Roadsurfer im Test

“Roadsurfer” im Test: Erfahrungen & Testbericht 2020

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Kundenzufriedenheit    +++++ (5/5)
Inkl.-Leistungen       +++++ (4/5)
Versicherungspakete    +++++ (4/5)
Fahrzeuge              +++++ (5/5)
Ausstattung            +++++ (4/5)
Preisniveau            +++++ (4/5)
Gesamtbewertung        4,3 / 5

Vorabinformationen

Warum sollte man sich einen VW-Bus / Camper bei Roadsurfer mieten?

Roadsurfer setzt auf Bewährtes und Qualität. Bei den Fahrzeugen sind das vor allem VW-T6 Busse mit modernster Ausstattung und Westfalia Camping Ausbauten. Auf der Vermietungsseite zeichnet sich Roadsurfer durch einen erstklassigen Service und damit logischerweise auch durch eine hohe Kundenzufriedenheit aus. Keiner der 13 deutschen Standorte wird bei Google schlechter als 4,8 Sterne gelistet. Das ist nicht nur für die WoMo-Vermietbranche herausragend.

Roadsurfer vermietet Bullis, wie man ja mittlerweile blasphemisch auch die neueren VW-Busse nennt, Camper also, nur ein “richtiges” Wohnmobil. Die meisten nutzen solche Fahrzeuge, die eher für die Straße gebaut werden als für das autarke Leben, für Kurztrips. Roadsurfer hat die Nachfrage nach solchen Bussen immerhin zum größten Campervan Vermieter Europas wachsen lassen – in nur vier Jahren. Wer ein fahrendes Haus mit Badezimmer und Fernseher will, muss sich woanders umsehen. Die Nachfrage nach solchen Mobilen könnte aber auch einem Missverständnis über das Verhältnis zwischen Campergröße und Urlaubsqualität geschuldet sein, wie der langjährige Bullifahrer und Journalist Ulrich Stolte gerade in seinem ohnehin sehr lesenswerten Bulliratgeber für die Zeit schrieb: “Je größer man sein Wohnmobil wählt, desto widersprüchlicher ist man am Ende unterwegs.”

Roadsurfer im Test: Mit dem Roadsurfer am Strand

Die Camper und Bullis von Roadsurfer richten sich also an alle, die Wert auf hochwertige und gut gewartete Fahrzeuge (fast alles sind Neuwagen) und einen guten Service (etwa mit umfangreichen Fahrzeugeinweisungen) legen. Allerdings: Die Qualität hat dann auch seinen Preis, wenigstens in der Hauptsaison.

Was hat es mit der der Bestpreis-Option auf sich? Der größte Nachteil der Roadsurfer ist, dass man hier keine echten Schnäppchen findet. Das liegt an fixen Saisonpreisen, den Fahrzeugen, dem Service und zum Beispiel auch daran, dass der CO2 Ausstoß deines Campers von Roadsurfer kompensiert wird. “Was man bezahlt, bekommt man auch”, könnte man sagen, aber Roadsurfer möchte auch beim Preis konkurrenzfähig sein. Und das geht so: Wer nach Abschluss einer Buchung innerhalb von 24 Stunden ein günstigeres Angebot mit gleichem Leistungsumfang und innerhalb von 50 Kilometer um die Roadsurfer Station findet und per mail an buchung@roadsurfer.com schickt, bekommt diesen Preis auch von Roadsurfer. Die Bestpreis-Option gilt nur für die Fahrzeuge VW T6 California Beach und Ocean und nicht für Sonderangebote anderer Anbieter. Das ganze ist recht umständlich. Aber es ist möglich und die Bedingungen werden transparent aufgelistet und machen diese Bestpreis-Option zu einer echten Möglichkeit für Sparfüchse, tatsächlich den besten Service zum besten Preis zu bekommen.

Auf einen Blick: Die Vor- und Nachteile

+ Sehr hohe Kundenzufriedenheit – Eingeschränkte Übergabezeiten
+ Sehr guter Service – Keine “Gabelvermietung”
+ Preistransparenz – Schnäppchen nur über die Bestpreis-Option
+ Neue und hochwertige VW Busse – Nasszelle nur im Road House
+ Unbegrenzte Freikilometer
+ Alles nötige inklusive
+ Komfortabel und sicher online buchen

Wer einen modernen Camper für den Urlaub sucht, kommt kaum an Roadsurfer vorbei. Ein sehr guter Service und Top-Fahrzeuge stehen auf der Pro-Seite. Dafür muss man mindestens 75 Euro die Nacht rechnen – in der Nebensaison. Günstiger wird es erst wieder bei besonders langen Mieten und mit dem Camper-Abo. Eine Tarifvariante, die in der Zukunft mit Sicherheit eine Rolle spielen wird.

Roadsurfer im Test

Wo hat Roadsurfer ĂĽberall Standorte?

++++

Der MĂĽnchner Anbieter hat mittlerweile 13 Stationen in Deutschland und 22 in ganz Europa. Die Pfeile auf der Karte deuten es an: Mit den modernen und schnellen Bullis erreicht man mit den vorhandenen Stationen schnell ganz Europa. Allerdings: AuĂźer in der Nebensaison auf Nachfrage mĂĽssen die Camper dort wieder abgegeben werden, wo sie ĂĽbernommen wurden.

Roadsurfer im Test: Ăśbersicht ĂĽber die Standorte
Die 22 Standorte in Europa. / Quelle: roadsurfer.com

Wie sind die Versicherungspakete und was passiert im Schadensfall?

++++

Wie die meisten anderen Camper-Vermieter gibt es bei Roadsurfer die Versicherungspakete in drei Varianten: Basic (inklusive), Advanced (15 Euro/Tag) und Complete (29 Euro/Tag). Die Unterschiede sind groß, am gravierendsten beim Selbstbehalt. Der beträgt nämlich 1500, 800 oder 0 Euro. Es sei denn, der Mieter/die Mieterin ist unter 23 Jahre alt, dann liegt der Selbstbehalt bei 3000, 1500 oder 500 Euro. Diese Tabelle von Roadsurfer gibt eine gute Übersicht über die drei Optionen:

Roadsurfer im Test: Ăśbersicht ĂĽber die drei Versicherungsmodelle
Die verschiedenen Versicherungsmodelle von Roadsurfer. / Quelle: roadsurfer.com

Im Vergleich mit anderen Anbietern ĂĽberzeugt vor allem die Mobilitätsgarantie, sie stellt sicher, dass man im Schadensfall schnell Hilfe und/oder einen Ersatzwagen bekommt. Wichtig ist, sich bei Schäden, insbesondere bei Unfällen, an das Roadsurfer-Protokoll zu halten: 

Lies dir zu den Versicherungsbedingungen am besten auch die Ziffern 11 bis 13 der Roadsurfer AGB durch. So weiĂźt du genau, was im Schadensfall deine Rechte und Pflichten sind.

Wir haben Roadsurfer in der Kategorie “Versicherungen” mit ++++ bewertet, weil die Leistungen in der schon integrierten Basic Versicherung über das Übliche hinausgehen (zweiter Fahrer, Mobilitätsgarantie) und dann in den Varianten Advanced für 15 Euro/Tag und Complete für 29 Euro/Tag sehr guten Schutz zu einem angemessenen Preis bieten. Ein + Abzug gibt es, weil bei kleineren Schäden schnell relativ hohe Kosten auf die Mieter zukommen. Das kann man aber kaum Roadsurfer anlasten, es liegt einfach am sehr guten Zustand der Fahrzeuge und dem Wert, den wir Autos bemessen. Sicher fährt man auch hier mit der Complete-Versicherung, sie deckt auch Schäden im Fahrzeuginnenraum ab.

Was fĂĽr Camper hat Roadsurfer im Angebot?

+++++

Roadsurfer setzt insgesamt auf moderne und schnelle Basisfahrzeuge. Am wichtigsten sind die Modelle “Surfer Suite” und “Beach Hostel Deluxe”, beides sind VW T6 Camping Varianten, also schnelle Busse, die auch unter vielen Höhenbeschränkungen (etwa an Stränden an der Algarve oder in Hossegor) durchschlüpfen. Außerdem gibt es einen noch etwas kompakteren City-Camper und mit dem “Road House” auch einen größeren Camper mit Wohnmobilcharakter im Angebot. Aber im Detail:

Die Surfer Suite

Ein bis ins Detail optimierter Campingausbau mit Gasherd, Kühlschrank, Stauraum und Außendusche, 4 Schlafplätzen, Standhöhe bei ausgefahrenem Aufstelldach und natürlich hervorragende Fahreigenschaften machen die Surfer Suite zum idealen Modell für einen ausgedehnten Campingurlaub, für Selbstkocher und Kilometerfresser.

Roadsurfer im Test: Das Modell Surfer Suit
Die Surfer Suite ist das Aushängeschild, der VW T6 California Ocean in der Roadsurfer Edition. / Quelle: roadsurfer.com

Das Beach Hostel Deluxe

Das Beach Hostel ist an sich eher eine etwas abgespeckte Version eines Campervans: Es gibt keine festeingebaute Küchenzeile, dafür aber 5 Sitze und Schlafplätze. Dieser Camper ist damit die richtige Wahl für alle, die mehr außerhalb des Campers als darin Urlaub machen wollen. Natürlich gibt es drehbare Sitze, einen Schlechtwetter-Tisch und einen mobilen Gaskocher – im Gegensatz zu den Modellen Road House und Surfer Suite ist man aber schon eher auf die Infrastruktur eines Campingplatzes angewiesen.

Roadsurfer im Test: Das Modell Beach Hostel Deluxe
Das Modell Beach Hostel Deluxe mit 5 Schlafplätzen. / Quelle: roadsurfer.com

Das Modell Road House

Wie der Name andeutet, ist das Road House der größte der Roadsurfer Camper, ein kleines Haus auf Rädern eben. Das Basisfahrzeug ist ein Fiat Ducato, der Ausbau von Westfalia. Warmes Wasser, 4 komfortable Schlafplätze und eine Nasszelle: Das Road House vereint die Vorteile eines Wohnmobils in einem kompakten, schlüssigen Design. Wie alle anderen Roadsurfer darf auch der Ducato mit einem normalen Klasse B Führerschein gefahren werden.

Roadsurfer im Test: Das Modell Road House
Das Modell Road House ist das einzige mit Wohnmobilcharakter. / Quelle: roadsurfer.com

Das Beach Hostel

Einen sehr einfachen aber funktionalen Ausbau hat das Beach Hostel: Eine Eigenkreation der Roadsurfer. Standheizung, Liegefläche, Drehbare Vordersitze und eine Heckküche in den T6, fertig ist der Campervan. Neben dem individuellen Ausbau hat das Beach Hostel den Vorteil, der günstigste Camper im Angebot zu sein – solange man nur zu zweit reist.

Roadsurfer im Test: Das Modell Beach Hostel
Das Modell Beach Hostel ist ein von Roadsurfer konziperter Camper. / Quelle: roadsurfer.com

Weitere Modelle

Roadsurfer vervollständigt die Palette geschickt mit zwei Marco Polo Varianten von Mercedes Benz und einem Ford Nugget – der beeindruckt mit 5 Schlafplätzen und einer vollwertigen Küche im Heck. Außerdem gibt es die Möglichkeit den Hund mitzunehmen, dafür muss die Dog Suite gebucht werden.

Zu allen 8 Campervan Modellen gibt es übrigens hervorragende Erklärvideos von Roadsurfer. So findet jeder den passende Camper (vor der Reise) und keine der vielen Funktionen bleibt vergessen und ungenutzt (während der Reise). Einfach auf den Detailseiten der Modelle nach unten scrollen, da sind die Videos eingebunden.

Wir haben die Camper von Roadsurfer mit +++++ bewertet, weil die Fahrzeuge und Ausbauten insgesamt sehr hochwertig sind, die Campingfunktionen durchdacht ist und die Produktpalette sich stimmig ergänzt und für jeden einen passenden Campervan bereithält.

Wie sind die Preise?

++++

Die Preise bei Roadsurfer sind nicht die gĂĽnstigsten. Auf den ersten Blick. Schaut man sich allerdings die Leistungen im Einzelnen an und vergleicht das Angebot mit anderen T6 California Vermietungen, merkt ma schnell, dass die Preise durchaus fair und marktgerecht gestaltet sind.

Positiv ist auch, dass die Preise sehr transparent sind. Zu jedem Zeitpunkt ist klar, was die Camper pro Nacht kosten. Pro Nacht ist dabei schon ein Kniff, denn so zählen An- und Abreisetag nur als halbe Tage. Im Vergleich mit manch anderem Vermieter spart man hier. Zum Grundpreis pro Nacht kommen Kosten für zusätzliches Material. Allerdings ist alles, was man für den Camping-Trip braucht, grundsätzlich schon inkludiert. Etwa das Geschirr oder ein Campingtisch mit Stühlen.

Zusätzlich wird noch eine Servicepauschale von 89 Euro fällig. Für die Dog Suite sind es sogar 179 Euro. Das ist schon eher viel.

Die Versicherungspakete schlagen mit 0 – 29 Euro (allerdings pro Tag) zu Buche.

Eine durchschnittliche Buchung in der Nebensaison kostet dann also:

Roadsurfer im Test: Eine Beispielbuchung
Eine beispielhafte Buchung bei roadsurfer. / Quelle: roadsurfer.com

789 Euro fĂĽr eine Woche Beach Hostel Delux mit dem Advanced Versicherungspaket. Das bleibt relativ hochpreisig, vergleichbare Angebote dĂĽrften allerdings kaum gĂĽnstiger zu finden sein. Wer es doch schafft, kann von der 

→ Bestpreis-Option Gebrauch machen. Wer ein günstigeres Angebot mit vergleichbaren Konditionen findet, bekommt den günstigeren Preis von Roadsurfer. Lies dir die genauen Bedingungen dazu durch. Anders als andere Bestpreis-Garantien ist das kein reines Marketing Geschwurbel. Was hängen bleiben dürfte ist auch: Wow, diese T6 California kosten einfach überall viel.

→ Satte Rabatte: Ab einer Miete von 16 Nächten bekommt man 5% auf die Miete, ab 23 Nächten 10% und ab 37 Nächten 15% Rabatt. Gut sind auch die Camper-Abos. Hier kann man Camper fĂĽr 3 Monate oder länger mieten. FĂĽr Bands, die auf Tour gut auf den Mietwagen aufpassen (Gibt`s das?) und Elternzeitreisen eine Idee. Wir glauben, die Abomodelle werden in Zukunft noch flexibler und gĂĽnstiger. 

Wir haben die Preise mit nur ++++ bewertet, weil sie in dieser Camper-Kategorie tatsächlich günstig sind. Außerdem gibt es noch die Bestpreis-Option und zusätzlich werden die CO2 Emissionen kompensiert.

Was ist alles inklusive, was kann man dazubuchen?

++++

Buchen, sich alles zeigen lassen, einsteigen und losfahren: Bei den Roadsurfern ist fast alles notwendige für den Campingtrip inklusive. Das betrifft zum Beispiel die Küchenbox mit Caféteria oder einen Campingtisch mit zwei Stühlen. Dinge, für die der Konkurrent Indie und andere mittlerweile Gebühren nehmen. Ganz ohne geht es allerdings auch bei Roadsurfer nicht: Das Bettwäsche Set kostet 29 Euro.

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AuĂźerdem sind die Kilometer unbegrenzt frei und neben einer Vielzahl an Videos zu den Fahrzeugen online gibt es eine individuelle Fahrzeugeinweiseung.

Neben der verbauten Grundausstattung unterscheiden sich auch die zubuchbaren Extras von Modell zu Modell, für das Road House etwa braucht man natürlich nicht noch eine zusätzliche Campingtoilette.

In der Regel kann man dazubuchen: 

  • Kindersitz
  • Dachträger
  • Fahrradträger
  • Zusätzliche CampingstĂĽhle
  • Mobile Toilette
  • Bettwäsche

→ Der Fahrradträger kostet 4 Euro pro Tag. Weil es einfacher ist, ihn montiert zu lassen, ist auf einigen Roadsurfern der Träger drauf, obwohl er nicht gebucht wurde. Natürlich kann man sich nicht darauf verlassen, aber wer die Möglichkeit hat, flexibel noch Räder einzupacken, kann davon durchaus profitieren.

Wir haben die Inklusivleistungen mit ++++ bewertet, vor allem, weil keine Preisfallen lauern. Außer Bettwäsche ist alles im Bulli, was man auf jeden Fall braucht und dazu sind die Kilometer frei und der Service Top. Abzug gibt es eben wegen besagter Bettwäsche.

Welche Corona Regelungen gibt es?

Im Jahr 2020 können wegen der Corona Pandemie alle Buchungen bis 48 Stunden vor der geplanten Reise kostenfrei umgebucht oder storniert werden. Der Reisepreis wird allerdings als Gutschein für eine spätere Reise erstattet. Ob eine ähnliche Regelung auch im Jahr 2021 Anwendung findet, wird letztlich wohl auch der Verlauf der Pandemie entscheiden.

Tipps zur Buchung

Wie buche ich einen Campervan bei Roadsurfer?

Nichts einfacher als das. Die Buchung kannst du bequem und sicher online vornehmen. Navigiere ĂĽber einen der vielen Buttons auf die Buchungsseite von Roadsurfer.

Hier gibt man die Abholstation und die Reisedaten über den Kalender in die Suchmaske ein. Jetzt noch das Wunschmodell auswählen und wenn es verfügbar ist mit “Bus verfügbar – nächster Schritt” bestätigen. Achtung: Die Busse können nicht an Sonn- und Feiertagen abgeholt und abgegeben werden.

Roadsurfer im Test: So bucht man einen Camper bei Roadsurfer
Im ersten Schritt wählt man die Daten, die Station und den Camper aus. / Quelle: roadsurfer.com

Nun müssen Versicherung und Extras gebucht werden. Damit steht auch der finale Preis fest, es kommen keine zusätzlichen Kosten in den nächsten Buchungsschritten auf dich zu.

Roadsurfer im Test: die verschiedenen Versicherungspakete
Versicherungspakete und Campingzubehör wie der Fahrradträger werden im zweiten Schritt ausgewählt. / Quelle: roadsurfer.com

Im dritten Schritt müssen die persönlichen Daten eingegeben werden. Das sieht so aus:

Roadsurfer im Test: Schritt 3 der Buchung
Die Dateneingabe. Auf der rechten Seite ist immer eine Ăśbersicht ĂĽber die Buchung eingebettet. / Quelle: roadsurfer.com

Im vierten Schritt gibt es noch einmal eine Ăśbersicht aller Buchungsdaten.

Roadsurfer im Test: Gutschein angeben und bezahlen
Unten kann man einen Gutscheincode eingeben und noch Bemerkungen hinzufĂĽgen. / Quelle: roadsurfer.com

Die AGB lesen und/oder als gelesen markieren, die Daten bestätigen und buchen. In fünf Minuten ist das gemacht, aber natürlich sollte man sich mehr Zeit nehmen. Zu diesem Zweck kann man übrigens auch nach jedem Schritt die eigene Auswahl per Mail mit Freunden teilen.

Mit der Buchung werden 50% den Mietpreises als Anzahlung fällig, 30 Tage vor Mietbeginn der Rest. Bezahlt werden kann per Überweisung, Kreditkarte oder per Paypal. Alle Zahlarten sind kostenfrei. Für die Kaution braucht man dann aber doch wie gewohnt eine Kreditkarte.

Drei Spartipps fĂĽr Roadsurfer

1. FrĂĽh Buchen

Je nun: Sparen ist relativ zur Erwartungshaltung. Bei Roadsurfer gibt es zwei Preise pro Modell, einen für die Hauptsaison und einen für die Nebensaison. Nun kann man sich, gerade wenn der Termin nicht schon feststeht, natürlich die “wertvollsten” Wochenenden und Wochen frühzeitig sichern. Denn besonders nachgefragte Zeiten sind bei Konkurrenten wie Indie Campers mit dynamischen Preisen häufig deutlich teurer.

Die Nebensaison geht vom 16.09 bis zum 31.05
Die Hauptsaison geht vom 01.06 bis zum 15.09

Wie wäre es zum Beispiel mit einem Silvestertrip mit dem Roadsurfer?

2. Urlaub mit Freunden

Die Grundpreise für Wohnmobile und Camper sind relativ hoch. Sparen kann man entweder, in dem nach Schnäppchen sucht, oder, in dem man sich den Camper mit mehreren Personen teilt. In den meisten der Busse kann man zu viert übernachten – wenn man sich vertraut ist und mit dieser Nähe zurechtkommt. Auch muss sich jeder beim Packen einschränken, denn was keinen Platz in den Staufächern findet, geht die ganze Reise im Weg rum.

3. Die Bestpreis-Option

Oben haben wir sie bereits besprochen: Die Bestpreis-Option von Roadsurfer. Dafür muss man Roadsurfer bis 24 Stunden nach der Buchung ein vergleichbares Angebot für einen VW T6 California Ocean oder California Beach vorlegen – und bekommt dann den günstigeren Preis. Allerdings werden hier auch Leistungsunterschiede bepreist, sind beim anderen Anbieter etwa die Kilometer nicht unbegrenzt frei, wird das mit eingerechnet. So dürfte häufig herauskommen, dass der Roadsurfer Preis gar nicht so hoch ist, wie man gedacht hat. Für Sparfüchse ist die Bestpreis-Option aber auf jeden Fall ein Anreiz, das Internet gründlich zu durchforsten.

Tipps zur Reise

Was kostet ein Urlaub mit einem Roadsurfer Campervan?

Folgende Kosten kommen auf dich zu:

  • Anreise: Flug, Bahn oder PKW
  • Camper Miete
  • Sprit und Maut
  • Lebensmittel
  • Stellplatz oder Campingplatz
  • Restaurantbesuche
  • Eintritte
  • Mitbringsel und Andenken

Die Kosten kann man in drei Gruppen aufteilen: Da sind die Einmalkosten wie An-und Abreise, die linearen Kosten für das Leben unterwegs (Sprit, Essen, Trinken, Campingplätze) und flexible Kosten, die je nach Urlaubsanlage sehr unterschiedlich ausfallen können. Ein Beispiel für Südportugal:

Kostentabelle Portugal p.P. zu zweit

FlĂĽge Camper Stellplatz Essen/Trinken Sprit/Maut
30 – 150 Euro 50 Euro / Nacht 10 Euro / Nacht 25 Euro / Nacht 15 Euro / Nacht

Insgesamt kommt man so auf Kosten von etwa 100 Euro pro Person und Nacht. Dazu kommt die Anreise und individuelle Ausgaben. Reisen in der Nähe des Heimatortes, wie sie immer mehr Menschen auch wegen Covid-19 planen, für die man keine Anreise buchen muss, lohnen sich schon ab wenigen Tagen. Weitere Reisen lohnen sich dagegen erst ab einem längeren Aufenthalt von min. einer Woche, auch, weil man pro Buchung ja eine pauschale Servicegebühr bezahlt.

Die Kosten sind also sehr individuell, mit 100 Euro pro Person und Tag sollte man aber schon planen. Ausnahme: Ihr mietet zu dritt oder viert einen Camper, denn dann reduzieren sich die Kosten pro Person natĂĽrlich deutlich.

Packliste fĂĽr den Urlaub mit dem Roadsurfer Bulli

Eine Sache, die am gemieteten Camper nervt: Die Schränke sind leer bis auf die letzte Nudel. NatĂĽrlich möchte man auch nicht in Sojasaucen Flecken vom Vormieter schlafen. Aber das man alles wieder selber kaufen muss, ist schon mĂĽhsam, der Urlaub ist schlieĂźlich kurz genug. Es lohnt sich daher, schon vorab einige Dinge zu kaufen und zu planen. Zum Beispiel ist eine kleine ReisegewĂĽrzbox äuĂźerst sinnvoll. 

  • FĂĽhrerschein & Kreditkarte
  • Schlafsack, Laken und Kissen
  • Stirnlampe
  • Trinkflasche
  • Haussocken oder Schuhe
  • GewĂĽrzbox
  • Schwamm und SpĂĽli (biologisch abbaubar)
  • Gutes Taschenmesser
  • Spiele
  • BĂĽcher
  • Feuerzeug
  • Reiseapotheke
  • Panzerband

Tipps fĂĽr Surfer

Beste Jahreszeit (fĂĽr Portugal)

Lissabon, Ericeira, Peniche Algarve
Beste Surfmonate September – November Oktober – März
Sonne / Regen etwa 30% Regentage etwa 15% Regentage
Lufttemperatur 15 – 25 °C 10 – 26 °C
Wassertemperatur 17 °C 13 – 19 °C
Roadsurfer im Test: Tipps fĂĽr Surfer
Unterwegs in Peniche, Portugal

Die beste Zeit, um in Portugal Surfen zu gehen, sind Herbst und Winter. Während in Zentral- und Nordportugal der Herbst die beste Jahreszeit ist, ist die Algarve den ganzen Winter über Sehnsuchts- und Zufluchtsort. Übrigens nicht nur für Surfer. Netter Effekt: Die meisten Wellen in Europa laufen in der Campervan Nebensaison. Wer mit dem Camper zum Surfen möchte, sollte unbedingt daran denken, einen Dachträger zu buchen. Aber woran sonst noch?

Ergänzende Packliste für Surfer

  • Change Robe, am besten eine warme
  • Change mat oder Sack fĂĽr die Neos
  • genug Surfwachs
  • SchlĂĽsselsafe
  • Repairset
  • Ersatz Leashes
  • Surf Guide als Buch (Zum Schmökern!)
  • Wetsuit (Eher das Board leihen, als den Anzug)
  • Fin Key
  • Booties, Haube, Earplugs
  • NeobĂĽgel zum Trocknen

Schlussbemerkungen

Häufig gestellte Fragen

Lohnt es sich, einen Camper bei Roadsurfer zu mieten?

Ja! Bei den Campern führt kaum ein Weg an Europas größtem Vermieter Roadsurfer vorbei. Die Bullis sind immer aktuell und in sehr gutem Zustand. Auch der Service ist Spitze. Dafür kosten die Camper mehr, als auf einer privaten Vermietbörse.

Wie ist die Corona-Policy?

Buchungen können bis 48 Stunden vor der geplanten Bulli Übergabe kostenlos geändert oder storniert werden. Die Anzahlung oder die bereits ganz gezahlte Miete wird dann für eine spätere Reise gutgeschrieben.

Muss man eine ReservierungsgebĂĽhr bezahlen?

Ja, innerhalb von einer Woche nach der Buchung müssen 50% des Gesamtpreises bezahlt werden. Die restlichen 50% sind dann 30 Tage vor dem Roadtrip fällig. Bei kurzfristigen Buchungen ist direkt die ganze Summe fällig.

Wo hat Roadsurfer ĂĽberall Stationen?

Roadsurfer hat über ganz Deutschland verteilt 13 Stationen und in Europa (vor allem Westeuropa) insgesamt 22. Eine vollständige Liste mit einer Übersichtskarte findet ihr auf der Website des Unternehmens.

Was kostet ein Camper pro Tag?

Die günstigsten Camper kosten 75 Euro in der Nebensaison, allerdings pro Nacht. So bezahlt man An-und Abreisetag jeweils nur halb. Teurere Camper und das Wohnmobil Modell “Road House” kosten um die 100 Euro pro Nacht in der Nebensaison. In der Hauptsaison liegen die Preise etwa 20 Euro höher. Insgesamt kostet ein Urlaub mit dem gemieteten Camper um die 100 Euro pro Person und Nacht.

Ist die Versicherung inklusive?

Das Basic Versicherungspaket ist im Grundpreis enthalten, ja. Allerdings können hier mit Pech hohe Kosten auf die Mieter zukommen: Der Selbstbehalt bei Schäden liegt bei 1500 Euro. Wem das zu viel Risiko ist, der sollte sich am Ende doch für die Versicherungsmodelle “Advanced” oder “Complete” entscheiden. Diese sind allerdings nicht inklusive.

Wie viele Personen können in einem Camper schlafen?

Roadsurfer hat Camper für zwei (das Beach Hostel) bis 5 (Beach Hostel Deluxe, Camper Cabin) im Angebot. Meist wird dabei mit 2 Erwachsenen und 3 Kindern gerechnet. In die Camper und das Wohnmobil passen ansonsten meist 4 Erwachsene, allerdings wird es dann eng bei vielen Aktivitäten des täglichen Campinglebens.

Gibt es ein Mindestalter, um einen Camper bei Roadsurfer zu mieten?

Bei Roadsurfer kann man schon mit 18 Jahren einen Camper mieten. Allerdings werden die Versicherungskonditionen für junge Mieter unter 23 Jahren schlechter: Die Selbstbeteiligung ist deutlich höher und kann auch mit der Complete Versicherung nur auf 500 Euro gedrückt werden.

Kann man seinen Hund mitnehmen?

Ja, das geht. Dafür muss allerdings die Dog Suite gebucht werden, das sind T6 California Ocean Bullis, die Roadsurfer für die Vermietung mit Hund bereithält. Die Servicepauschale ist mit 179 Euro für die Dog Suite recht hoch.

Gibt es eine Mietkaution?

Ja, bei der FahrzeugĂĽbergabe werden 800 Euro auf der Kreditkarte eingefroren.

Welche Camper Modelle hat Roadsurfer?

Roadsurfer setzt auf die VW T6 California Modelle Ocean und Beach, das Westfalia Columbus “Road House”, zwei Mercedes Benz Marco Polo Modelle, das Nugget von Ford und auf einen Eigenbau im T6.

Roadsurfer VW T6 California Ocean

Ist man mit einem Roadsurfer wirklich klimaneutral unterwegs?

Tja, diese Frage ist nicht ganz leicht zu beantworten. SchlieĂźlich kann niemand Umweltkosten pro Tonne CO2 mit Sicherheit beziffern. Roadsurfer kompensiert den CO2 AusstoĂź der Bullis bei Climate Partner und unterstĂĽtzt damit direkt ein Projekt zum Waldschutz in Brasilien. Im Jahr 2019 wurden so beinahe 3000 Tonnen CO2 kompensiert.

Fazit zu Roadsurfer

Roadsurfer ist nach eigenen Angaben die größte Campervan Vermietung in Europa. Dabei liegt die GrĂĽndung kaum 5 Jahre zurĂĽck. Und tatsächlich sieht man immer mehr der zweifarbigen Bullis auf den Campingplätzen in Frankreich, an österreichischen Bergseen oder auf einem der vielen dänischen Wohnmobilstellplätze. Roadsurfer bedient also sehr erfolgreich eine Nachfrage nach schnellen und hochwertigen Campern. Die Grundlage fĂĽr den Erfolg legen die MĂĽnchner dabei mit eben den hochwertigen Bullis und mit konstant hervorragendem Service, On- wie offline. 

Einschränkungen gibt es zum Beispiel bei den Übergabezeiten an der Standorten, diese sind auf wenige Stunden und Montag bis Samstag terminiert. Andererseits ist auch das wieder Grundlage für den dann reibungslosen Ablauf und eben den guten Service. So sind die Camper von Roadsurfer eher nicht die Festivalkisten, sondern Bullis für einen Familienurlaub im Sommer oder die schnelle Alltagsfluchtmaschine für Pärchen.

Dabei wird es lokal immer günstigere Möglichkeiten geben, an einen Camper zu kommen (wenn auch keinen VW T6 California Ocean), etwa über Portale wie Campanda oder Paul Camper. Aber das bedeutet auch einen Mehraufwand und der Verzicht auf den wirklich guten Roadsurfer-Service.

Roadsurfer im Test: Mit dem Roadsurfer kommt man schnell ans Ziel
Romantischer Spontan-Trip ans Mehr: Mit den schnellen Bullis ohne Kilometerkosten eine gute Idee.

Wer bei einem professionellen Vermieter ein gĂĽnstigeres Angebot findet, kann auch von der Bestpreis-Option Gebrauch machen, Roadsurfer reduziert dann ebenfalls auf Anfrage den Preis. Realistischerweise wird man aber nach einer Weile doch einsehen, dass die Roadsurfer Preise durchaus fair sind.

Und das, obschon Roadsurfer den CO2 Ausstoß der Flotte durch Zahlungen an ein Waldschutzprojekt kompensiert. Dies zum Abschluss, denn obwohl der Urlaub (wie eigentlich jeder Urlaub) mit dem Camper kaum als nachhaltig durchgeht, bemüht sich Roadsurfer immerhin darum, den eigenen Fußabdruck und den der Kunden zu verkleinern. Und hängt das nicht an die große Werbeglocke. Das gefällt uns und es ist auch ein Indikator dafür, wieso Roadsurfer so beliebt bei seinen Kunden ist: Wegen dem Selbstverständnis, mit dem das eigene Handeln reflektiert und verbessert wird.

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