winter eine Option für 2.

Typ E: Das Wohnmobil

Weder schön noch günstig, dafür praktisch.

Eignet sich für: 2 – 6 Surfer, die Komfort über Ästhetik stellen und das nötige Kleingeld haben. Der Ausbau ist eher nicht für Surfbretter konzipiert, dafür auch für ungemütliches Wetter.

Was kostet ein Surtftrip mit einem gemieteten Camper?

Bei einem Surftrip mit gemieteten Camper fallen folgende Kosten an:

  • Flüge
  • Camper Miete
  • Sprit und Maut
  • Essen und Trinken
  • Leihmaterial oder Fluggebühren
  • evtl. Campingplatz

Abgesehen von den Flügen sind das alles recht lineare Kosten. Es lohnt sich also schon ab einer Woche, so einen Trip zu unternehmen. Ab drei bis vier Wochen ist es wahrscheinlich günstiger, sich selbst einen einfachen Camper zu kaufen. Die Kosten hängen stark von der Saison und der Fahrzeugart ab.

Gehen wir einmal davon aus, dass ein Surferpärchen zur europäischen Primetime, also Mitte September, eine Woche in Nordspanien Campervan Urlaub machen möchte. Dann brauchen sie Flüge, zum Beispiel nach Bilbao. Das kostet pro Person etwa 180 Euro, günstiger ist Santander, das von Ryanair angeflogen wird. Dann mieten sie bei Indie Camper das Modell Sporty mit der Standardversicherung und gleich noch zwei Surfbretter für eine Woche. Neos packen sie selber ein. Das macht 758 Euro für beide. Das Pärchen ist sparsam und kocht selbst, in einer Woche geben sie etwa 200 Euro aus. Dann muss noch einmal getankt werden. Insgesamt sind das etwa 700 Euro pro Person, also 100 pro Tag inklusive An- und Abreise.

Kostentabelle Nordspanien

Flüge20 – 200 Euro/p.Person
Campervan50-150 Euro/Tag
Surfboard15 Euro/Tag
Essen/Trinken25 Euro/Tag
Sprit/Maut5 – 25 Euro/Tag
Campingplatz15 Euro/Tag p.Person

Packliste für den Surftrip mit Camper

Das Hauptmanko eines gemieteten Surfvans ist, dass die Schränke in der Regel leer bis aufs letzte Reiskorn sind. Ein paar Spezialzutaten für den Trip (wie etwa eine kleine Reisegewürzbox) sparen dann Zeit und/oder Nerven vor Ort. Und dann gibt es natürlich noch ein paar Dinge, die sowieso in das Gepäck gehören.

Reise & Van spezifisches Zeug

  • Führerschein
  • falls nicht anders angegeben: Schlafsack + Kissen
  • Schlüsselsafe (kann oft dazu gemietet werden, ist aber auch eine gute Anschaffung)
  • Stirnlampe
  • Trinkflasche
  • Haussocken oder Schuhe
  • Gewürzbox
  • Schwamm und Spüli (biologisch abbaubar)
  • Gutes Taschenmesser!
  • Sicherheitshalber: Caféteria
  • Spiele
  • Bücher
  • Feuerzeug
  • Reiseapotheke
  • Panzerband

Surfspezifisches Zeug:

  • Change Robe, am besten eine warme
  • genug Surfwachs
  • Repairset
  • Ersatz Leashs
  • Surf Guide als Buch (Zum Schmökern!)
  • Wetsuit (eher das Board leihen als den Anzug)
  • Fin Key
  • Booties, Haube, Earplugs
  • Neobügel zum Trocknen
  • Panzerband

Fazit

Einige Unternehmen haben mit großen Investments eine richtige Fahrzeugflotte auf die Räder gestellt und bieten zuverlässigen Service, garantierte Wie-auf-den-Bildern Ausstattung und moderne auf das Nötigste getrimmte Fahrzeuge. Am Bekanntesten dürfte in dieser Kategorie Indie Campers sein.

Sich einen Van in Nordspanien zu mieten, ergibt für Surfer in jedem Fall Sinn: man ist mobil, kann auf wechselnde Surfbedingungen reagieren und wacht direkt am Strand auf. Das muss man sich aber auch leisten können. Speziell die Gebühren für so basales Zubehör wie Campingstühle nerven und lassen die Kosten für ein zwei Mensch Gefährt auf grob 1000 Euro die Woche anschwellen. Wer das fünfmal macht, kann sich auch selbst einen Bus kaufen. Eine gute Alternative ist oft die private Anmietung, allerdings sollten die Konditionen dann auch richtig geklärt sein: Was passiert, wenn der Zahnriemen reißt? Was ist, wenn in einer Polizeikontrolle der Zustand des Busses oder der Ausbau moniert werden?

Wer wenig Zeit hat, um sich zu informieren und flexibel sein möchte, bucht am Besten über einen der großen Anbieter wie Indie-Campers. Hier lässt sich alles schnell und unkompliziert online erledigen, was aber auch seinen Preis hat. Kleinere Vermieter haben die “souligeren” Busse und sind manchmal günstiger. Im Notfall eignet sich auch ein normaler Mietwagen für die Wellenjagd und das gesparte Geld kann man dann teilweise in lokale Spezialitäten und Cerveza stecken – für die Region auch nicht das Dümmste.

FAQ

Warum lohnt es sich, einen Camper zum Surfen zu mieten?

Mit einem Bulli oder Camper von Strand zu Strand fahren zu können, ist die absolut beste Variante eines Surftrips! Der eigene Bulli kostet aber nach der Anschaffung grob 100 Euro im Monat. Wer nur ein paar Wochen im Jahr ans Meer kommt, fährt also günstiger mit einem geliehenen Camper. Außerdem spart man sich noch die weite Anfahrt von Deutschland.

Wo kann ich überall einen Camper mieten?

Surf Camper Vermietungen gibt es in Nordspanien in Bilbao und Santander. Darüber hinaus kann man über plattformen wie Paul Camper doer Yescapa beinahe an allen spanischen Flughäfen private Camper mieten.

Was kostet ein Camper am Tag?

Das ist sehr unterschiedlich. Die Preise schwanken zwischen 50 und 150 Euro. Dabei gibt es die günstigsten, aber auch die teuersten Bullis bei Anbietern mit dynamischen Preisen. In der Surfsaison (September/Oktober) kann man einen Camper ab 60 Euro am Tag buchen. Eine Übersicht über die Kosten bei einem Roadtrip:

Flüge: 20 – 200 Euro/p.Person
Campervan: 50-150 Euro/Tag
Surfboard: 15 Euro/Tag
Essen/Trinken: 25 Euro/Tag
Sprit/Maut: 5 – 25 Euro/Tag
Campingplatz: 15 Euro/Tag p.Person

Ist die Versicherung inklusive?

Ja, in aller Regel schon. Allerdings nur die Haftpflichtversicherungen. Kaskoversicherungen kosten 15 – 40 Euro Extra am Tag.

Wann ist die beste Reisezeit für Nordspanien mit dem Camper?

Die besten Monate mit dem Camper sind August, September und Oktober. Vor allem der September sticht heraus, weil dann die Tage noch schön lang und warm sind, die Wassertemperatur mit einem dünnen Neoprenanzug stundenlang auszuhalten ist und die ersten Herbststürme schöne Wellen in Richtung Spanien schicken.

Wie viele Personen passen in einen Camper?

Mitfahren dürfen 2 bis manchmal 6 Personen. Gemütlich reisen kann man allerdings nur zu zweit oder mit einem Kleinkind. Das gilt, wenn der Lebensmittelpunkt in dieser Zeit im Bulli ist. Wenn das Wetter überwiegend schön ist und man Sachen auch außerhalb lagern kann, dann können auch vier Personen in einem Camper zurechtkommen. Natürlich gibt es auch ganz unterschiedliche Camper. Neben der Personenzahl ist vor allem das Gepäck und da speziell die Surfbrettanzahl entscheidend.

Gibt es ein Mindestalter, um einen Camper zu mieten?

Ja, 18 Jahre. In vielen Fällen sogar 23 Jahre. Diese Anbieter vermieten oft gegen Aufpreis und auf Nachfrage auch ab 21 Jahren. Oft gibt es auch die Bedingung, dass der Fahrer bereits drei Jahre im Besitz der Fahrerlaubnis sein muss. Bei Plattformen gibt der Vermieter das Mindestalter an, es liegt oft noch höher. Für Unter 23 jährige ist Indie Campers daher die beste Option.

Was muss man beachten, wenn man einen Camper mietet?

Dank des Online Angebots ist es wesentlich einfacher geworden, von Deutschland aus einen Campervan für den Surftrip in Spanien zu buchen. In der Regel können die relevanten Details zu Verfügbarkeit, Ausstattung und Versicherung entweder direkt oder in einer einfachen Nachfrage herausgefunden werden. Diese Automatisierung und die erhöhte Nachfrage hat Anbieter wie Indie-Campers in Westeuropa erst möglich gemacht und die Preise deutlich gedrückt. Trotzdem gilt es noch einiges bei der Buchung und später während der Reise im gemieteten Van zu beachten. Die wichtigsten Fragen habe ich hier als Stichpunkte aufgeführt:

– Mindestalter: Bei vielen Vermietern muss man min. 23 Jahre alt sein
– Kreditkarte: ohne geht meist nichts und um Extrakosten zu vermeiden muss die Karte auf den Mieter laufen und in der Höhe des Selbstbehalts gedeckt sein.
– Ausstattung: Ist alles, was man mindestens braucht inklusive, oder entstehen Extrakosten?
– Versicherung: Was kostet sie und was ist enthalten
– Service: Was passiert bei Schäden während der Reise
– Übergabe: gibt es einen Flughafenshuttle und/oder definierte Zeiten? Welche Kosten entstehen außerhalb dieser Zeiten?
– Zusatzmaterial: Gibt es welches? Was kostet es?
– Gabelflug: Ist ein Roadtrip möglich und welche Zusatzkosten entstehen, wenn man den Bulli woanders zurückgibt?
– Darf man über Landesgrenzen fahren?
– Wie viele Kilometer sind im Mietpreis inkludiert?

Darf man in Spanien wild Campen?

Nein, das ist nicht erlaubt. Auf vielen Parkplätzen wird es aber toleriert. Wichtig ist, dass man sich nicht über den Camper hinaus ausbreitet, also keine Sachen draußen stehen oder am Fahrzeug hängen lässt. Trotzdem kann es passieren, dass man von der Polizei geweckt wird, besonders in den Monaten mit viel Campervan Aufkommen zwischen Juni und September.

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