Surfen in Tarifa

Kann man in Tarifa Wellenreiten? Bedingt! Tarifa liegt an der Meerenge von Gibraltar, nur 14 Kilometer von Marokko entfernt. Durch diese Verengung ist hier heftiger Wind eher die Regel als die Ausnahme, ob nun Levante, Poniente, Terral oder Scirocco dominiert. Die besondere Lage am Flaschenhals von Gibraltar lockt zahlreiche Kite- und Windsurfer in die Region, die für diese Sportarten als eine der besten der Welt gilt. Gleichzeitig wird ein großer Teil des Swells, nämlich alles, was Nord im Namen trägt, von der iberischen Nase abgeschirmt.

Allerdings beginnt direkt westlich von Tarifa die Costa de la Luz, deren warme Sandstrände sich bis Cádiz ziehen – und dieser Küstenabschnitt hat überraschend großes Surfpotential.

Die beste Reisezeit zum Surfen in Tarifa

Die ideale Reisezeit zum Wellenreiten für Tarifa und Andalusien ist ganz klar das Winterhalbjahr, denn nur dann ist regelmäßig mit Wellen zu rechnen und die Winde sind nicht ganz so penetrant wie zwischen Mai und Oktober.

Anfänger FortgeschritteneExpertinnen
September – MaiOktober – MärzNovember – Februar

In den Sommermonaten Juni, Juli, August und September sind Westswells, die der Costa de la Luz Wellen bringen, sehr selten. Im Mai und September sind die Wellen auch überwiegend kleiner als einen Meter, diese Monate sind also eine Überlegung für absolute Anfänger. Richtig interessant für Fortgeschrittene und Experten wird es erst ab Oktober, wenn regelmäßige Winterstürme Wellen bringen. Die besten Monate zum Surfen in Andalusien sind also Oktober, November, Dezember, Januar und Februar; Januar ist der einzige Monat mit langjährig verlässlichen 80% Groundswell. Passenderweise ist der Winter hier unten mit Temperaturen von 15°+ ziemlich mild und – wie das übrige Jahr auch – sehr sonnig. Tatsächlich gehört die Region geologisch gesehen schon zu Afrika und auch kulturell kann man die Spuren der Mauren nicht übersehen.

Übersicht über die Klimadaten und die besten Monate zum Surfen

Die Wasser- und Lufttemperaturen beziehen sich auf die (angegebenen) besten Surfmonate!

Im nächsten Abschnitt sind übrigens die Wassertemperaturen für das ganze Jahr aufgeschlüsselt.

SaisonWinter/FrühlingSommer/Herbst
Beste ReisezeitNovember/DezemberOktober
Wellensicherheithochmittel
Wassertemperatur17 – 19 °C20 °C
Lufttemperatur min – max17 – 22 °C20 – 27 °C
Sonne / Regenetwa 24 % Regentageetwa 15 % Regentage

Der milde Winter und die vergleichsweise Unbekanntheit der Region unter Wellenreitern sind die größten Pluspunkte der Costa de la Luz. Allerdings kann man auch mal eine Woche Pech haben und nur das flache oder umgekehrt völlig zerwühlte Meer vor der Nase. Im Idealfall hat man dann noch ein paar Bücher und Interesse für die reiche andalusische Kultur dabei.

Die richtige Neoprenanzug Dicke für Tarifa

Wegen der Kälte und nicht vor Erschöpfung aus dem Wasser zu gehen, ist super ärgerlich. Dank der modernen Wetsuits ist das nämlich ziemlich vermeidbar. Die folgende Tabelle ist eine Empfehlung. Die Erfahrung zeigt aber, dass die Wohlfühltemperatur und damit auch der richtige Neo Typsache sind.

Monate(e)Wassertemp.Wetsuit
Jan/Feb.14/15  °C4/3
März16 °C4/3
April18 °C4/3
Mai/Juni20/21 °C3/2
Juli/August20-23 °C2/1 o. ohne
Sept.22 °C2/1
Okt.20 °C3/2
Nov.18 °C3/2
Dez.16/17 °C4/3

Ganz wichtig ist beim Neoprenanzug (wichtiger als die Dicke), dass er richtig passt! 4/3 bezeichnet die Dicke des Wetsuits in Millimetern. Arme und Beine sind dabei meist etwas dünner als der Torso, deshalb werden zwei Zahlen (manchmal drei) genannt. In die Pack- oder Kaufüberlegung sollte man auch die Lufttemperaturen und vor allem den Wind mit einbeziehen. Im Winter sollte man außerdem an Ohrstöpsel denken, um nicht das “Surfers Ear” als Andenken mit nach Hause zu nehmen – dabei wächst der Knorpel in der Ohrmuschel als Reaktion auf das permanent eindringende kalte Wasser.

Anreise nach Tarifa

Mit dem Flugzeug

In Andalusien gibt es mehrere interessante Flughäfen. Der nächste zur Costa de la Luz ist Jerez de la Frontera, dieser Flughafen wird aber in der Haupt-Surfsaison nicht von Deutschland angeflogen. Sevilla und Malaga sind etwa gleich weit vom Surf entfernt, Málaga wird dabei hauptsächlich von den größeren (und teureren) Gesellschaften angeflogen, Sevilla ist meist die Budget Option. Eine Übersicht über die Verbindungen habe ich in der folgenden Tabelle aufgelistet. Wenn du für dich nichts Passendes findest, oder selber suchen möchtest, kannst du das zum Beispiel mit der Google Flugsuche, oder Portalen wie Skyscanner, Swoodoo oder Kayak.

Günstige Flüge nach Andalusien

Die Wichtigsten Direktverbindungen aus Deutschland, der Schweiz und Österreich.


SevillaJerezMalaga
BerlinRyanair, EasyjetEasyjetEasyjet
Frankfurt MainLufthansaTuiFlyRyanair
KölnRyanairEurowingsRyanair
HamburgRyanairRyanair
BaselEasyjetEasyjet
GenfEasyjetEasyjet
WienRyanairLaudamotion

Mit Surfbrett nach Andalusien fliegen

In aller Regel kostet das Mitnehmen von Surfbrettern pro Flug 40 – 60 Euro. Mittlerweile sind Größenbeschränkungen selten geworden, allerdings darf man offiziell oft weiterhin nur ein Board in ein Bag packen. Das wird allerding nur selten kontrolliert, ist aber natürlich der Knackpunkt an der ganzen Geschichte. Am Besten fragt ihr jemanden, der vor Kurzem auf der gleichen Strecke unterwegs war, weil sich die Gepäckrichtlinien und deren Auslegung doch recht oft ändern.

Wenn man nämlich 2 oder sogar 3 Boards in einen Boardbag bekommt und diesen dann noch mit Change Robes und Neos auffüllt, um kein reguläres Gepäckstück dazubuchen zu müssen, lohnt es sich, das eigene Material mitzunehmen. Dafür hat man auch immer noch das Risiko, dass die empfindlichen Boards beschädigt werden. Auch wenn das sehr lästig ist, solltet ihr nach der Ankunft erstmal die Bags inspizieren und bei Beschädigungen unbedingt auch den Inhalt.

In der unten stehenden Tabelle findet ihr die Sportgepäck Preise für einige europäische Fluglinien. Wenn zwei Preise angegeben sind, gilt der erstgenannte für bei der Buchung hinzugefügte Boards, der zweite bei späterer Gepäckbuchung.


PreisGewichtmax. Maße
Ryanair55/65 EUR20 Kgkeine, Boardanzahl nicht beschränkt
Easyjet52/63 EUR32 Kgkeine, nur ein Board!
Air Europa75 EURkeine, nur ein Board!
Lufthansa130 EUR32 KgLänge: 315 cm
Iberia45 EUR23 KgLänge: 350 cm, nur ein Board!

Mit dem eigenen Bulli nach Tarifa fahren

Für die Anreise mit dem eigenen Bus oder Auto muss man auf jeden Fall genug Zeit einplanen. Die lange Fahrt wird einem aber dadurch versüßt, dass man auf dem Weg schon einiges an Küste abfahren kann. Vor Ort ist dann ein Bulli natürlich ziemlich unschlagbar. Allerdings hat man auch schon von Problemen mit Autoeinbrüchen aus dieser Region gehört. Tarifa ist ein beliebter Zwischenstopp für alle Marokkoreisenden.

Entfernung Köln – Tarifa: ca. 2500 Kilometer
Reisetage: Mindestens 4 Tage, besser 7.
Mautkosten: Etwa 150 Euro. Lies hier nach, wie du sinnvoll Maut sparen kannst!
Dieselkosten: Bei direkter Anfahrt etwa 270 Euro, als Surftrip etwa 400 Euro für einen Weg.

Mit dem Bus bis nach Andalusien zu fahren lohnt sich (je nach dem, wie die Bedingungen sind) ab ungefähr 6 Wochen Reisezeit, wenn ihr nicht ganz langsam unterwegs seid.

Eine ADAC plus Mitgliedschaft kann bei einer so weiten Reise Gold oder wenigstens etwa ein neues Surfboard wert sein. Als Mitglied bekommt man außerdem die gar nicht ganz schlechten “Toursets” kostenlos zusammengestellt und zugeschickt.

Die besten Surfspots in der Umgebung von Tarifa

Surfspot Map Andalusien

Klicke die Spot Markierungen in der Karte an, um eine Kurzbeschreibung mit den jeweils passenden Bedingungen aufploppen zu lassen.

Grün: Geeigneter Spot für Anfänger
Gelb: Guter Spot für Intermediates
Rot: Spot für Expertinnen / zum Zuschauen

1 El Coto
2 Playa de tres Piedras
3 Cádiz
4 La Barrosa
5 Roche
6 El Palmar
7 Canos de Meca
8 Hirbabuena
9 Barbate
10 Tarifa

Surfspot-Tipps mit detaillierten Beschreibungen für Tarifa und Umgebung

Einige der Spots von der Surfspot Liste werden hier nochmal mit kurzem Steckbrief und Tipps zu Stehplätzen, Einkaufsmöglichkeiten oder anderem nützlichem Wissen vorgestellt.

El Coto – Rivermouth Break // Größerer W – SW Swell // NO Wind // Gute Rechte Welle im Nationalpark
Ein guter und etwas off the radar Spot – auch wegen der benötigten Bedingungen –  ist der Rivermouth Break El Coto. Nördlich des Flusses Río de Guadalquivir bricht eine schöne schnelle Rechte. Ein beliebter Spot bei den Surfern der Region.

Cádiz – Beachbreak // W – SW Swell //  Ostwind // Midtide // Cadiz hat verschiedene Optionen und eine lebhafte Surfszene
In Cádiz gibt es mehrere ordentliche Beachbreaks, was etliche Besucher der schönen Festungsstadt überrascht bis verärgert, wenn sie feststellen, dass sie weder Material noch Zeit für ein paar Sessions eingeplant haben. Der Playa de la Víctoria ist ein langer Strand südlich der Stadt, der am besten bei mid tide funktioniert.

Roche – Beachbreak // normaler W – SW Swell // Ostwind // Mid Tide // Beliebt und Konsistent
Roche bei Conil ist einer der konstantesten Spots der Region und kann deshalb auch relativ voll werden. Die Wellen können recht kraftvoll brechen, mehrere Peaks bieten Rechte und Linke bei allen Gezeiten außer High.

El Palmar – Beachbreak // W -SW Swell // O -NO Wind // Low – nach mid Tide // langer Spot mit Peaks für alle Fähigkeiten
Der Haus- und Hofspot vieler Camps überzeugt mit guten Sandbänken und Wellen von Low bis kurz nach Mid Tide. Recht konsistent.

Barbate – Linker Rivermouth Break // Großer W – SW Swell // NO Wind // Low Tide // Eine der bekanntesten und besten Wellen der Region!
Einer der Klassiker der Region, dank der Hafenmauer wartet hier ziemlich stabil eine perfekte Sandbank auf die großen Swells um eine schnelle, lange Linke abzufeuern. Die Qualität und die Bekanntheit sorgt für die Crowds und bei größeren Wellen ist mit ordentlich Strömung zu kämpfen.

Tarifa – Beachbreak // Jeder W – SW Swell // O – NO Wind // Low – Mid Tide // Langer Strand mit verschiedenen guten Peaks, aber nur wenn es nicht gerade stürmt!
Tarifa ist der Ausgangsspot für die meisten Kiter und Windsurfer und zahlreiche Campingplätze in der Region haben sich darauf eingerichtet. Es gibt aber auch hin und wieder Fenster, bei denen man hier gute, einsame Wellen zum Wellenreiten findet. Der Strand Playa de los Lances zieht sich schier endlose 7 Kilometer nach Norden und hat auch den ein oder anderen versteckten Reefbreak.

Conditions Checken!

Die Bedingungen an den Stränden könnt ihr bei verschiedenen Anbietern kostenlos checken, etwa auf surf-forecast.com oder magicseaweed.com. Magicseaweed hat die wahrscheinlich übersichtlichste App und bietet zusätzlich die Breakinformationen des Stormrider Surfguides. Übrigens lohnt es sich kaum, für die Pro Version zu bezahlen, weil langfristige Vorhersagen ähnlich unsicher sind, wie langfristige Wettervorhersagen allgemein. Am genauesten aufgeschlüsselt sind die Tabellen von Windguru, der ersten Adresse für Windinformationen (der Name sagt es ja schon).

Wie lese ich einen Surf-Forecast?

Die wichtigen Informationen aus einem Forecast zu ziehen, ist eigentlich ganz einfach.

In jedem aufbereiteten Forecast werden genannt: Beispiel

  • Die Wellenhöhe in Fuß oder Metern (Brandung): 1,3 m
  • Die Dünung des Swells in Fuß oder Metern: 0,8 m
  • Die Periode des Swells in Sekunden: 13 sec.
  • Die Swellrichtung: NW
  • Die Windrichtung und Stärke: SO, 17 km/h

Wichtiger als die Wellengröße ist zunächst die Periode des Swells. Damit wird die Pause zwischen zwei Setwellen bezeichnet. Was sind aber jetzt Setwellen? Es gibt Groundswells und Windswells.

Zunächst zu ersteren: Mächtige Tiefdruckgebiete weit vor den Küsten tragen Energie in die Ozeane ein. Diese Energie breitet sich kreisförmig (so wie, wenn man einen Stein in einen Teich wirft) aus, dabei holen schnellere Wellenringe langsamere ein und addieren, bzw. subtrahieren sich, je nachdem, wie Wellental und Wellenkamm aufeinanderlaufen. Je weiter ein Tiefdruckgebiet entfernt ist, desto weiter sind die Dünungen, die schließlich auf die Küste treffen, auseinander. Bei Groundswells treffen die Wellen üblicherweise in Paketen von 5 – 8 Wellen auf die Küste. Zwischen den einzelnen Wellen sind in Europa 12 – 18 Sekunden Pause. Mehr ist fast unmöglich, weil auch der Atlantik endlich ist und weniger geht absolut nicht, weil Groundswell so definiert ist.

Warum ist das wichtig?

Jetzt kommt der Wind ins Spiel: Bläst er offshore, also ablandig (das heißt von der Küste auf das Meer, den Wellen entgegen) hilft er, die genannten Wellenpakete zu sortieren. Damit die Wellen sauber laufen, also so brechen, wie wir uns das vorstellen, sind offshore Wind oder Glassy Bedingungen meist unerlässlich. Je größer aber die Periode, desto größer die Energie der Wellen (bei Surf-Forecast wird irgendeine Fantasie Kennzahl dafür angegeben, die aber sehr aussagekräftig ist) und desto eher kann der Swell etwas Wind aushalten. Und: Die Periode entscheidet maßgeblich über die Brandung, zusammen mit der Dünung, also der Amplitude der reisenden Wellen. Weil aber die Algorithmen die Unterwassertopographie der einzelnen Swells gar nicht genau kennen ist die letztlich angegebene Wellenhöhe (Brandung) zu vernachlässigen. Haltet euch viel mehr an Periode und Dünung! Bei Magicseaweed, speziell in der App, passiert es gar nicht so selten, dass ein kurzperiodischer Swell angezeigt wird, weil sich die App bei der Brandung verrechnet. Der eigentlich größere Swell versteckt sich dann als “Sekundäre Dünung” und schickt (wegen der Setpausen) alle paar Minuten ein fettes Set durch, das alle überspült.

Die Swellrichtung ist angegeben, das ist einleuchtend, die Wellen sollten halt keine Hindernisse unterwegs haben. Die Windrichtung hatte ich? Dann wars das, glaube ich.

Windswells sind Swells von lokalen Stürmen, die Periode ist kürzer als 12 sec. Solche Swells können auch sehr gute Wellen verantworten, vor allem bei Sommer Spots, die vor allem bei kleinen Swells funktionieren.

Schließlich haben die Forecast Apps zwar genaue Bojendaten, sind aber nach wie vor nicht so gut darin, diese zu interpretieren. Ihr müsst also immer selbst einmal zum Strand laufen und das Ganze lang genug beobachten. Mit etwas Erfahrung (und je besser man Spots kennt), kann man aber viele Wege, die andere umsonst fahren, einsparen.

Surfcamps und Surfhostels in der Nähe von Tarifa

Auch in Andalusien gibt es eine wachsende Anzahl von Surfcamps und Hostels. Die allermeisten sind in der Umgebung von El Palmar angesiedelt, dem Surf Hotspot an der Costa de la Luz. Campingplätze oder Unterkünfte gibt es aber an der ganzen Costa de la Luz zahlreiche. Wer aber zum Surfen lernen und ohne eigenes Material anreist, fährt am besten nach el Palmar!

Das Camino Surfcamp Andalusien liegt zwischen El Palmar und Barbate direkt am Strand. Bis zu 20 Surfer finden in Doppel- und Dreibettzimmern eine gemütliche Bleibe in familiärer Atmosphäre.

  • Surfcamp/Hostel mit Garten, nur 250 Meter vom Strand
  • Unterkunft in Einzel- Doppel- und Dreibettzimmern
  • 399 Euro für eine Woche Unterkunft und 5*4 Stunden Surfkurs
  • 130 Euro extra für Vollverpflegung
  • Saison von Ende September bis Ende April

Ein alteingesessenes Camp mit viel Local-Knowledge ist das La Luz Surfcamp El Palmar. Das Spanisch-Deutsche Camp verfügt über ein breites Angebot an Ferienhäusern. Auch Spanischkurse und anderes kann man über die La Luz Family buchen.

  • Surflodge und Surfhostel
  • Unterkunft in Einzel- Doppel- oder Mehrbettzimmern
  • 699 Euro für 7 Nächte Doppelzimmer mit Verpflegung, 5*Surfkurs, Surfmaterial für die ganze Woche
  • Saison: 13.09 – 10.01

Gute All-inclusiv Pakete und eine familiäre Atmosphäre bietet auch das A-Frame Surf- und Yoga Camp. Dabei kommt ihr zu viert bis sechst in kleinen, liebevoll eingerichteten Casas unter.

  • Surfhostel und Camp mit mehreren kleinen “Casas”
  • Unterkunft in Doppelzimmern in kleinen separaten Einheiten
  • 799 Euro für das All-inclusive Paket mit 7 Nächten Doppelzimmer, 5*Surfkurs, Surfmaterial für die ganze Woche
  • Relativ lange Saison von September bis Juni

Das Surfcamp-Spain nahe Conil ist eher ein Surfhostel mit angeschlossener Surfschule als ein klassisches Camp. Dafür gibt es auch familienfreundliche Unterkünfte.

  • Surfschule mit einer Vielzahl an Unterkünften
  • Unterkunft in Mehrbettzimmern
  • Unterkunft ab 220 Euro/Woche
  • 5*2 Stunden Surfkurs für 100 Euro
  • Ganzjährig geöffnet, Wellen hat es natürlich trotzdem hauptsächlich im Winter

Das Nexo Surfhouse ist wieder mehr ein klassisches Surfcamp, untergebracht in einer spektakulär verschachtelten Villa mit riesigem Garten. Nexo ist auch ein Surfboardhersteller, entsprechend viel Material gibt es.

  • Großes Surfhouse mit Unterkunft und Surfpaketen
  • Unterkunft in Doppel- oder Mehrbettzimmern
  • 749 Euro für Unterkunft, Verpflegung, 5*Surfkurs 2*Theorie und 5*Yoga
  • Keine Saisoninfo

Das Homies Surf und Skate House ist eine Villa direkt am Strand von El Palmar mit guten Kurztrip Angeboten für Spontane Brückentagesurferinnen. Homies wird von spanischen Surfern betrieben, man sollte sich im Vorfeld über die Unterrichtssprache informieren!

  • Surfhouse mit Garten direkt am Spot
  • Unterkunft in 2-3 Bett Zimmern
  • 200 Euro für 3 Nächte Unterkunft, 3*2 Stunden Surfkurs
  • Surfmaterial inkl. auch außerhalb der Kurszeiten
  • Keine Saisoninfo

Campingplätze nahe Tarifa

Die Costa de la Luz ist mit Campingplätzen gesäumt. Alleine in Tarifa gibt es 5, die sich hauptsächlich den hervorragenden Windsurf Bedingungen verdanken. Interessanter für Wellenreiter sind daher die Campingplätze in der Nähe von el Palmar oder im schön abgeschiedenen Nirgendwo der langen Saharasandstrände. Von Tarifa kommend ist der erste Platz außerhalb der Camping Bahía de la Plata, der sich allerdings nur durchwachsener Rezensionen erfreut.

Von Barbate bis Palmar gibt es weitere 10 Plätze, ein ebenso großer wie beliebter ist der Camping La Rosaleda. Die vielen Camps und Hostels der Umgebung sind allerdings in dieser Region die bessere und sympathischere Option.

Gute Surfshops in Andalusien

Weil Andalusien vor allem für unerfahrene Surfer sehr gute Bedingungen bietet und sich auch die Schulen und Camps entsprechend aufstellen gibt es in Palmar und Umgebung zahlreiche Surfshops, bei denen man Material leihen und kaufen kann. Die meisten Camps haben auch einen angeschlossen Shop und in der Regel für Gäste Vorzugskonditionen. Wer richtige Surffabrik Luft atmen möchte geht am besten zum Nexo Factorystore in Cádiz.

In Tarifa gibt es eine kaum zählbare Anzahl an Surfshops, die sich zwar in erster Linie an Wind- und Kite Surfer richten, aber auch Wellenreit-Material feilbieten.

Bulli / Surfvan mieten in Tarifa

Mobil zu sein ist in Andalusien essentiell, um schnell genug am Spot der Wahl zu sein, wenn der Wind nachlässt und ein kurzes Fenster perfekten Surfs in den glitzernden Farben der Sonne des Südens öffnet. Die erreichbaren Surfspots multiplizieren sich mit Auto oder Van auf einen Schlag und an vielen Surfspots kann man direkt über der Brandung schlafen und morgens als Erster rauspaddeln. Die App von Park4Night ein hilfreiches Tool. Darüber teilen Nutzer ihre Stehplätze mit Fotos und Erfahrungsbericht.

Der Preis für das rollende Bett war lange Zeit die lange Anfahrt mit dem eigenen Bus (den man natürlich erst mal kaufen und pflegen musste). Und das hat auch immer noch einiges für sich. Es ist aber auch nicht die schlechteste Idee, sich vor Ort einen Camper zu mieten: Die An- und Abreise mit dem Flugzeug verkürzt sich enorm und ist perverser Weise sogar weit günstiger, als selbst zu fahren. Die Camper sind überwiegend gut gewartet und zuverlässig. Und man bekommt von vielen Vermietern sehr gute Informationen zu Stehplätzen und Stränden an die Hand. Außerdem kann man einiges an Material aus einer Hand dazu buchen, wenn man das möchte. Im Vergleich zum Urlaub in einer gemieteten Unterkunft, fällt so viel organisatorischer Aufwand weg.

Surfbus mieten bei Indie Campers

Indie Campers hat in Sevilla und Málaga einen Fahrzeugpool. Der schnell gewachsene Anbieter hat Fiat Ducatos mit so pragmatischen wie cleveren und (fast) unkaputtbaren Ausbauten im Angebot. Die portugiesische Firma ist erst vor wenigen Jahren gestartet und hat viel Zeit mit Tests des idealen Surfausbaus verbracht. Der Klassiker unter Surfern dürfte das Modell Sporty sein. Preislich sind die Ducatos aber oft recht gehoben – Im Vergleich mit kleineren Bulli Vermietungen. Dafür bekommt man bei Indie Campers durch den cleveren Ausbau mehr Platz für Gepäck und Sperrgut – wie etwa Longboards –  als bei Konkurrenten. Außerdem wird an sehr viele spezielle Surfbedingungen gedacht: Die Kilometer sind frei, man darf ohne Probleme Landesgrenzen überqueren und kann den Bus an einem Ort ausleihen und am nächsten zurückgeben – auch über Grenzen hinweg. Allerdings wird dafür eine erhöhte Logistikgebühr fällig, weshalb es nicht wirklich zu empfehlen ist. Außerdem kann man Surfbretter und Neoprenanzüge an den meisten Standorten dazubuchen.

Der Hauptvorteil der Indies ist, dass die Busse auch zu dritt oder zu viert ausreichend Platz bieten – solange das Wetter einigermaßen mitspielt. Darauf kann man sich aber gerade in Andalusien meist verlassen. Zu viert kommt man mit 200 Euro pro Person für eine Woche gut hin. Im Vergleich mit “richtigen” Wohnmobilen ist das deutlich günstiger und hat eben verschieden Surfer Vorteile. Weil die Preise dynamisch generiert werden – also in Abhängigkeit von der Nachfrage – lohnt es sich auf jeden Fall, die eigenen Reisedaten in den Rechner zu hauen und verschiedene Flughäfen und Reisedaten (wenn möglich) auszuprobieren.

  • Freikilometer
  • Surf Zubehör
  • 24/7 Drop-off
  • Platz für 4 Leute
  • Dynamische Preise
  • Wochenpreis ab etwa 450 Euro

Surfbus mieten bei West Coast Campers

Als absolute Copy Cat von Indie haben die West Coast Campers ein nahezu identisches Angebot bei (noch) weniger Standorten. Sie werben mit einer Bestprice Garantie und stehen auch beim Zubehör ganz gut da.

  • Freikilometer
  • Surf Zubehör
  • 24/7 Drop-off
  • Platz für 4 Leute
  • Dynamische Preise

Alternativen zu Indie Campers und anderen großen Vermietern

Die individuellste Variante ist, über eine Plattform wie Paulcamper oder Campanda (die auch eigene Busse haben) einen Van “privat” anzumieten. Paulcamper tritt dabei nur als Vermittler auf und stellt die Versicherung der Fahrzeuge. Hier ist es noch am Wahrscheinlichsten, ein Schnäppchen zu machen, zum Beispiel vermietet so mancher Surfcamp Mitarbeiter seinen Bus während der Saison.

Ein weiterer Vorteil ist, dass es häufig viel gutes, Camping erprobtes Zubehör umsonst dazu gibt. Die Vermieter sind schließlich selbst Reisende und wissen, was man unterwegs so gebrauchen kann. Und weil es keine anonyme Vermietung ist, müssen sie nicht befürchten, dass ihr den Surfguide oder die Bialetti am Ende einsteckt.

Das private Vermieten hat natürlich auch Nachteile, im Schadensfall oder bei Missverständnissen über die Mietmodalitäten erhöht es das Konfliktpotential. Außerdem kann man nie wissen, in welchem Zustand der Bus sich tatsächlich befindet. Die private Anmietung oder die Miete über eine vermittelnde Plattform benötigt also am meisten Organisation, dafür kann man sich seine Vermieter und den Van aber auch genau nach den eigenen Bedürfnissen aussuchen. Und es ist ein bisschen so, als würde man mit dem eigenen Bus reisen. Wer den Gedanken einen eigenen Bus zu kaufen hin und her wendet, kommt so auch gut zu einer Probefahrt und findet heraus, was er bei einem eigenen Ausbau verändern würde.

Wegen der Versicherung und weil viele, die ihren Bus in Spanien vermieten, in dieser Zeit dann selbst in einem Hotel unterkommen oder sich einen Mietwagen nehmen ist aber auch bei dieser Variante wenig unter 50 Euro die Nacht zu machen.Einen größeren Überblick über das Thema “Surfvan mieten” habe ich hier zusammengestellt.

Fazit

Andalusien, die wärmste Region Europas, erfreut sich zu Recht wachsender Beliebtheit bei Wellenreitern. Man sollte sich aber darüber bewusst sein, dass dies nicht die Region mit den konstantesten Wellen ist. Kurztrips können so – haha – auch mal ins flache Wasser fallen. Gerade für Anfänger gibt es in Tarifa und der Costa de la Luz aber perfekte Bedingungen für die ersten Surfversuche. Es zählt ja meist die Gesamterfahrung bei einem Surftrip, speziell wenn man noch nicht so viel auf dem Brett steht: Essen, Wein, Sonne und relativ warme, sanfte Wellen helfen dabei, dass der Trip in guter Erinnerung bleibt. Wer also Freunde oder Partner für den besten Sport der Welt begeistern will, macht einen geschickten Zug mit einem gemeinsamen Trip an die Costa de la Luz.

FAQ

Kann man in Tarifa Wellenreiten?

Ja, wenn auch selten. Durch die geographische Lage am Flaschenhals von Gibraltar weht in Tarifa oft starker Wind, was den Ort zum Kitesurf und Windsurf Mekka macht. Hier besteht Verwechslungsgefahr. Man kann aber auch manchmal Wellenreiten, recht gut sogar, speziell Anfänger fühlen sich in den warmen und recht sanften Wellen wetslich von Tarifa an der Costa de la Luz sehr wohl.

Wann ist die beste Zeit, um in Tarifa Wellen zu reiten?

Der konstanteste Monat ist der Januar. Dann ist aber auch das Wasser relativ frisch, wenn auch mit etwa 15°C wärmer als überall sonst in Festlandeuropa. Die besten Monate, wenn man alles zusammen nimmt, also Wetter, Wellen und Wassertemperatur sind November und Dezember. Generell geht die Saison nur von Oktober bis Mai. Auch wenn manche Camps eine längere Saison haben, sollte man in den echten Wintermonaten kommen.

Für welches Level eignet sich Tarifa und die Costa de la Luz?

An der Costa de la Luz finden alle Könnerstufen gute Wellen. Interessant ist es aber vor allem für Anfänger und in den Monaten Dezember, Januar, Februar und März auch für Intermediates, die etwas Geduld aufbringen.

Was ist das Besondere an Tarifa?

In Bezug auf das Wellenreiten ist es das Klima, hier ist es am wärmsten in Europa. An goldenen Saharasandstränden kann man hier im Winter gut Surfen lernen.

Wie sind die Wellen in Tarifa?

Normalerweise eher kleiner, als an den atlantischen Westküsten. Typische Bedingungen sind etwa einen Meter hohe Wellen.

Wie kommt man am besten nach Tarifa?

Mit dem Flugzeug kann man günstig nach Málaga, Sevilla oder Jerez de la Frontera fliegen.

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