Surfen in el Palmar (2020): Surfspots, Surfcamps & Reisetipps!

Surfen in el Palmar

El Palmar hat sich den Ruf als Surfreiseziel geduldig erarbeiten müssen. Während die Surf-Pioniere El Palmar und die Costa de la Luz auf dem Weg nach Marokko oder auf die Kanaren regelmäßig ignorierten, brauchte es Locals, die das Wissen um ihre Spotqualität verbreiten und mit Surfcamps und Shops auf die steigenden Zahlen von Surfanfängerinnen reagieren.

Warum sollte man nach El Palmar zum Surfen fahren?

Die Costa de la Luz ist eine der letzten vergleichsweise ursprünglichen Surfregionen in Europa. Das Wetter ist das wärmste in Festlandeuropa und die Wellen haben eine erstaunliche Qualität. Der kleine Ort El Palmar hat sich dabei zum Zentrum des Surfens in Andalusien entwickelt. Der lange Strand bietet mit seinen soften Wellen über Sand die idealen Bedingungen um surfen zu lernen. Denk dir dazu noch die angenehme Atmosphäre innerhalb und außerhalb des Wassers und du sitzt schon halb im Flieger nach Andalusien.

5 Gründe für einen Surftrip nach El Palmar:

  • Relativ unbekannter Winter-Escape-Spot
  • Perfekte Bedingungen um Surfen zu lernen
  • Relativ warmes Wasser + bestes Wetter
  • Günstige Surfcamps 
  • Viele gute/sehr gute Spots

Die beste Reisezeit zum Surfen in El Palmar

Die ideale Reisezeit zum Wellenreiten in El Palmar ist ganz klar das Winterhalbjahr, denn nur dann ist regelmäßig mit Wellen zu rechnen und die Winde sind nicht ganz so penetrant wie zwischen Mai und Oktober.

Anfänger FortgeschritteneExpertinnen
September – MaiOktober – MärzNovember – Februar

In den Sommermonaten Juni, Juli und August sind große Westswells, die El Palmar Wellen bringen, sehr selten. Für Anfänger sind die Monate Mai und September durchaus interessant, die die Kernsaison einrahmen und meist kleine Wellen haben. Richtig interessant für Fortgeschrittene und Experten wird es erst ab Oktober, wenn regelmäßig große Winterswells Wellen bringen.

Die besten Monate zum Surfen in El Palmar sind also Oktober, November, Dezember, Januar und Februar. Der Januar ist der einzige Monat mit langjährig verlässlichen 80% Groundswell. Passenderweise ist der Winter hier unten mit Temperaturen von um die 15° ziemlich mild und – wie das übrige Jahr auch – sehr sonnig. Tatsächlich gehört die Region geologisch gesehen schon zu Afrika und auch kulturell kann man die Spuren der Mauren nicht übersehen.

Übersicht über die Klimadaten und die besten Monate zum Surfen

Die Wasser- und Lufttemperaturen beziehen sich auf die (angegebenen) besten Surfmonate! Im nächsten Abschnitt sind übrigens die Wassertemperaturen für das ganze Jahr aufgeschlüsselt.

SaisonWinter/FrühlingSommer/Herbst
Beste ReisezeitNovember/DezemberOktober
Wellensicherheithochmittel
Wassertemperatur17 – 19 °C20 °C
Lufttemperatur min – max17 – 22 °C20 – 27 °C
Sonne / Regenetwa 24 % Regentageetwa 15 % Regentage

Der sonnige und für Europa milde Winter, die vergleichsweise Unbekanntheit der Region unter Wellenreitern und die guten Anfängerwellen sind die größten Pluspunkte von El Palmar. Durch die Abgeschirmtheit von Nordwestswells kann man aber auch in der Saison mal eine Woche Pech haben und nur das flache oder umgekehrt völlig zerwühlte Meer vor der Nase. Für dieses Szenario sollte man einfach ein paar gute Bücher, Spiele und/oder Interesse an der reichen andalusischen Kultur einpacken.

Der richtige Neoprenanzug für Tarifa

Aus dem Wasser zu müssen, weil die zitternden Beine nicht mehr stehen wollen ist super ärgerlich und auch kein schönes Gefühl. Mit einem passenden Wetsuit in der richtigen Größe ist das nämlich ziemlich vermeidbar. Die folgende Tabelle ist eine Empfehlung für die richtige Ausrüstung je nach Wassertemperatur. Im Einzelfall ist das aber auch Typsache. Ein wichtiger Faktor, der hier nicht berücksichtigt wird, ist der Windchill. Ist es windig, lohnt sich oft der Griff zum dickeren Neo oder zur Haube.

Monate(e)Wassertemp.Wetsuit
Jan/Feb.14/15  °C4/3
März16 °C4/3
April18 °C4/3
Mai/Juni20/21 °C3/2
Juli/August20-23 °C2/1 o. ohne
Sept.22 °C2/1
Okt.20 °C3/2
Nov.18 °C3/2
Dez.16/17 °C4/3

Das Wichtigste ist beim Neoprenanzug aber, dass er richtig passt! Die Zahlen in der dritten Spalte (4/3) bezeichnen die Dicke des Wetsuits in Millimetern. Arme und Beine sind dabei etwas dünner als der Torso, deshalb werden zwei Zahlen (manchmal drei) genannt. In die Pack- oder Kaufüberlegung sollte man auch die Lufttemperaturen und vor allem den Wind mit einbeziehen. Im Winter sollte man außerdem an Ohrstöpsel denken, um nicht das “Surfers Ear” als Andenken mit nach Hause zu nehmen – dabei wächst der Knorpel in der Ohrmuschel als Reaktion auf das permanent eindringende kalte Wasser.

Die besten Surfspots in und um el Palmar

Surfspot Map el Palmar

El Palmar ist das Zentrum der Surfregion Costa de la Luz und einer der besten Strände überhaupt, um surfen zu lernen. Fast noch besser ist aber, dass sich sowohl nördlich als auch südlich Top-Spots für jedes Level finden. Klicke die Spotmarker in der Karte an, um eine Kurzbeschreibung der Spots aufploppen zu lassen.

Grün: Geeigneter Spot für Anfänger
Gelb: Guter Spot für Intermediates
Rot: Spot für Expertinnen / zum Zuschauen

1 El Coto
2 Playa de tres Piedras
3 Cádiz
4 La Barrosa
5 Roche
6 El Palmar
7 Canos de Meca
8 Hirbabuena
9 Barbate
10 Tarifa

Surfspot-Tipps mit detaillierten Beschreibungen für El Palmar und Umgebung

Einige der Spots von der Surfspot Liste werden hier nochmal mit kurzem Steckbrief und Tipps zu Stehplätzen, Einkaufsmöglichkeiten oder anderem nützlichem Wissen vorgestellt.

El Coto – Rivermouth Break // Größerer W – SW Swell // NO Wind // Gute Rechte Welle im Nationalpark
Ein guter Spot, etwas off-the-grid ist El Coto. Nördlich des Flusses Río de Guadalquivir bricht eine schöne schnelle Rechte. Ein beliebter Spot bei den Surfern der Region, allerdings etwas pingelig, was die richtigen Bedingungen angeht.

Cádiz – Beachbreak // W – SW Swell //  Ostwind // Mid-Tide // Cadiz hat verschiedene Optionen und eine lebhafte Surfszene
In Cádiz gibt es mehrere ordentliche Beachbreaks. Daher: Vor dem Städtetrip immer erst informieren, nicht, dass man die Strandpromenade entlang flaniert und von perfekten Wellen überrascht wird. Die schöne Festungsstadt ist natürlich so oder so einen Trip wert. Der Playa de la Víctoria ist ein langer Strand südlich der Stadt, der am besten bei mid tide funktioniert.

Roche – Beachbreak // Normaler W – SW Swell // Ostwind // Mid-Tide // Beliebt und konsistent
Der Spot Roche in der Nähe von Conil ist einer der konstantesten Spots der Region und kann deshalb auch relativ voll werden. Die Wellen brechen auch kraftvoller als in El Palmar, mehrere Peaks bieten Rechte und Linke bei allen Gezeiten außer High. Guter Spot für Fortgeschrittene.

El Palmar – Beachbreak // W – SW Swell // O – NO Wind // Low – nach Mid-Tide // langer Spot mit Peaks für alle Fähigkeiten
Der Haus- und Hofspot vieler Camps und das unbestrittene Zentrum der Surfszene an der Costa de la Luz. El Palmar überzeugt mit guten Sandbänken und Wellen von Low bis kurz nach Mid Tide. Der Spot ist vergleichsweise sehr konsistent und die Wellen brechen relativ sanft. Alles in allem ein sehr guter Anfänger- und Longboardspot.

Barbate – Linker Rivermouth Break // Großer W – SW Swell // NO Wind // Low-Tide // Eine der bekanntesten und besten Wellen der Region!
Einer der regionalen Klassiker! Dank der Hafenmauer wartet hier ziemlich stabil eine perfekte Sandbank auf die großen Swells und eine schnelle, lange Welle im Mini-Mundaka-Style. Die Qualität sorgt für die Bekanntheit und die sorgt für die Crowds. Bei größeren Bedingungen ist mit ordentlich Strömung zu kämpfen.

Tarifa – Beachbreak // Jeder W – SW Swell // O – NO Wind // Low – Mid-Tide // Langer Strand mit verschiedenen guten Peaks, aber nur wenn es nicht gerade stürmt!
Tarifa ist für seine Kite- und Windsurf Möglichkeiten bekannt und zahlreiche Campingplätze in der Region haben sich darauf eingerichtet. Es gibt aber auch hin und wieder Fenster, bei denen man hier gute, einsame Wellen zum Wellenreiten findet. Der Strand Playa de los Lances zieht sich schier endlose 7 Kilometer nach Norden und hat auch den ein oder anderen versteckten Reefbreak.

Spottipps für Anfänger, Fortgeschrittene und Vanreisende


AnfängerIntermediatesVanreisende
LieblingsspotEl PalmarRocheEl Palmar
Knapp dahinterRocheEl CotoConil
GeheimtippLos Canos del Meca

Anreise nach El Palmar

Mit dem Flugzeug

In Andalusien gibt es mehrere Flughäfen, die für einen Surftrip nach El Palmar in Frage kommen. Der nächstgelegene ist Jerez de la Frontera, dieser Flughafen wird aber in der Haupt-Surfsaison nicht von Deutschland aus angeflogen. Sevilla und Malaga sind etwa gleich weit von El Palmar entfernt, Málaga wird dabei hauptsächlich von den größeren (und teureren) Gesellschaften angeflogen, Sevilla ist meist die Budget Option. Eine Übersicht über die Verbindungen habe ich in der folgenden Tabelle aufgelistet. Wenn du für dich nichts Passendes findest, oder selber suchen möchtest, kannst du das zum Beispiel mit der Google Flugsuche, oder Portalen wie Skyscanner, Swoodoo oder Kayak machen.

Günstige Flüge nach Andalusien

Die Wichtigsten Direktverbindungen aus Deutschland, der Schweiz und Österreich.


SevillaJerezMalaga
BerlinRyanair, EasyjetEasyjetEasyjet
Frankfurt MainLufthansaTuiFlyRyanair
KölnRyanairEurowingsRyanair
HamburgRyanairRyanair
BaselEasyjetEasyjet
GenfEasyjetEasyjet
WienRyanairLaudamotion

Mit Surfbrett nach El Palmar fliegen

Das Mitnehmen von Surfbrettern kostet je nach Fluggesellschaft etwa 40 – 60 Euro pro Flug. Mittlerweile sind Größenbeschränkungen selten geworden, allerdings darf man offiziell oft weiterhin nur ein Board in ein Bag packen. Das wird allerding nur selten kontrolliert, ist aber natürlich der Knackpunkt bei der ganzen Sache. Am Besten fragt ihr jemanden, der vor Kurzem mit der fraglichen Airline unterwegs war, weil sich die Gepäckrichtlinien und deren Auslegung doch recht oft ändern.

Wenn man es nämlich schafft, 2 oder sogar 3 Boards in einen Boardbag zu packen und diesen dann noch mit Change Robes und Neos auffüllt, um kein reguläres Gepäckstück dazubuchen zu müssen, lohnt es sich, das eigene Material mitzunehmen. Auf der anderen Seite hat man auch noch das Risiko, dass die empfindlichen Boards beschädigt werden. Auch wenn das sehr lästig ist, solltet ihr nach der Ankunft erstmal die Bags inspizieren und bei Beschädigungen unbedingt auch den Inhalt.

In der unten stehenden Tabelle findet ihr die Sportgepäck Preise für einige europäische Fluglinien. Wenn zwei Preise angegeben sind, gilt der erstgenannte für bei der Buchung hinzugefügte Boards, der zweite bei späterer Gepäckbuchung.


PreisGewichtmax. Maße
Ryanair55/65 EUR20 Kgkeine, Boardanzahl nicht beschränkt
Easyjet52/63 EUR32 Kgkeine, nur ein Board!
Air Europa75 EURkeine, nur ein Board!
Lufthansa130 EUR32 KgLänge: 315 cm
Iberia45 EUR23 KgLänge: 350 cm, nur ein Board!
  • Lohnt sich bei längeren Aufenthalten, oder wenn mehrere Boards in einer Tasche reisen
  • Viele Camps haben inklusives Verleihmaterial. Fragt nach, was genau verfügbar ist!

Mit dem eigenen Bulli nach El Palmar fahren

Für die Anreise mit dem eigenen Bus oder Auto muss man auf jeden Fall genug Zeit einplanen. Im Grunde kommt das nur bei einer Überwinterung oder wenigstens einer mehrmonatigen Reise in Frage. Die lange Anfahrt wird einem aber dadurch versüßt, dass man auf dem Weg schon einiges an Küste abfahren kann.

Surfen in el Palmar: Unterwegs mit dem eigenen Bulli

Und vor Ort ist ein Bulli dann natürlich ziemlich unschlagbar. Allerdings hat man auch schon von Problemen mit Autoeinbrüchen aus dieser Region gehört. Sonnvoller Weise sollte man wohl die Sommersaison meiden (so wie es die Wellen ja auch machen…), im Winter ist ein eigener oder gemieteter Bus aber eine gute Option, um das ganze Potential der Region um El Palmar auszunutzen.

Entfernung Köln – El Palmar: ca. 2500 Kilometer
Reisetage: Mindestens 4 Tage, besser 7.
Mautkosten: Etwa 150 Euro. Lies hier nach, wie du sinnvoll Maut sparen kannst!
Dieselkosten: Bei direkter Anfahrt etwa 270 Euro, als Surftrip etwa 400 Euro für einen Weg.

Mit dem Bus bis nach El Palmar zu fahren lohnt sich (je nach dem, wie die Bedingungen sind) ab ungefähr 6 Wochen Reisezeit, wenn ihr nicht ganz langsam unterwegs seid.

Eine ADAC plus Mitgliedschaft kann bei einer so weiten Reise Gold oder wenigstens etwa ein neues Surfboard wert sein. Als Mitglied bekommt man außerdem die gar nicht ganz schlechten “Toursets” kostenlos zusammengestellt und zugeschickt. Darin sind Reiseinformationen zu allen Ländern, die bis El Palmar passiert werden, zusammengestellt.

Surfen lernen in El Palmar

Der kleine Ort ist das Herz der Costa de la Luz – eines überraschend vielseitigen Surfreviers im sonnigsten Teil Kontinentaleuropas. Der Grund dafür ist in erster Linie der lange Strand mit den zuverlässig guten Wellen. Der Levante, der hier in den Offshore bringt, bläst relativ zuverlässig in den Surfmonaten Oktober bis Februar. Während die Bedingungen im restlichen Europa eher nicht anfängergeignet sind (Wie etwa auf Fuerteventura), oder aber einfach kalt und nass (wie in Nordspanien) dreht die Region um El Palmar gerade dann auf. Entsprechend gibt es mittlerweile eine ordentliche Infrastruktur mit einigen guten Camps, die für alle Level Surfkurse und Guidings anbieten, aber gerade bei den Anfängerangeboten herausstechen, weil die Region sich zum Surfen lernen eben sehr gut eignet.

5 Gründe, um in El Palmar surfen zu lernen

  • Die Wellen brechen sanft über Sandboden
  • Es gibt Surfcamps in allen Preiskategorien
  • die Anreise ist recht easy
  • das Wetter ist im Winter das Beste der europäischen Surfregionen
  • Auch neben den Wellen ist Andalusien ein attraktives Reiseziel

Der Aktuelle Forecast für El Palmar

Die aktuellen Bedingungen am Playa el Palmar könnt ihr bei verschiedenen Anbietern kostenlos checken, etwa auf surf-forecast.com oder magicseaweed.com. Magicseaweed hat die wahrscheinlich übersichtlichste App und bietet zusätzlich die Breakinformationen des Stormrider Surfguides.

Übrigens lohnt es sich kaum, für die Pro Version zu bezahlen, weil langfristige Vorhersagen ähnlich unsicher sind, wie langfristige Wettervorhersagen allgemein. Am genauesten aufgeschlüsselt sind die Tabellen von Windguru, der ersten Adresse für Windinformationen (der Name sagt es ja schon).

Wie lese ich einen Surf-Forecast?

Die wichtigen Informationen aus einem Forecast zu ziehen, ist eigentlich ganz einfach.

In jedem aufbereiteten Forecast werden genannt: Beispiel

  • Die Wellenhöhe in Fuß oder Metern (Brandung): 1,3 m
  • Die Dünung des Swells in Fuß oder Metern: 0,8 m
  • Die Periode des Swells in Sekunden: 13 sec.
  • Die Swellrichtung: NW
  • Die Windrichtung und Stärke: SO, 17 km/h
  • Die Wichtigste Kennzahl (in meinen Augen) ist die Periode
  • Bis 12 sec spricht man von Windswell, danach von Groundswell
  • Der Wind ist idealerweise sehr schwach oder weht ablandig. Er sotiert die Wellen, die bei Groundswells kraftvoller und organisierter als bei Windswells sind
  • Gute Wellen für Anfänger sind nicht größer als einen Meter bei einer Periode von 13 Sec.
  • Die angegeben Brandung ist ein errechneter Wert, der selten einer Überprüfung standhält
  • Die Swellrichtung ist angegeben, das ist einleuchtend, die Wellen sollten halt keine Hindernisse unterwegs haben.

Schließlich haben die Forecast Apps zwar genaue Bojendaten, sind aber nach wie vor nicht so gut darin, diese zu interpretieren. Ihr müsst also immer selbst einmal zum Strand laufen und das Ganze lang genug beobachten. Mit etwas Erfahrung (und je besser man Spots kennt), kann man aber viele Wege einsparen, die andere umsonst fahren.

Surfcamps und Surfhostels in El Palmar

Der kleine, sympathische Ort ist auf dem Sprung: Immer mehr Menschen erkennen das Potential des Strandes und der Wellen in der Nähe. Vor allem um Surfen zu lernen sind die Bedingungen in El Palmar hervorragend – und entsprechend gibt es eine wachsende Anzahl von Surfcamps und Hostels. Während die ganze Costa de la Luz interessante bis hochklassige Spots bereit hält, ist El Palmar der ideale Ausgangspunkt.

Das Camino Surfcamp Andalusien liegt zwischen El Palmar und Barbate direkt am Strand. Bis zu 20 Surfer finden in Doppel- und Dreibettzimmern eine gemütliche Bleibe in familiärer Atmosphäre.

  • Surfcamp/Hostel mit Garten, nur 250 Meter vom Strand
  • Unterkunft in Einzel- Doppel- und Dreibettzimmern
  • 399 Euro für eine Woche Unterkunft und 5*4 Stunden Surfkurs
  • 130 Euro extra für Vollverpflegung
  • Saison von Ende September bis Ende April

Ein alteingesessenes Camp mit viel Local-Knowledge ist das La Luz Surfcamp in El Palmar. Das Spanisch-Deutsche Camp verfügt über ein breites Angebot an Ferienhäusern. Auch Spanischkurse und anderes kann man über die La Luz Family buchen.

  • Surflodge und Surfhostel
  • Unterkunft in Einzel- Doppel- oder Mehrbettzimmern
  • 699 Euro für 7 Nächte Doppelzimmer mit Verpflegung, 5*Surfkurs, Surfmaterial für die ganze Woche
  • Saison: 13.09 – 10.01

Gute All-inclusiv Pakete und eine familiäre Atmosphäre bietet auch das A-Frame Surf- und Yoga Camp. Dabei kommt ihr zu viert bis sechst in kleinen, liebevoll eingerichteten Casas unter.

  • Surfhostel und Camp mit mehreren kleinen “Casas”
  • Unterkunft in Doppelzimmern in kleinen separaten Einheiten
  • 799 Euro für das All-inclusive Paket mit 7 Nächten Doppelzimmer, 5*Surfkurs, Surfmaterial für die ganze Woche
  • Relativ lange Saison von September bis Juni

Das Surfcamp-Spain nahe Conil ist eher ein Surfhostel mit angeschlossener Surfschule als ein klassisches Camp. Dafür gibt es auch familienfreundliche Unterkünfte.

  • Surfschule mit einer Vielzahl an Unterkünften
  • Unterkunft in Mehrbettzimmern
  • Unterkunft ab 220 Euro/Woche
  • 5*2 Stunden Surfkurs für 100 Euro
  • Ganzjährig geöffnet, Wellen hat es natürlich trotzdem hauptsächlich im Winter

Ein etwas anderes Konzept ist die Surf-WG Intoosurf: Gemeinschaftliches Kochen mit gesunden Zutaten und generell viel Austausch verspricht das WG-Haus nur 300 Meter vom Strand entfernt.

  • Surfcamp und Hostel mit familiärer Atmosphäre
  • Unterkunft in Mehrbettzimmern
  • 479 Euro für das All-inclusive Paket / Woche, 6*Tage Surfkurs, Surfmaterial für die ganze Woche, Vollverpflegung
  • Relativ lange Saison von September bis Ende Juni
  • Spezialpreise für Long-Term Stays (30 Tage)
Surfen in el Palmar: Günstige Angebote für lange Aufenthalte

Das Nexo Surfhouse ist dagegen wieder eher ein klassisches Surfcamp, untergebracht in einer spektakulär verschachtelten Villa mit riesigem Garten. Nexo ist auch ein Surfboardhersteller, entsprechend viel Material gibt es.

  • Großes Surfhouse mit Unterkunft und Surfpaketen
  • Unterkunft in Doppel- oder Mehrbettzimmern
  • 749 Euro für Unterkunft, Verpflegung, 5*Surfkurs 2*Theorie und 5*Yoga
  • Keine Saisoninfo

Das Homies Surf und Skate House ist eine Villa direkt am Strand von El Palmar mit guten Kurztrip Angeboten für Spontane Brückentagesurferinnen. Homies wird von spanischen Surfern betrieben, man sollte sich im Vorfeld über die Unterrichtssprache informieren!

  • Surfhouse mit Garten direkt am Spot
  • Unterkunft in 2-3 Bett Zimmern
  • 200 Euro für 3 Nächte Unterkunft, 3*2 Stunden Surfkurs
  • Surfmaterial inkl. auch außerhalb der Kurszeiten
  • Keine Saisoninfo

Campingplätze in El Palmar und Umgebung

Die Costa de la Luz ist mit Campingplätzen gesäumt. Alleine in Tarifa gibt es 5, die sich hauptsächlich den hervorragenden Windsurf Bedingungen verdanken. Interessanter für Wellenreiter sind daher die Campingplätze in der Nähe von El Palmar oder im schön abgeschiedenen Nirgendwo der langen Saharasandstrände. Von Tarifa kommend ist der erste Platz außerhalb der Camping Bahía de la Plata, der sich allerdings nur durchwachsener Rezensionen erfreut.

Von Barbate bis Palmar gibt es weitere 10 Plätze, ein ebenso großer wie beliebter ist der Camping La Rosaleda. Die vielen Camps und Hostels der Umgebung sind allerdings in dieser Region die bessere und sympathischere Option.

Am Ortsende von El Palmar gibt es einen Stellplatz für Camper und Wohnmobile, der im Winter genutzt werden kann.

Gute Surfshops in El Palmar

Weil Andalusien vor allem für unerfahrene Surfer sehr gute Bedingungen bietet und sich auch die Schulen und Camps entsprechend aufstellen gibt es in Palmar und Umgebung zahlreiche Surfshops, bei denen man Material leihen und kaufen kann. Die meisten Camps haben auch einen angeschlossen Shop und in der Regel für Gäste Vorzugskonditionen. Wer richtige Surffabrik Luft atmen möchte geht am besten zum Nexo Factorystore in Cádiz.

In Tarifa gibt es eine kaum zählbare Anzahl an Surfshops, die sich zwar in erster Linie an Wind- und Kite Surfer richten, aber auch Wellenreit-Material feilbieten.

Bulli / Surfvan mieten in El Palmar

Eine Möglichkeit, flexibel und schnell auf die wechselhaften Windbedingungen und die richtige Tide an den Pointbreaks reagieren zu können, ist für alle etwas erfahreneren Surferinnen in Andalusien essentiell. Dabei ist es eigentlich egal, ob man die Spots mit dem Mietwagen abfährt oder sich ein Camp mit gutem Surfguiding und Transfers aussucht. Aber es ist eben doch immer etwas ganz besonderes, vom Rauschen der Wellen geweckt zu werden, sich aus den kuscheligen Decken zu schälen und als Erste ins Line-Up zu paddeln. Die App von Park4Night ist dafür ein hilfreiches Tool. Darüber teilen Nutzer ihre Stehplätze mit Fotos und Erfahrungsbericht.

Der Preis für das rollende Bett war für lange Zeit die ewige Anfahrt mit dem eigenen Camper. Und das hat auch immer noch einiges für sich. Es ist aber auch nicht die schlechteste Idee, sich vor Ort einen Camper zu mieten: Die An- und Abreise mit dem Flugzeug verkürzt sich enorm und sogar weit günstiger, als selbst zu fahren. Die Camper sind überwiegend gut gewartet und zuverlässig. Und man bekommt von vielen Vermietern sehr gute Informationen zu Stehplätzen, Spots und Sehenswürdigkeiten an die Hand.

Außerdem kann man oft direkt das Surfmaterial aus einer Hand dazu buchen, wenn man das möchte. Im Vergleich zum Urlaub in einer gemieteten Unterkunft, fällt so viel organisatorischer Aufwand weg.

Surfbus mieten bei Indie Campers

Indie Campers hat in Sevilla und Málaga einen Fahrzeugpool. Der Anbieter aus Lissabon hat Fiat Ducatos mit so pragmatischen wie cleveren und (fast) unkaputtbaren Ausbauten im Programm. Indie Campers ist erst vor wenigen Jahren gestartet und hat viel Zeit mit Tests des idealen Surfausbaus verbracht. Der Klassiker unter Surfern dürfte das Modell Sporty sein. Durch den cleveren Ausbau haben Surfer sehr viel Platz für Gepäck und Sperrgut wie etwa Longboards. Außerdem wird an viele spezielle Surfbedingungen gedacht: Die Kilometer sind frei, es gibt Surfzubehör, man kann die Busse zu jeder Tages- und Nachtzeit zurückgeben.

Surfen in el Palmar: Modell Sporty von Indie Campers

Der Hauptvorteil der Indies ist, dass die Busse auch zu dritt oder zu viert ausreichend Platz bieten – solange das Wetter einigermaßen mitspielt. Darauf kann man sich aber gerade in Andalusien meist verlassen. Zu viert kommt man mit 200 Euro pro Person für eine Woche gut hin. Im Vergleich mit “richtigen” Wohnmobilen ist das deutlich günstiger und hat eben verschieden Surfer Vorteile. Weil die Preise dynamisch generiert werden – also in Abhängigkeit von der Nachfrage – lohnt es sich auf jeden Fall, die eigenen Reisedaten in den Rechner zu hauen und verschiedene Flughäfen und Reisedaten (wenn möglich) auszuprobieren.

  • Freikilometer
  • Surf Zubehör
  • 24/7 Drop-off
  • Platz für 4 Leute
  • Dynamische Preise
  • Wochenpreis ab etwa 450 Euro

Surfbus mieten bei West Coast Campers

Unter der Marke West Coast Campers vermietet Indie die Vorjahresmodelle zu noch günstigeren Preisen. Eine gute Option für Sparfüchse!

  • Freikilometer
  • Surf Zubehör
  • 24/7 Drop-off
  • Platz für 4 Leute
  • Dynamische Preise

Alternativen zu Indie Campers und anderen großen Vermietern

Am individuellsten ist es, über eine Plattform wie Paulcamper oder Campanda ein Wohnmobil “privat” zu mieten. Paulcamper tritt dabei nur als Vermittler auf und stellt die Zusatzversicherung der Fahrzeuge für die Vermietung. Hier ist es noch am Wahrscheinlichsten, ein Schnäppchen zu machen, zum Beispiel vermietet so mancher Surfcamp Mitarbeiter seinen Bus während der Saison.

Ein weiterer Vorteil ist, dass es häufig viel gutes, Camping erprobtes Zubehör umsonst dazu gibt. Die Vermieter sind schließlich selbst Reisende und wissen, was man unterwegs so gebrauchen kann. Und weil es keine anonyme Vermietung ist, müssen sie nicht befürchten, dass ihr den Surfguide oder die Bialetti am Ende einsteckt.

Das private Vermieten hat natürlich auch Nachteile, im Schadensfall oder bei Missverständnissen über die Mietmodalitäten erhöht es das Konfliktpotential. Außerdem kann man nie wissen, in welchem Zustand der Bus sich tatsächlich befindet.

Die private Anmietung oder die Miete über eine vermittelnde Plattform benötigt also am meisten Organisation, dafür kann man sich seine Vermieter und den Van aber auch genau nach den eigenen Bedürfnissen aussuchen. Und es ist ein bisschen so, als würde man mit dem eigenen Bus reisen. Wer den Gedanken einen eigenen Bus zu kaufen hin und her wendet, kommt so auch gut zu einer Probefahrt und findet heraus, was er bei einem eigenen Ausbau verändern würde.

Wegen der Versicherung und weil viele, die ihren Bus in Spanien vermieten, in dieser Zeit dann selbst in einem Hotel unterkommen oder sich einen Mietwagen nehmen ist aber auch bei dieser Variante wenig unter 50 Euro die Nacht zu machen.Einen größeren Überblick über das Thema “Surfvan mieten” habe ich hier zusammengestellt.

  • Sehr individuelle Busse mit viel Zubehör
  • Schnäppchen möglich
  • gut um die Option eines eigenen Busses zu testen
  • etwas mehr Aufwand

Fazit

Andalusien, diese Region am Rande Europas, erfreut sich zu Recht wachsender Beliebtheit bei Surferinnen. Im Winter ist es eine gute Alternative zu den vollen Stränden der Algarve oder der Kanaren. Und gerade Surfeinsteiger finden hier ideale Bedingungen. Man sollte sich aber auch darüber bewusst sein, dass dies nicht die Region mit den konstantesten Wellen ist. Kurztrips können so – haha – auch mal ins flache Wasser fallen. Bei einem Surftrip zählt aber ja meist das Gesamterlebnis, speziell wenn man noch nicht so viel auf dem Brett steht: Essen, Wein, Sonne und relativ warme, sanfte Wellen helfen dabei, dass der Surftrip nach el Palmar in guter Erinnerung bleibt. Wer also Freunde oder Partner für den besten Sport der Welt begeistern will, macht einen geschickten Zug mit einem gemeinsamen Trip nach el Palmar. Insbesondere bei längeren Aufenthalten möchte ich fast wetten, dass auch der surferfahrene Teil der Reisegruppe das ein oder andere Mal von der Qualität der Wellen überrascht wird.

FAQ

Wie sind die Wellen in El Palmar?

Die Wellen am Strand von el Palmar sind eher klein und brechen relativ sanft über Sandboden. Es gibt in der Region aber eine ganze Reihe hochklassiger Spots auch für fortgeschrittene Surfer.

Gibt es günstige Surfcamps in El Palmar?

Ja, in el Palmar gibt es mittlerweile Surfcamps in jeder Preiskategorie. Besonders bei langen Aufenthalten und früher Buchung lassen sich sehr günstige Angebote finden.

Wann ist die beste Zeit zum Surfen in El Palmar?

Die beste Zeit zum Surfen sind die Wintermonate von Oktober bis April. September und Mai sind auch interessant, weil die Wellen dann aber meist sehr klein sind, vor allem für Anfänger. In den Monaten Juli und August machen viele Surfcamps Pause, weil dann nur sehr kleine Sommerwellen auf die Küste treffen.

Ist El Palmar für Anfänger geeignet?

Absolut! El Palmar ist europaweit einer der Top-Spots um surfen zu lernen. Die Wellen brechen relativ sanft über Sandboden und werden dabei selten größer als kopfhoch. Außerdem gibt es eine gute Surfinfratruktur mit vielen Surfcamps.

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