VW Bus / Bulli mieten (Portugal): Anbieter-Test 2020

VW Bus / Bulli mieten (Portugal): Anbieter-Test 2020

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Eine der großartigsten Möglichkeiten des Reisens ist – wie ich finde – das Vagabundieren entlang der atlantischen Küste von Welle zu Welle und Strand zu Strand. Es ist das Kerouak’sche on the road dieser Tage, nicht trampend oder auf Güterzüge springend, aber immerhin, die Nase hängt im salzigen Fahrtwind, der Rotwein kommt aus dem Kanister und am Ende der Straße wartet das freudige Ungewisse. Die große, alles entscheidende aristotelische Frage nach der Eudaimonia (dem guten Leben) kann dir ein Bulli mit einfachen Mitteln beantworten: Was brauchst du zum Glücklichsein? Du kannst dich hier ganz allgemein über das Thema Wohnmobil mieten in Portugal informieren. In diesem Artikel geht es nur um VW Busse und Bullis.

Vorabinformationen

VW Bus / Bulli in Portugal mieten: Die Vorteile auf einen Blick

– ortsungebunden und flexibel einen Bulli auch an der Algarve mieten
– Bulli – Feeling ohne aufwendige und teure Instandhaltung
– Unterkunft/Mietwagen in einem
– Reisezubehör und Sportgeräte können mitgebucht werden
– Option für Kurztrips für Reiseziele, die mit dem eigenen Bulli zu weit entfernt wären
– Echte Entschleunigung und stilvolles Campen
– schnelle An- und Abreise
– Reisetipps von den Vermietern

VW Bus / Bulli mieten (Portugal): Mit dem Bulli unterwegs im Südwesten Portugals.
Mit dem Bulli unterwegs an der Costa Vicentina in Portugal

Direkt-Vermieter vs. Vermittlungsplattformen

Für normale Wohnmobile gibt es zwei Möglichkeiten des Mietens in Portugal. Entweder über Vermietungen (große mit viel Auswahl und guter Buchungsübersicht oder kleine sympathische) oder über eine Plattform (ähnlich wie Airbnb für Wohnungen), über die Privatpersonen und professionelle Vermieter ihre Bullis oft günstig anbieten. Bei VW-Bussen, Bullis und anderen Klassikern haben die Direktvermieter noch die Nase vorn, weil sie eine perfekte Wartung garantieren können und auch mehrere Fahrzeuge zur Auswahl haben. Die Vorteil- und Nachteile erläutere ich im folgenden Text.

Direkt-Vermieter im Überblick (entspannt und flexibel)

Schön ist eine zeitgemäß einfache und übersichtliche Online-Buchung, wie es bei den guten Direkt-Vermietern der Fall ist. Die Abhol-Stationen sind nahe an den Flughäfen gelegen, sodass die Anreise entspannt und schnell gelingt. Für die Abreise ist eine flexible Drop-off Regelung am Flughafen sinnvoll. Unbegrenzte Freikilometer sind ein absoluter Bonuspunkt, allerdings bei der Bulli Miete nicht so entscheidend wie bei einem T6 oder T7, mit dem man in einer Woche leicht einen Roadtrip von Porto nach Faro machen kann.

Mittlerweile gibt es einige Anbieter, die voll auf VW-Busse als Basisfahrzeuge setzen und sich mit einer unkomplizierten Fahrzeugbuchung hervortun und sich auch darüber hinaus den Anforderungen des modernen Vanlife-Kurztrip Paradoxon stellen. Hervorzuheben ist hier der Anbieter Siesta Campers, der die Algarve von Faro aus mit liebevoll gewarteten T2 Bullis und modernen T6 Campern versorgt.
Vermittlungsplattformen im Überblick (günstig)

Vermietungsplattformen im Überblick

Neben den Direktvermietern gibt es eine wachsende Anzahl an Vermietungsplattformen, über die man VW-Busse und Bullis privat mieten kann, ähnlich wie Ferienwohnungen bei airbnb. Auf diesen Plattformen findet man einige tolle Bullis zu vergleichsweise günstigen Preisen. Vor allem die Camper Klassiker VW-T3 kann man hier entdecken. Weil die Plattformen auch eine super Lösung anbieten, sich aber nicht wirklich mit Direktvermietern vergleichen lassen, haben wir dafür einen eigenen Vergleich gemacht. Die wgen ihrer Größe und der Fahrzeuganzahl interessantesten Plattformen sind Paulcamper, Campanda und Yescapa. Den Vergleich findet Ihr unter den Detailbeschreibungen der Bulli Vermieter.

Anbieter im Test

Bulli Vermietungen in Portugal im Vergleich

Anbieter
Website+++++++++++++++++++
Preis++++++++++++++++
Standorte+++++++++++++++++++
Fahrzeuge++++++++++++++++++++
Ausstattung+++++++++++++++++
min. Alter1921212021
Gesamtnote1,31,61,82,02,8

# 1. Platz Siesta Campers (Gesamtnote 1,3)

Siesta Campers entstand aus der Leidenschaft für Bullis und die Weite der Straße heraus. Inzwischen vermietet der Familienbetrieb beides: Moderne VW Busse mit 175 und allem Schnickschnack, genau wie klassische T2 Bullis. Weil die Mädels und Jungs von Siesta die Busse selber auf- und ausbauen, haben sie sich nebenher zu einem der absoluten Fachbetriebe für Bulli-Reparaturen entwickelt. Ein erstklassiger Roadservice versteht sich da von selbst.

VW Bus / Bulli mieten (Portugal): Ein T2 von Siesta Campers vor einem portugiesischen Fischerdorf
Ein originaler T2 von 1978 vor einem portugiesischen Fischerdorf. / Quelle: Screenshot von siestacampers.com

Fazit zu Siesta Campers

Egal ob man auf der Suche nach einem VW T6 mit viel Komfort und Zubehör ist, oder mit einem klassischen Bulli entschleunigen will: Siesta Campers ist eine gute Adresse für VW Busse in Portugal. Mit Standorten an allen drei großen Flughäfen Portugals (Porto, Lissabon und Faro), fairen Preisen und einem hervorragender Kundendienst holt sich Siesta Campers den ersten Platz in unserem Bulli Vergleich Portugal.

– Viele verschiedene Modelle, T6 und T2
– Unbegrenzte Freikilometer
– Bettwäsche und Küchenzubehör inkl.
– Bulli mieten schon ab 1 Jahr Führerscheinbesitz
– Keine versteckten Kosten
– Übersichtlicher Buchungsprozess
– Bullis in Porto, Faro und Lissabon

# 2. Platz Pura Vida Campers (Gesamtnote 1,6)

Mit nur vier Campern startet Pura Vida Campers das ehrgeizige Vorhaben, das authentische Roatripfeeling für Portugal zu bewahren. Deshalb haben ihre Bullis Namen und deshalb sind sie nicht gebrandet. Mit echten wohlfühl Charakter VW-Bussen und einer modernen und kundenfreundlichen Vermietphilosophie können die reiseerfahrenen Pura Vida Gründer außerdem punkten und sind die Empfehlung für Ericeira.

VW Bus / Bulli mieten (Portugal): Ein schöner T3 vom sympathischen Anbieter Pura Vida Campers.
Ein schöner Bulli (T3) vom kleinen Anbieter Pura Vida Campers im Raum Lisboa. / Quelle: Screenshot von puravidacampers.de

Fazit zu Pura Vida Campers

Liebevolle Bullis und eine sehr persönliche Camper Erfahrung sind die Besonderheiten von Pura Vida Campers. Hier gibt es nicht einen von 40 Bussen für einen von 4000 Kunden – Sondern Bulli Claudia für Thorsten und Sybille. Der Vermieter ist in der Fischer- und Surferstadt Ericeira zu Hause. Die Übergabe der Bullis kann aber auch am Flughafen Lissabon stattfinden. Die Pura Vida Campers sind auch eine gute Option für alle, die darüber nachdenken, einen T3 zu kaufen und erst einmal einen Probeurlaub machen wollen.

– charmante Bullis im World Surfing Reserve Ericeira
– Bulli / VW-Bus mieten ab 21 Jahren
– inkl. Surfguide, Roadmap, Bettwäsche, gute Küchenausrüstung und Handtücher
– viel Zubehör, auf Anfrage auch Sonderwünsche
– unbegrenzte Freikilometer
– Transfer nach Lissabon 50 Euro / Oneway

# 3. Platz Roadsurfer (Gesamtnote 1,8)

Profi-Ausbau und ordentlich PS. Die Münchner Van-Vermietung bedient die Diskrepanz zwischen Vanlife-Feeling und Anspruch an die potentielle Allgegenwärtigkeit: Heute hier, morgen dort. Klar, dass die superneuen Fahrzeuge auch etwas mehr kosten. Dafür überzeugt Roadsurfer mit Standorten in Lissabon und Faro, einer großen VW-Bus Flotte und einem modernen und komfortablen Buchungsprozess.

VW Bus / Bulli mieten (Portugal): Ein moderner T6 mit komfortablen Ausbau der Firma roadsurfer.
Moderne Busse und top Ausbauten sind die Markenzeichen von roadsurfer. / Quelle: Screenshot von roadsurfer.de

Fazit zu Roadsurfer

Roadsurfer setzt ganz auf verlässlichen VW-Busse der moderneren Baureihen. Damit kann man flexibel und schnell auf viele Eventualitäten reagieren. Dass auch die Marke selbst flexibel ist, zeigt sich gerade unter den erschwerten Bedingungen der Corona Krise. Als Bulli Vermieter mit vielen Stationen in ganz Europa bietet Roadsurfer Blanco-Mieten an. Je nach Reisebestimmungen kann dann kurzfristig das Reiseziel ausgesucht werden. Im “Schlimmsten” Fall auch Deutschland.

– moderne VW-Busse mit modernen Ausbauten
– viele Standorte in ganz Europa
– großer Anbieter mit flexiblen Corona-Kulanz-Angeboten
– günstige Langzeitmieten
– Moderne und übersichtliche Online-Buchung

# 4. Platz Camper Tales (Gesamtnote 2,0)

Camper Tales vermietet Hauptsächlich den Bulli Klassiker T2. Dazu einige T3 und auch drei moderne VW-Busse vom Typ T6. Der Anbieter aus dem Raum Lissabon überzeugt dabei mit schönen und auch im Innenausbau den Originalen nachempfundenen Bulli-Klassikern und relativ günstigen Preisen. Vor allem die Versicherungs-Upgrades sind im Vergleich sehr günstig.

VW Bus / Bulli mieten (Portugal): Ein T2 von Camper Tales mit den klassischen Applikationen steht in Cascais bei Lissabon.
Ein T2 mit Ausstelldach und Sonnensegel vor der selten gesurften Welle am Cabo Raso bei Cascais. / Quelle: Screenshot von campertales.com

Fazit zu Camper Tales

Camper Tales ist ein sympathischer Vermieter aus dem Raum Lissabon. Die Preise variieren je nach Saison stark – während in der Hauptsaison die Preise je nach Bus bei bis zu 150 Euro am Tag liegen, kann man im Winter einen T3 in Top-Zustand ab 60 Euro mieten. Dabei haben die Busse schon sehr viel Zubehör, einiges kann auch extra gebucht werden. Um einen Bulli zu mieten, muss man allerdings per mail Kontakt aufnehmen und so auch alle Fragen klären. Das ist aufwendiger aber dafür persönlicher als bei den meisten anderen Vermietungen.

– Schöne, gepflegte Bullis verschiedenen Typs
– Umfassendes Zubehör inklusive
– Günstige Zusatzversicherung
– Transfers zum Flughafen Lissabon sind inklusive
– Bulli mieten ab 20 Jahren
– Wifi und Kindersitz inklusive

# 5. Platz Hanggtime (Gesamtnote 2,8)

Hanggtime vermietet T3 Bullis mit den originalen Ausbauten von Westfalia, Carthago und Fischer. Diese Vans der “Standard” Kategorie kosten immer 78 Euro am Tag. Daneben gibt es noch teurere mit Zusatzmaterial und günstigere Bullis, die meist selbst ausgebaut sind. Diese Festpreise machen Hanggtime zu einer der günstigsten Bulli Vermietungen in der Hauptsaison.

VW Bus / Bulli mieten (Portugal): Ein über Hanggtime vermieteter Bulli.
Ein über Hanggime vermieteter Bulli vom Typ T3. / Quelle: hanggtime.de

Fazit zu Hanggtime

Hanggtime vermietet in Portugal an den Standorten Faro, Porto und Lissabon Bullis. Diese können je nach Saison und Angebot (häufig reduzierter Grundpreis) relativ günstig sein. Auf der anderen Seite kann man sich ander als bei anderen Vermietern keinen Bulli aussuchen, sondern nur eine Kategorie, also Surfvan, Standart oder VIP. Außerdem kosten ganz grundsätzliche Dinge wie Bettwäsche und Geschirr extra. Das ist fies und nicht besonders kundenfreundlich.

– T3 Bullis in verschieden Ausführungen
– Günstige Preise in der Hauptsaison
– VW Bus mieten in Porto, Faro und Lissabon
– Roadtrip Angebote
– Einige Zusatzkosten
– Unübersichtliche Website

# 6. Platz VW Camper Rentals (Gesamtnote 3,0)

Eine Gruppe Bulli Enthusiasten hat eine Reihe VW Bullis vom Typ T2 ausgebaut und vermietet diese nun von Sintra bei Lissabon aus. Im Moment sind die Busse nur über die Plattform Yescapa zu buchen, dafür aber vergleichsweise günstig.

VW Bus / Bulli mieten (Portugal): Ein wieder aufgebauter T2 von den Bulli Enthusiasten von VW Camper Rentals.
Ein in den original Zustand versetzter T2. Eine kleine Zeitkapsel zu den Anfängen des Surfens in Portugal. / Quelle: https://www.vwcamper.com/

– T2 Bullis liebevoll rastauriert
– Günstige Busse über Yescapa
– VW Bus mieten in Lissabon
– kostenloser zweiter Fahrer

# 7. Platz Europe-by-van (Gesamtnote 3,2)

Europe-by-van ist das Partnerunternehmen von Hanggtime und vermietet moderne T6 Busse. Hier fallen aber die gleichen Dinge negativ auf: Viele Extrakosten und unklare Modellverfügbarkeiten. Im Segment der modernen Bullis ist Roadsurfer der klar bessere Anbieter.

VW Bus / Bulli mieten (Portugal): Das Suchfenster des Anbieters Europe by Van.
Der Anbbieter Europe-by-van listet zahlreiche moderne VW Busse in ganz Europa. / Quelle: Screenshot von https://www.europe-by-van.de/

– T6 Bullis in verschieden Ausführungen
– Günstige Hauptsaisonpreise
– VW Bus mieten in Porto, Faro und Lissabon
– Einige Zusatzkosten
– Unübersichtliche Website

Direkt-Vermieter: Standorte im Überblick

Wo kann ich einen Bulli in Portugal mieten?

Auf dieser Übersichtskarte sind die wichtigsten Bulli und VW-Bus Vermieter in Portugal gelistet. Dabei gibt es sowohl kleinere sympathische Vermieter, als auch Unternehmen mit einer ganzen Bulli-Flotte. In Zeiten von Corona zeigen sich vor allem die größeren Anbieter flexibel mit der Möglichkeit Gutscheine für eine ganze Reihe von Regionen auszustellen.

Shortcut Karte

1 Porto: Siesta Campers, Roadsurfer, Hanggtime, Europe-by-Van
2 Lissabon: Siesta Campers, Pura Vida Campers, Camper Tales, Roadsurfer, Hanggtime, Europe-by-van
3 Faro: Siesta Campers, Roadsurfer, Hanggtime, Europe-by-Van

Zusammenfassung: Die besten Bulli Vermieter in Portugal

Auch Bullis kann man also mit wenigen Klicks einfach und schnell über das Internet buchen. Dabei gibt es verschiedene Anbieter, die sich auf die alten Klassiker konzentrieren, andere, die vor allem moderne Bullis führen und einige, die beides machen. Wenn man weiß, was für einen Bulli man mieten möchte und am besten auch schon wo und wann, ergeben sich eigentlich zwangsläufig ziemlich klare Empfehlungen.

Der beste Anbieter an der Algarve ist Siesta Campers. Wer einen T3 fahren möchte und nach Lissabon will, schaut am Besten als erstes auf die Seite von Pura Vida Campers. Hanggtime und Europe-by-van sind eher nicht zu empfehlen, außer in der Hauptsaison, wenn die Festpreise vergleichsweise günstig sind. 

In der aktuellen Situation kann es helfen, auf einen anderen Standort ausweichen zu können. Hier hat wahrscheinlich Roadsurfer die höchste Resilienz, weil dieser Anbieter in ganz Europa Bullis hat.

Sich einen Bulli in Portugal zu mieten, ergibt für viele Reisende Sinn: Man kann sich ganz nach dem Wetter richten, muss sich weder um eine Unterkunft noch um einen Mietwagen kümmern und Surfer können direkt am Strand mit den besten Bedingungen übernachten. Allerdings ist genau das vielerorts schwieriger geworden und auch zu recht nicht mehr besonders gern gesehen. Gerade an Hotspots wie der Algarve oder der Costa Vicentina ist die Situation zunehmend angespannt. Zu empfehlen sind daher auch Bulli Roadtrips durch die nicht so überlaufenen Regionen in Portugal wie Minho e Douro oder as Altas Montanhas.

Gerade in den Sommermonaten kann es recht kostspielig sein, sich einen VW-Bus in Portugal zu mieten. Speziell die Gebühren für so basales Zubehör wie Campingstühle nerven und lassen die Kosten für ein Zwei-Mensch-Gefährt auf grob 1000 Euro die Woche anschwellen. Wer das fünfmal macht, kann sich auch selbst einen Bulli kaufen. Klüger ist natürlich dennoch die Miete, schon weil man sich dann in der restlichen Zeit nicht darum kümmern muss. Wer besonders lange unterwegs ist, findet beim Anbieter Roadsurfer gute Angebote.

Bulli mieten Portugal: Worauf muss ich aufpassen?

Dank des Online Angebots ist es deutlich einfacher geworden, von Deutschland aus einen Bulli für Portugal zu mieten. Meist sind die relevanten Details wie Verfügbarkeit, Ausstattung und Versicherung direkt über die Website der Anbieter ersichtlich oder lassen sich mit einer unkomplizierten Anfrage herausfinden. Diese Automatisierung und die erhöhte Nachfrage hat Anbieter wie Roadsurfer in Westeuropa erst möglich gemacht und die Preise deutlich gedrückt. Trotzdem gilt es bei der Buchung und auch später während der Reise im gemieteten Bulli noch einiges zu beachten. Die wichtigsten Fragen habe ich hier als Stichpunkte aufgeführt:

  • Mindestalter: Bei vielen Vermietern gibt es ein Mindestalter. Es kann auch sein, dass man schon seit 3 Jahren den Führerschein haben muss. Dabei unterscheiden die Anbieter auch oft die verfügbaren Bullis und die Versicherungen nach dem Alter.
  • Kreditkarte: Ohne Kreditkarte geht in der Regel gar nichts in Bezug auf Bulli mieten Portugal. Um Extrakosten zu vermeiden muss die Karte auf den Mieter laufen und in der Höhe des Selbstbehalts gedeckt sein.
  • Ausstattung: Ist alles, was man mindestens für den Trip braucht inklusive, oder entstehen Extrakosten?
  • Versicherung: Was kostet sie, was ist enthalten und was kosten Zusatzversicherungen? Von der Versicherung hängt auch ab, wie viel Kaution man hinterlegen muss, beziehungsweise, bis zu welcher Summe die Kreditkarte gedeckt sein muss. Es passiert häufig, dass man die teuerste Versicherung wählen muss, einfach weil man die Deckung der Kreditkarte nicht vor der Reise erhöht hat.
  • Service: Was passiert bei Schäden während der Reise?
  • Übergabe: gibt es einen Flughafenshuttle und/oder definierte Zeiten? Welche Kosten entstehen, wenn man außerhalb dieser Zeiten anreist?
  • Zusatzmaterial: Gibt es welches? Was kostet es?
  • Roadtrip: Ist es möglich, das Fahrzeug woanders abzugeben, als man es übernommen hat? Und welche Zusatzkosten entstehen?
  • Darf man über Landesgrenzen fahren, also zum Beispiel den Bulli schon in Deutschland mieten und damit nach Spanien fahren? Und entstehen dabei Zusatzkosten?
  • Wie viele Kilometer sind im Mietpreis inkludiert?
  • Zusätzliche Fahrer: Darf nur eine Person den Bulli fahren, oder sind direkt mehrere Fahrer versichert, oder muss man dafür extra zahlen?
  • Stornomodalitäten: Bis zu welchem Zeitpunkt kann ich kostenfrei stornieren und bekomme mein Geld zurück? Geht das überhaupt? Gibt es spezielle Regelungen während der Corona Krise?
  • Corona Schutz: Werden die Bullis gut gereinigt und desinfiziert?

Vermittlungsplattformen für Bullis im Vergleich

VW Bus / Bulli mieten (Portugal): Die verschiedenen Plattformen im Überblick.

# 1. Platz Yescapa (Gesamtnote 1,7)

Yescapa ist eine Plattform mit Sitz in Bordeaux. Schon durch diese Nähe zum Meer finden sich hier die meisten Bullis und VW Busse für die Region Portugal.

VW Bus / Bulli mieten (Portugal): Die Vermietplattform Yescapa im Detail.
VorteileNachteile
+ Diverse Fahrzeuge– Etwas umständlicher
+ Persönliche Vermieter– Sprachbarriere
+ Individuelle Vans– Servicegebühr extra
+ Versicherungsschutz
+ Viele Vans in Portugal
+ Zubehör
+ günstige Angebote

Fazit zu Yescapa

Yescapa ist für Portugal wahrscheinlich die attraktivste Plattform, vor allem weil hier aktuell die meisten Bullis angeboten werden. Allerdings sollte man englisch sprechen, um sich mit den Vermietern verständigen zu können. Geht man nur von der Nutzerfreundlichkeit und den Preisen aus, hat PaulCamper die Nase vorn. Einige professionelle Vermieter bieten ihre Bullis auch oder ausschließlich über Yescapa an.

# 2. Platz PaulCamper (Gesamtnote 1,9)

PaulCamper ist eine der größten deutschen Plattformen und hat bereits fast 6000 Camper auf der Seite, in Portugal ist die Community noch am wachsen.

VW Bus / Bulli mieten (Portugal): Der Anbieter PaulCamper in der Übersicht.
VorteileNachteile
+ Viele unterschiedliche Fahrzeuge– Etwas umständlicher
+ Persönliche Vermieter– Verfügbarkeit
+ Individuelle Vans
+ Günstige Preise
+ Zubehör
+ Versicherungsschutz
+ Top Internetseite

Fazit zu PaulCamper

PaulCamper ist eine gute Alternative für alle, die ein bisschen Zeit für die Recherche aufbringen können, und die flexibel sind, was das genaue Reiseziel angeht. Am Ende werden die Nutzer darüber entscheiden, welche Plattform sich durchsetzt. PaulCamper setzt dabei ganz auf private Vermieter und ist für mich die vielversprechendste Plattform, aktuell gibt es leider noch etwas wenige verfügbare Bullis in Portugal.

# 3. Platz Campanda (Gesamtnote 2,4)

Campanda ist eine weitere Plattform mit vielen Mitgliedern. Hier werden aber auch einige gewerbliche Angebote integriert, was das Ganze etwas unübersichtlich macht.

VW Bus / Bulli mieten (Portugal): Der Anbieter Campanda im Detail.
VorteileNachteile
+ Zubehör– Etwas umständlicher
+ Persönliche Vermieter– Verfügbarkeit
+ Individuelle Vans

Fazit zu Campanda

Campanda ist eine weitere gute Alternative, wenn man bei den beiden anderen Plattformen nicht fündig wird. Im Vergleich zu PaulCamper fällt auf, dass der Vermieter für mehr Details verantwortlich gemacht wird, etwa bei der Versicherung. In Portugal sind außerdem nur wenige Bullis auf der Plattform gelistet.

Fazit: Vermittlungsportale

Eine gute und günstige Alternative zu den professionellen Bulli Vermietern ist oft die Anmietung über eine Plattform wie PaulCamper. Allerdings sollten die Konditionen dann auch richtig geklärt sein: Was passiert, wenn der Zahnriemen reißt? Was ist, wenn in einer Polizeikontrolle der Zustand des Busses oder der Ausbau moniert werden?

Wer wenig Zeit hat, um sich zu informieren und flexibel sein möchte, bucht am Besten über einen der großen Anbieter wie Siesta Campers. Hier lässt sich alles schnell und unkompliziert online erledigen. Kleinere Vermieter haben oft individuellere Busse und sind manchmal günstiger. Generell ist das Reisen mit dem Bulli aber ohnehin schon eine schöne Budget Option. Und das gesparte Geld kann man dann teilweise in lokale Spezialitäten und Cerveja stecken – für die Region auch nicht das Dümmste.

Tipps zum Fahrzeug

Bulli mieten in Portugal mit Kind

Ein Roadtrip im Bulli mit Baby oder Kleinkind kann eine super Erfahrung sein  – Man sollte nur einige Dinge vorher planen:

  • Welcher Bulli: Im Zweifel sollte man sich lieber etwas mehr Platz gönnen. Denn während man die Kleider für sich sehr reduzieren kann, braucht der Kinderkrams Platz. Das heißt in jedem Fall ist ein Bulli mit Hochdach oder Aufstelldach empfehlenswert.
  • Reisezeit: Portugal ist natürlich das ganze Jahr über ein schönes Reiseziel. Allerdings sind die Winter teilweise sehr nass und nachts auch kalt, wenigstens im Norden Portugals. Auch hier kann etwas Größe sinnvoll sein und auch eine Gas- oder Diesel Standheizung ist sinnvoll, denn die trocknet auch die Luft im Bulli etwas.
  • Medizinische Versorgung und Infrastruktur: Beides ist in Portugal gut, sieht man vom ländlichen Raum ab. Waschen und Wäschetrocknen kann man an vielen Supermärkten. Wer auf Campingplätzen übernachten möchte, sollte sich vorab über die Saison und die Belegung informieren.
  • Zubehör: Das Fahrzeug muss natürlich über einen Kindersitz und die Möglichkeit verfügen, diesen korrekt zu befestigen. Bei den meisten Bulli Vermietern ist beides kein Problem, bei der privaten Anmietung über eine Plattform sollte man unbedingt klären, ob man einen Kindersitz leihen kann oder ob man ihn mitbringen müsste.

→ Für den Roadtrip mit Kind kann man vieles planen, manches muss/kann man aber auch auf sich zukommen lassen. Ein größere Bulli und eine wärmere Reisezeit sind gute Ideen, aber auch kein Muss. Bei den Anbietern gilt, was auch ohne Kind gilt, aber verstärkt: Bei Siesta Campers ist es einfach und schnell, bei PaulCamper umständlicher, aber dafür eventuell individuell passender.

Bulli mieten zum Surfen in Portugal

Das ist natürlich die Traumvorstellung: Dem lauten und ektischen Alltag entfliehen und in Portugal einen Bulli zum Surfen mieten. Tatsächlich gehen sehr viele der Vermieter auf die Surfer als Kunden ein und bieten auch Material wie Boards und Neos an.

SaisonWinter/FrühlingSommer/Herbst
Beste ReisezeitNov, März – MaiiSept – November
WellensicherheitSehr hochSehr hoch
Wassertemperatur13-17 °C16-20 °C
Lufttemp. min – max9 – 25 °C13 – 29 °C
Sonne / Regenetwa 20 % Regentageetwa 15 % Regentage

Der ideale Reisezeitraum zum Surfen in Portugal ist zwischen Anfang September und Anfang November. Dann sind die Tage noch lang und in der Regel warm und auch das Wasser, dessen Temperatur der Luft hinterherhinkt, ist noch annehmbar. Und das Beste: die Herbststürme auf dem Atlantik setzen ein und bringen regelmäßig gute Wellen an die Küste Portugals.

Die Algarve im Süden Portugals kann man schon lange nicht mehr als Geheimtipp beschreiben. Ein guter Winterzufluchtsort ist die wunderschöne Region allerdings immer noch. An der Algarve sind die Tage auch im Winter oft warm und sonnig. Allerdings hat die Region mittlerweile schon unter “Overtourism” zu leiden, speziell durch Wildcamper, die sich rücksichtslos verhalten. Die besten Reisezeiten zum Surfen und Tipps für die jeweilige Region, etwa zu Peniche oder Sagres, auch mit Hinweisen zu den lokalen Campervan Vermietern findet ihr in den Regionen-Guides.

Packliste für Surfer (ergänzend)

  • Change Robe, am besten eine gefütterte, warme
  • genug Surfwachs für die richtige Wassertemperatur
  • Repairset
  • Ersatz Leashs
  • Surf Guide als Buch (Zum Schmökern!)
  • Wetsuit (eher das Board leihen als den Anzug)
  • Fin Key
  • Booties, Haube, Earplugs
  • Neobügel zum Trocknen
  • Panzerband

Welche Bulli Typen gibt es?

Der Bulli ist gewissermaßen zum Synonym des Surfvans in Abgrenzung zu klassischen Wohnmobilen mit Alkoven geworden. Eingefleischte Bulli Fahrerinnen grüßen auch weiterhin nur bis maximal zum Modell T3 (im englischen Sprachraum T25). Aber langsam aber sicher setzt sich die Bezeichnung auch für die neueren VW-Busse durch und sogar für Busse von anderen Herstellern. Mit dem Bulli assoziiert man gewisserweise die Freiheit des flexiblen Reisens und eine gewisse Zuverlässigkeit. Grundsätzlich kann man mit jedem Fahrzeug einen schönen Urlaub in Portugal haben. Die Planung ist hier aber der Knackpunkt, denn eine Reise zu viert mit Zelt und Mietwagen benötigt ganz andere Überlegungen, als zu zweit im großen Wohnmobil.

Typ A: Der Surfvan
Kleiner Van, pragmatisch ausgebaut

Selten zu finden, aber das Schnäppchen und der Klassiker unter den Surfvans. Man will ja surfen und nicht ausbauen! Der Hauptkonkurrent der Bullis, allerdings geht hier Pragmatismus vor Schönheit.

VW Bus / Bulli mieten (Portugal): Ein einfach ausgebauter Van auf einer Vermiet-Plattform.
Quelle: Screenshot von https://paulcamper.de/

Eignet sich für: 1 – 2 Surfhungrige Freunde oder ein Pärchen. Das Wetter sollte nicht zu schlecht sein → Sommeroption → gibt es bei Hanggtime in Lissabon und bei PaulCamper

Typ B: Bulli oder Kastenwagen, selbst ausgebaut
Die etwas aufwändigere Variante von A. Bullis in dieser Kategorie sind meist T3, zum Beispiel alte Eisverkaufswagen oder Postbusse.

Liebevoll ausgebauter Campervan sucht Gäste. Gibt es natürlich in allen Farben und Formen.

VW Bus / Bulli mieten (Portugal): Warten auf die Fähre in der Normandie.
Oski

Eignet sich für: 2 – 3 Reisende und Vanliebhaber. Eher nichts für den Winter, aber für die Übergangszeiten und etwas Material ganz Okay. → Alle Jahreszeiten in Südportugal, Mai bis Oktober im Norden → gibt es auf den Plattformen

Typ C: Professioneller Kastenwagen

Viel Platz und ein gut strukturierter Ausbau: Indie Campers hat wirklich ein sehr funktionales Wohnmobil am Start.

VW Bus / Bulli mieten (Portugal): Die pragmatischen Reisemobile von Indie Campers.
Ein pragmatisch ausgebauter Fiat Ducato von Indie Campers. / Quelle: Screenshot von https://indiecampers.com/de

Eignet sich für: 2 – 4 Reisende, die sich gut verstehen. Oder 2 mit sehr viel Gepäck. Bei schlechtem Wetter auch eher nur 2. → Alle Jahreszeiten, gibt es bei Indie Campers und Soul Campers.

Typ D: Bulli (Modell T3 oder T25)

Das klassische Gefährt für einen entspannten Roadtrip mit Stil. Lange waren die Bullis günstig zu kaufen, oft schon etwas ergraut und angerostet. Doch das Durchhaltevermögen der Motoren ist legendär, genau wie seine Sparsamkeit. Der Bulli hat es nicht ohne Grund zu Kultstatus gebracht. Auch die originalen Ausbauten von Herstellern wie Westfalia gelten heute noch als Maß der Dinge.

VW Bus / Bulli mieten (Portugal): Ein Bulli von Surf-Cars.
Ein T3 vom nordspanischen Anbieter surf-cars aus Santander. / Quelle: Screenshot von http://surf-cars.com/de/

Eignet sich für: 2 – 3 Nostalgiker mit nicht zu viel Gepäck. Ist oft auch mit Heizung ausgestattet und auch im Winter eine Option für 2.

Typ E: Der Bulli, Typ T2

Die zweite Version des ursprünglichen Campers von VW und der Bus, der als Bulli bekannt wurde. Durchdacht, sparsam und zeitlos schön hat der T2 auf der ganzen Welt Fans gewonnen und auch 40 Jahre nach Produktionsstopp in Hannover rollen noch etliche Bullis über die Straßen. Allerdings haben viele der Bullis auch nicht mehr viel mit den originalen gemein, da wurden Interieur und Motor getauscht und die Luftkühlung durch Wasser ersetzt und und und … 

VW Bus / Bulli mieten (Portugal): Der Klassiker der Wohnmobile und Synonym für Reisefreude: Ein T2.
Das Synonym für Entdeckungen und stilvolles Campen: Ein Volkswagen T2. / Quelle: Screenshot von https://siestacampers.com

Eignet sich für: 2 – 4 Reisende, die Ästhetik tendenziell über Komfort stellen und das nötige Kleingeld haben. Der Ausbau ist eher nicht für individuelle Vorlieben wie Surfboards konzipiert, dafür aber zeitlos schön. → alle Jahreszeiten → gibt es bei Siesta Campers

Typ E: Das Alkoven Wohnmobil

Nicht das Allerschönste, nicht das aller Günstigste, dafür aber praktisch.

VW Bus / Bulli mieten (Portugal): Welche anderen Bus-Typen gibt es neben den Bullis von VW?
Innenansicht eines Alkoven Wohnmobils. / Quelle: Screenshot von https://www.mcrent.de/

Eignet sich für: 2 – 6 Reisende, die Komfort tendenziell über Ästhetik stellen und das nötige Kleingeld haben. Der Ausbau ist eher nicht für individuelle Vorlieben wie Surfboards konzipiert, dafür aber für ungemütliches Wetter. → alle Jahreszeiten → gibt es bei McRent

Tipps zur Reise

Was kostet eine Reise mit einem gemieteten Bulli?

Bei einem Roadtrip mit gemieteten VW-Bus fallen folgende Kosten an:

  • Anreise: Flüge oder Bahn oder Sprit
  • Bulli Miete
  • Sprit und Maut
  • Essen und Trinken
  • Leihmaterial oder Fluggebühren
  • evtl. Campingplatz

Abgesehen von den Flügen sind alles Kosten, die beim Bulli mieten in Portugal anfallen, recht lineare Kosten. Es lohnt sich also relativ schnell (schon ab etwa einer Woche), so einen Trip zu unternehmen. Ab fünf bis sieben Wochen ist es wahrscheinlich günstiger, sich selbst einen günstigen Bulli zu kaufen. Die Kosten hängen stark von der Saison und dem Bulli ab.

Gehen wir einmal davon aus, dass ein Surferpärchen zur europäischen Primetime, also Mitte September, eine Woche in der Region Lissabon mit dem Bulli Urlaub machen möchte. Dann brauchen sie Flüge nach Lissabon. Das kostet pro Person etwa 100 Euro. Sie mieten bei Siesta Campers einen klassischen T2 mit der Standardversicherung und gleich noch zwei Surfbretter für eine Woche. Neos packen sie selber ein. Das macht etwa 600 Euro für beide. Das Pärchen ist sparsam und kocht selbst, in einer Woche geben sie etwa 200 Euro aus. Dann muss noch einmal getankt werden. Insgesamt sind das etwa 550 Euro pro Person, also 75 pro Tag inklusive An- und Abreise.

Kostentabelle Portugal

Flüge20 – 150 Euro/p.Person
Bulli60-150 Euro/Tag
Essen/Trinken30 Euro/Tag p.P.
Sprit/Maut5 – 25 Euro/Tag
Campingplatz15 Euro/Tag p.Person

Spartipps beim Bulli mieten

Einen Bulli oder VW Bus zu mieten ist so ähnlich wie ein Auto zu mieten. Nur schlimmer. Die ganz fiesen Kostenfallen sind bei den hier vorgestellten Anbieter zwar nicht dabei (Extrakosten pro Kilometer, …). Trotzdem kann es schnell erschreckend teuer werden, einen Bulli zu mieten.

Der wichtigste Kostenfaktor ist die Reisezeit. Während einige Anbieter mit festen Saisonpreisen operieren haben andere immer den gleichen Grundpreis. Wer in der Hauptsaison unterwegs ist, sollte in jedem Fall möglichst früh buchen. Denn auch wenn die Saisonpreise schon feststehen, kann es sein, dass die günstigen Bullis später ausgebucht sind. Generell gibt es zwar ein wachsendes Bulli Angebot, in der Hauptsaison übersteig die Nachfrage aber doch die Verfügbarkeit. Außerdem gibt es fast immer ein paar Prozent Frühbucherrabatt. Bei Roadsurfer kann man außerdem kurzfristig das Reiseziel ändern, falls Reisebeschränkungen existieren. Wer in der absoluten Nebensaison unterwegs ist, kann dagegen manchmal auch Last-Minute-Schnäppchen machen. Darauf verlassen kann man sich aber nicht.

Besonders günstig lassen sich Bullis über Vermietplattformen finden. Hier vermieten Privatpersonen ihre VW-Busse. Allerdings geht das nicht ganz so schnell, wie über die Website eines Direktvermieters, weil man oft noch etwas mit dem Vermieter abklären muss. Besonders für längere Zeiträume haben einige Vermieter sehr große Rabatte eingestellt – Andere dagegen gar nicht. Diese Langzeitrabatte gibt oft auch bei den Bulli Vermietern, zum Beispiel bei Roadsurfer. 

Bei den “versteckten Kosten” sind nicht mehr so viele Punkte relevant. Die sollte man aber berücksichtigen. Dazu gehören die Freikilometer, die Tankregelung, Servicezeiträume, Zubehör, … Sparen kann man beim Bulli mieten zwar auch im Vorfeld, aber vor allem hinterher, in dem man sich einen seriösen Vermieter sucht, dessen Preise transparent sind.

Diese Fragen sollte man beim Bulli mieten im Kopf haben:

  • Vergleichen, auch: Welche Versicherung ist inklusive?
  • Verschiedene Optionen durchspielen: Welcher Flughafen, welcher Zeitraum?
  • Welches Zubehör ist dabei?
  • Gibt es eine Servicepauschale?
  • Wie ist die Tankregelung?
  • Muss das Fahrzeug gereinigt werden?
  • Sind alle Kosten transparent aufgeschlüsselt?
  • Wie sind der Servicezeiten?
  • Wie sind die Stornierungskonditionen?

Darüber hinaus sind die wichtigsten Spartipps:

  • Frühzeitig buchen
  • die Nebensaison suchen
  • zu dritt oder viert einen Bulli buchen

Vor Ort kann man mit einem Bulli dann natürlich auch noch mal sparen: 

  • sparsam fahren
  • die Route planen
  • auf Wohnmobil Stellplätzen übernachten oder auch mal am Strand im Bulli kochen

Packliste für die Portugalreise mit dem gemieteten Bulli

Das Hauptmanko eines gemieteten Bullis ist, dass die Schränke in der Regel leer bis aufs letzte Reiskorn sind. Ein paar Spezialzutaten für den Trip (wie etwa eine kleine Reisegewürzbox) sparen dann Zeit und/oder Nerven vor Ort. Und dann gibt es natürlich noch ein paar Dinge, die sowieso ins Gepäck gehören.

  • Führerschein
  • falls nicht anders angegeben: Schlafsack + Kissen
  • Schlüsselsafe (kann oft dazu gemietet werden, ist aber auch eine gute Anschaffung)
  • Stirnlampe
  • Trinkflasche
  • Haussocken oder Schuhe
  • Gewürzbox
  • Schwamm und Spüli (biologisch abbaubar)
  • Gutes Taschenmesser!
  • Sicherheitshalber: Caféteria
  • Spiele
  • Bücher
  • Feuerzeug
  • Reiseapotheke
  • Panzerband

Die Straßen und das Mautsystem

Seit 2011 hat Portugal für die Autobahnen ein elektronisches Mautsystem. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten der Abrechnung, die Gebühren können zum Beispiel bei der Post bezahlt werden. Allerdings haben die meisten Bullis schon den passenden Transponder verbaut und die Gebühren können über den Mietservice abgerechnet werden. Oft muss man für die Aktivierung noch eine Gebühr von 10 – 20 Euro zahlen. Wer schon weiß, dass er nicht auf Autobahnen unterwegs sein wird, kann darauf aber verzichten.

Recherchetipp: Detaillierter Ratgeber zur Maut in Portugal.

Für Autobahnfahrten muss man durchaus etwas Geld einplanen, die Fahrt von Lissabon nach Faro schlägt mit dem Camper schon mit fast 50 Euro zu Buche. Dafür sind die Straßen im Gegensatz zu den Küstenstraßen aber auch verlässlich und gut. Gerade das Fahren durch die kleinen Vororte von Porto mit zahllosen Gassen und Kreisverkehren kann ziemlich anstrengend sein.

Campingplätze und Wildcampen

Portugiesische Campingplätze gehören nicht unbedingt in eine europäische Hitliste der Glamping-Insta-Atmosphäre-Szenerien. Viele sind eher pragmatische Wohnwagendörfer ohne viel Schatten und mit Stacheldraht ummantelt. Viele Reisende haben daher lange die laxe Regelung der Wildcampens sehr genossen. Wahrscheinlich gibt es auch deshalb in Portugal wesentlich mehr Bulli Vermietungen als etwa in Frankreich. Allerdings ändert sich die Toleranz gegenüber den Strandschläfern gerade. An der Algarve, der Costa Vicentina und in anderen beliebten Regionen stehen teilweise mehr als 20 Camper an Stränden im Naturschutzgebiet. Manche schrecken nicht einmal davor zurück, ihre Chemietoilette in die Büsche zu kippen. Ab 2020 möchte Portugal gegen solche Wildsteher rigoroser vorgehen und auch teure Bußgeldbescheide ausstellen. Die Corona Auszeit für die Strände kann hier eine wichtige Wegmarke sein und es ist gut möglich, dass Portugal in einer Zeit nach Corona mit einem ganz neuen Konzept aufwartet.

Lösungen können etwa Wohnmobilstellplätze sein, auf denen man für wenig Geld stehen darf und oft auch sanitäre Anlagen nutzen kann. In vielen Nachbarländern gibt es Netzwerke von Bauernhöfen und anderen Landeigentümern, bei denen Mitglieder umsonst oder sehr günstig auf dem Grund der Bauern stehen dürfen. Portugal fehlt ein solches Netzwerk aktuell leider und auch die Wohnmobilstellplätze können wohl die steigende Nachfrage noch nicht abdecken. Wer sich trotz allem entschließt wild zu stehen, sollte sich an diese Regeln halten:

  • nicht im Naturschutzgebiet
  • nicht in besonders belasteten Gegenden
  • keinen Müll liegen lassen
  • nur mit eigener Toilette oder wenn es Toiletten gibt 
  • nur wirklich abbaubare Spülmittel und Duschgels benutzen
  • auch keine Lärmverschmutzung betreiben
  • räumlicher Respekt: Grundsätzlich alles in den Camper räumen

Häufig gestellte Fragen

Warum lohnt es sich, einen Bulli für Portugal zu mieten?

Mit einem Bulli oder VW-Bus zwischen Strand, Stadt und den Bergen abwechseln zu können, bietet eine tolle Freiheit der Urlaubsgestaltung. Der eigene Bulli kostet aber nach der Anschaffung mindestens 50 Euro im Monat, egal, ob er steht oder fährt. Wer nur ein paar Wochen im Jahr mit dem Bus unterwegs ist, fährt also günstiger mit einem geliehenen Bulli. Außerdem spart man sich noch die weite Anfahrt von Deutschland.

Wo kann ich überall einen Bulli mieten?

Bulli Vermietungen gibt es in Portugal in der Nähe der drei großen Flughäfen Porto, Lissabon und Faro. Darüber hinaus kann man über Plattformen wie PaulCamper oder Yescapa an allen drei wichtigen Flughäfen private Bullis mieten. Viele VW-Bus Anbieter haben nur ein Fahrzeugdepot bei Lissabon oder Faro, bieten aber relativ günstige Transfers zu den anderen Flughäfen, so dass auch Trips entlang der Küste eine attraktive Option sind.

Was kostet ein Bulli in Portugal am Tag?

Das ist sehr unterschiedlich. Die Preise schwanken zwischen 60 und 150 Euro. Entscheidend ist der Zustand und die Ausstattung der Fahrzeuge. Außerdem natürlich die Reiseziet. Am günstigsten sind Bullis vom Typ T3 im Winter, am teuersten T6 im Hochsommer. In der Nebensaison (September/Oktober) kann man einen Bulli ab 60 Euro am Tag buchen. Eine Übersicht über die Kosten bei einem Roadtrip mit Bulli gibt diese Tabelle:

Ist die Versicherung inklusive?

Ja, in aller Regel schon. Allerdings nur mit einem hohen Selbstbehalt. Kaskoversicherungen ohne oder mit geringem Selbstbehalt kosten 15 – 40 Euro Extra am Tag.

Wann ist die beste Reisezeit für Portugal mit dem Bulli?

Portugal ist das ganze Jahr über ein attraktives Reiseziel für den Bulli Trip. Während die besten Monate für den Norden Mai bis September sind, sind es an der Algarve gerade die etwas ruhigeren Wintermonate. Im Juli und August sind die Preise spürbar teurer.

Wie viele Personen passen in einen Bulli?

Mitfahren dürfen 2 bis manchmal 5 Personen. Gemütlich reisen kann man allerdings nur mit 2-3 Personen oder mit Kleinkind. Das gilt, wenn der Lebensmittelpunkt in dieser Zeit im Wohnmobil ist. Wenn das Wetter überwiegend schön ist und man Sachen auch außerhalb lagern kann, dann können auch 4 Personen in einem Bulli zurechtkommen. Natürlich gibt es auch ganz unterschiedliche Bullis. Neben der Personenzahl ist vor allem das Gepäck entscheidend.

Gibt es ein Mindestalter, um einen Bulli zu mieten?

Ja, 18 Jahre. In vielen Fällen sogar 23 Jahre. Diese Anbieter vermieten oft gegen Aufpreis und auf Nachfrage auch ab 21 Jahren. Oft gibt es auch die Bedingung, dass der Fahrer bereits drei Jahre im Besitz der Fahrerlaubnis sein muss. Bei Plattformen gibt der Vermieter das Mindestalter an, es liegt oft noch höher.

Was muss man beachten, wenn man einen Bulli in Portugal mietet?

Dank des Online Angebots ist es wesentlich einfacher geworden, von Deutschland aus einen Bulli für Portugal zu mieten. In der Regel können die relevanten Details zur Verfügbarkeit, Ausstattung und Versicherung entweder direkt oder in einer einfachen Nachfrage herausgefunden werden. Diese Automatisierung und die erhöhte Nachfrage hat Anbieter wie Roadsurfer in Westeuropa erst möglich gemacht und die Preise deutlich gedrückt. Trotzdem gilt es noch einiges bei der Buchung und später während der Reise im gemieteten Van zu beachten. Die wichtigsten Fragen habe ich hier als Stichpunkte aufgeführt:

– Mindestalter: Bei vielen Vermietern muss man älter als 23 Jahre sein
– Kreditkarte: ohne geht meist nichts und um Extrakosten zu vermeiden muss die Karte auf den Mieter laufen und in der Höhe des Selbstbehalts gedeckt sein.
– Ausstattung: Ist alles, was man mindestens braucht inklusive, oder entstehen Extrakosten?
– Versicherung: Was kostet sie und was ist enthalten
– Service: Was passiert bei Schäden, die während der Reise entstehen?
– Übergabe: gibt es einen Shuttle zum Flughafen und/oder definierte Übergabezeiten? Welche Kosten entstehen außerhalb dieser Zeiten?
– Zusatzmaterial: Was ist verfügbar und was kostet es?
– Gabelflug: Ist es möglich, den Bulli woanders zurückzugeben, als man ihn übernommen hat? Und falls ja, welche Extrakosten entstehen?
Darf man über Landesgrenzen fahren?
Wie viele Kilometer sind im Mietpreis inkludiert?

Darf man in Portugal wild Campen?

Nein, das ist nicht erlaubt. Nur auf speziell ausgewiesenen “Wildcamping Arealen” ist das Übernachten erlaubt. Auf vielen Parkplätzen wird es (noch) toleriert, allerdings ändert sich das gerade, speziell an Wohnmobil Hotspots. Wichtig ist, dass man sich respektvoll verhält und keinen Müll hinterlässt. Alternativen sind Wohnmobilstellplätze oder die günstigen städtischen Campingplätze.

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